Demonstranten schützen sich mit Schirmen vor dem anhaltenden Regen.
Ein Bild von den Massenprotesten am 18. August in Hongkong. Bildrechte: dpa

US-Videoportal Youtube sperrt Diffamierungskanäle gegen Hongkong-Proteste

Nach Twitter und Facebook hat nun auch Youtube mehrere Nutzerkonten gesperrt. Der Grund: Sie machen koordiniert Stimmung gegen die Proteste in Hongkong. Vermutet wird, dass dahinter chinesische Akteure stecken.

Demonstranten schützen sich mit Schirmen vor dem anhaltenden Regen.
Ein Bild von den Massenprotesten am 18. August in Hongkong. Bildrechte: dpa

Die Online-Videoplattform Youtube hat 210 Kanäle gesperrt, die Stimmung gegen die Demokratiebewegung in Hongkong gemacht haben sollen.

Wie der Mutterkonzern Google am Donnerstag erklärte, war auf den Kanälen in koordinierter Art und Weise Videos zu den Protesten in Hongkong hochgeladen worden. Youtube selbst verwies in einem Blogeintrag vom Donnerstag indirekt auf China als Urheber.  

Twitter spricht von koordinierter staatlicher Aktion

Auf einem Smartphone sind die Logos  von Facebook, Twitter und YouTube zu sehen.
Auf einem Smartphone sind die Logos von Facebook, Twitter und YouTube zu sehen. Bildrechte: dpa

Schon Twitter und Facebook hatten China zu Wochenbeginn vorgeworfen, eine Online-Manipulationskampagne gegen die Demokratiebewegung in Hongkong zu fahren. Beide Dienste zeigten Beispiele, in denen die Demonstranten in Hongkong als gewalttätig dargestellt wurden. Es gebe belastbare Hinweise, dass es sich dabei um eine koordinierte staatliche Aktion aus China gehandelt habe, hieß es von Twitter. Sowohl der Kurznachrichtendienst als auch Facecook sperrten daraufhin zahlreiche Nutzerkonten.

Worum geht es bei den Protesten?

In Hongkong gibt es seit zweieinhalb Monaten Massendemonstrationen für mehr Demokratie und gegen eine wachsende Einflussnahme Pekings. Die Millionenmetropole gehört seit dem Abzug der Briten 1997 wieder zu China. Als Sonderverwaltungszone sind Hongkong eigentlich noch bis 2047 umfangreiche Sonderrechte garantiert. Um die fürchten nun aber viele Bewohner.

Entzündet hatten sich die Proteste an einem geplanten Auslieferungsgesetz. Es sieht vor, dass den Bürgern Hongkongs der Prozess in China gemacht werden könnte – unter den dort geltenden Normen. Wegen der Proteste wurde das Gesetz auf Eis gelegt.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 23. August 2019 | 05:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 23. August 2019, 07:42 Uhr

3 Kommentare

jenma1 vor 3 Wochen

@blufre: wie alle deine Kommentare ist auch dieser sinnfrei und eine Unterstellung!
Schonmal in Hongkong gewesen? Ich bin hier, 7-8 mal im jahr.. erzähl doch mehr von deinen Erfahrungen über die megagewalt..,,

Blumenfreund vor 3 Wochen

Stimmung gegen die Demokratiebewegung in China? Da kann man nur lachen.
Twitter, Facebook und Youtube unterstützen also die gewaltsamen Ausschreitungen dort.

winfried1 vor 3 Wochen

Nutzerkontensperrung ... eine Zensur findet (nicht) statt ?!

Liebe Nutzer*Innen, wir haben unseren Kommentarbereich weiter entwickelt! Grundlage dafür waren auch die vielen konstruktiven Hinweise von Ihnen, wie z.B. zu doppelten Nutzernamen und das direkte Antworten auf einzelne Kommentare. Um nun mitzudiskutieren, registrieren Sie sich mit einer funktionierenden E-Mail-Adresse und klicken den Bestätigungslink an. Dann sollte es schon losgehen.
Einmal eingeloggt, können Sie in allen kommentierbaren Artikeln bei MDR.DE mitdiskutieren, können Ihre Kommentare verwalten und jederzeit einsehen. Wir können besser in die Diskussion kommen, Kommentare können von Ihnen bewertet und auch beantwortet werden, es ist ein übersichtlicherer Austausch möglich. Kommentare funktionieren in allen modernen Browsern. Gegebenenfalls müssen Sie ihren Browser aktualisieren.