Fahnen mit dem Logo der Klimakonferenz der Vereinten Nationen "COP24" hängen vor dem Veranstaltungsort. Der UN-Klimagipfel zum Klimawandel findet vom 03.-14.12.2018 in der südpolnischen Stadt Kattowitz statt
UN-Klimakonferenz beginnt mit Appell Bildrechte: dpa

Erste Beratungen in Katowice Weltklimakonferenz beginnt mit Appell

Bei der UN-Klimakonferenz in Katowice haben Ex-Gipfel-Präsidenten an die Weltgemeinschaft appelliert. Maßnahmen seien notwendig, um der Bedrohung etwas entgegenzusetzen. Am Montag wird der Gipfel offiziell eröffnet.

Fahnen mit dem Logo der Klimakonferenz der Vereinten Nationen "COP24" hängen vor dem Veranstaltungsort. Der UN-Klimagipfel zum Klimawandel findet vom 03.-14.12.2018 in der südpolnischen Stadt Kattowitz statt
UN-Klimakonferenz beginnt mit Appell Bildrechte: dpa

Im polnischen Katowice haben die ersten Veranstaltungen der 24. UN-Klimakonferenz begonnen. Zum Auftakt riefen die Präsidenten früherer Gipfel zu mehr Anstrengungen im Kampf gegen den Klimawandel auf. Die Folgen des Klimawandels seien kaum mehr zu übersehen, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung.

Die offizielle Eröffnungsfeier der Konferenz soll am Montagvormittag stattfinden. Dann werden hochrangige Regierungsvertreter aus knapp 200 Staaten erwartet. Deutschland wird unter anderem von Bundesumweltministerin Svenja Schulze und Entwicklungsminister Gerd Müller vertreten.

Klimaforscher fordert verbindliche CO2-Preise

In den kommenden zwei Wochen wollen die Konferenzteilnehmer ein Regelbuch ausarbeiten, wie die Ziele des Pariser Klimaabkommens doch noch zu erreichen sind. In Paris hatte die Staatengemeinschaft im Jahr 2015 beschlossen, die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad zu begrenzen.

Die Klimakonferenz in Katowice birgt reichlich Zündstoff für Streit und Frust. Die Entwicklungsländer fordern von den Industrieländern mehr Unterstützung beim Klimaschutz und im Umgang mit den Folgen des Klimawandels.

Ob die Ziele des Pariser Abkommens überhaupt noch zu erreichen sind, hatten zuletzt mehrere Forscher und wissenschaftliche Berichte infrage gestellt. Der Direktor des Instituts für Klimafolgenforschung in Potsdam, Ottmar Edenhofer, sagte MDR AKTUELL, die Verhandlungen könnten nur dann erfolgreich sein, wenn sich die Länder auf CO2-Preise verständigten. Wer mehr Treibhausgase produziere als vereinbart, solle zahlen.

Proteste in Berlin und Köln

Petteri Taalas, kürzlich ernannter Generalsekretär der Weltorganisation für Meteorologie (WMO)
Petteri Taalas, kürzlich ernannter Generalsekretär der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) Bildrechte: dpa

Die Weltorganisation für Meteorologie hatte zuvor vor einem Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur bis zum Ende des Jahrhunderts um bis zu fünf Grad gewarnt, sollten keine Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Der Weltklimarat forderte "schnelle, weitreichende und beispiellose Änderungen in allen gesellschaftlichen Bereichen".

Vor diesem Hintergrund hatten am Samstag zehntausende Menschen in Berlin und Köln für mehr Klimaschutz und einen Ausstieg aus der Kohle demonstriert. Die Klimakrise sei "längst bittere Realität", erklärten die Organisatoren. Umweltschützer werfen der Bundesregierung vor, sich von der deutschen Vorreiterrolle beim Klimaschutz verabschiedet zu haben.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 02. Dezember 2018 | 15:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 02. Dezember 2018, 21:12 Uhr