Irak US-Vergeltungsangriffe gegen Schiitenmiliz

Bei einem Raketenbeschuss im Irak sind zwei US-Soldaten und eine britische Soldatin gestorben. Nun flogen die US-Streitkräfte in der Nacht einen Vergeltungsangriff. Ziele waren laut Pentagon Waffenlager pro-iranischer Milizen.

Luftbild des Pentagon
Das Pentagon - Der Hauptsitz des US-amerikanischen Verteidigiungsministeriums. Bildrechte: imago/StockTrek Images

Die USA haben im Irak Luftangriffe geflogen. Das Pentagon in Washington teilte mit, Ziel seien fünf Waffenlager der pro-iranischen Schiiten-Miliz Kataib Hisbollah gewesen, die für einen tödlichen Raketenangriff verantwortlich gemacht wird. Damit reagierte das Pentagon auf einen Angriff dieser Woche auf den Stützpunkt Tadschi nördlich von Bagdad. Dabei seien zwei amerikanische Soldaten und eine britische Soldatin getötet worden. Mindestens zwölf weitere Menschen seien verletzt worden.

Eine Region vor der Eskalation

Der Angriff auf die US-Stützpunkte im Irak ist der blutigste seit Jahren. Bislang hat sich niemand zu den Angriffen bekannt. Allerdings hatte die pro-iranische Miliz Kataib Hisbollah den Angriff gelobt. Schon in der Vergangenheit hatten die USA immer wieder die pro-iranischen Miliz für ähnliche Angriffe verantwortlich gemacht. US-Verteidigungsminister Mark Esper schrieb auf Twitter, die USA würden vom Iran unterstützte Angriffe gegen Amerikaner und Alliierte nicht tolerieren.

Die Auseinandersetzungen der letzten Wochen schüren die Angst, dass ein Konflikt in der Region erneut eskalieren könnte. Anfang Januar hatten US-Streitkräfte bei einem Drohnenangriff den einflussreichen iranischen General Kassem Soleimani gezielt getötet. Der Angriff hatte die Spannungen zwischen den USA und dem Iran an den Rand eines Krieges gebracht.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 13. März 2020 | 07:30 Uhr

1 Kommentar

Lost Hope vor 10 Wochen

Die Welt kämpft gegen Coronavirus und unser mächtigster Verbündeter tötet schon wieder Iraner. Erst den Vertrag gekündigt, dann den General und nun schon wieder. Trump macht was er will weil er es kann. Ich mag den nicht und hoffe USA bekommen anderen, besseren 46. Präsidenten.