Michael Kretschmer
Ministerpräsident Kretschmer (CDU) hat sich hinter die Aussage von Altbundespräsident Gauck gestellt. Bildrechte: dpa

"Selbstverständlichkeiten ausgesprochen" Kretschmer stellt sich hinter Gauck

Sachsens Ministerpräsident Kretschmer hat sich hinter die Forderung des Altbundespräsidenten Gauck nach einer "erweiterten Toleranz in Richtung rechts" gestellt. Gauck habe damit Selbstverständlichkeiten ausgesprochen.

Michael Kretschmer
Ministerpräsident Kretschmer (CDU) hat sich hinter die Aussage von Altbundespräsident Gauck gestellt. Bildrechte: dpa

Sachsens Ministerpräsident Kretschmer (CDU) hat sich hinter die Forderung von Altbundespräsident Gauck gestellt, toleranter in Richtung rechts zu sein. Er sagte MDR AKTUELL, "das sind eigentlich Selbstverständlichkeiten, die der Altbundespräsident ausgesprochen hat."

Rechtsextrem oder Linksextrem – das sind die Positionen, wo der Staatsanwalt kommt, wo wir mit aller Härte des Gesetzes auch dagegen vorgehen müssen. Und dazwischen muss jede Diskussion und Auseinandersetzung möglich sein.

Michael Kretschmer (CDU), Sachsens Ministerpräsident

Kretschmer sagte, er habe selbst nicht geglaubt, dass er einmal eine Persönlichkeit verteidigen müsse, die so eine große moralische Instanz sei. Die von Gauck geforderten Unterscheidungen müssten natürlich möglich sein.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 18. Juni 2019 | 08:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 18. Juni 2019, 08:58 Uhr

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62 Kommentare

19.06.2019 17:38 Ex - Thueringerin 62

@61. aus Dresden - von welcher "am Gemeinwohl orientierten" AfD sprechen Sie? - ich kenne nur die AfD, die ihren fuer Sommer geplanten Programmparteitag zur Sozialpolitik mangels Rentenkonzept-Einigung ins naechste Jahr verschoben hat. - wobei ich glaube, dass das ihr Wahlergebniss nicht schmaelern wird, da ein echter "Patriot" bekanntlich andere Prioritaeten hat.

19.06.2019 15:35 aus Dresden 61

" 19.06.2019 09:04 Sascha10 57
Die Merkelpolitik seit 2015 bedeutet für die gesamte CDU einen deutlichen Schritt nach links, Herr Kretschmer ist mitgelaufen sonst wäre er nicht mehr in der Partei. Der nicht mehr in der CDU vertretene konservativ-patriotische Teil hat jetzt in der AFD,... , eine neue Heimat gefunden und fühlt sich dort auch wohl."

Bin zwar vom aktiven CDU-Mitglied nur zum AfD-Stammwähler mutiert - aber ich finde die AfD sogar besser, sehr viel mehr am Gemeinwohl orientiert.

19.06.2019 13:49 Ex - Thueringerin 60

Ach, der Hr. Kretschmer wieder - sicher hat er nicht auf dem Schirm, dass alles Extreme zu naechst moderat beginnt. - Nazis und Co. werden nicht geboren, sondern entwickeln sich in einem speziellen gesellschaftl. Biotop u. Klima - ein Blick in Sachsens juengere Geschichte genuegt - ansonsten: hat der Landesvater keinen (Sprach-)Stilberater :" ...wo der Staatsanwalt kommt..." #autsch

19.06.2019 12:20 winfried zu (58)Peter Finger 59

>>Die CDU ist in Teilen, z-B. Werteunion bereits auf dem Weg dem autokratischen Orban zu folgen.<<
Orban zu folgen heißt wachsende Zustimmung des Wahlvolks erlangen ... siehe letzte EU-Wahl.

19.06.2019 11:21 Peter Finger 58

Die dauernde Gleichsetzung von CDU-Größen ist einfach nur noch pervers. Selbst nach dem Mord in Kassel hat Kretschmer nichts besseres zu tun, als offensichtlich durch diese Gleichsetzung den Rechtsextremismus zu verharmlosen. Die CDU Sachsen ist da ein spezieller Fall. Ihren klammheimlichen Wunsch mit der AfD eine Regierung zu bilden, ist offensichtlich. Die CDU ist in Teilen, z-B. Werteunion bereits auf dem Weg dem autokratischen Orban zu folgen.

19.06.2019 09:04 Sascha10 57

Die Merkelpolitik seit 2015 bedeutet für die gesamte CDU einen deutlichen Schritt nach links, Herr Kretschmer ist mitgelaufen sonst wäre er nicht mehr in der Partei. Der nicht mehr in der CDU vertretene konservativ-patriotische Teil hat jetzt in der AFD, was letztendlich nicht anderes ist als eine deutschlandweite CSU, eine neue Heimat gefunden und fühlt sich dort auch wohl. Merkel und Kretschmer hat diesen Teil ausgebürgert, damit die AFD auch protegiert und wollte diesem keine Träne nachweinen, doch leider sind es so viele, dass die Karre sich festgefahren hat, wie 89. Die sächsischen CDU sollte für die Zeit nach dem absehbaren Wahldebakel schon mal einen neuen Krenz aus ihren Reihen aussuchen, der dann die Verhandlungen führt, Kretschmer ist es auf jeden Fall nicht, vielleicht Patzelt.
Prost

19.06.2019 06:48 Lilly 56

"Sachsens Ministerpräsident Kretschmer hat sich hinter die Forderung des Altbundespräsidenten Gauck nach einer "erweiterten Toleranz in Richtung rechts" gestellt"

das kann er dann ab Herbst in der Opposition beweisen!

18.06.2019 20:56 Fragender Rentner 55

Versteht einer die Politiker?

Heute so und morgen so.

Was hatte Hr. Gauck mal gesagt und nun so und wie hat sich Hr. Kretschmer geäußert?

18.06.2019 20:41 Federico 54

Bei diesen Kommentaren
fehlen mir die Worte.
Es ist zum Fremdschämen .
" Leute , wisst ihr eigentlich ,
in welchem Land ihr lebt ?"

18.06.2019 18:03 fischotter 53

Vielleicht sollte sich so mancher noch einmal Reden von Franz Joseph Strauß gönnen. Das könnte allerdings zu erhöhtem Blutdruck führen. Dieser Politiker hatte schon damals Weitsicht und eine satte Mehrheit in Bayern. Seinen Nachfolgern war das nicht gegeben und auch die satten Mehrheiten sind mittlerweile Geschichte. Niemand hat damals übrigens von rechts oder rechtsextrem gesprochen.

Kretschmer mag sich hinter Gauck stellen und ich nehme ihm das sogar ab, als dieser jedoch seinerzeit von Hell- und Dunkeldeutschland schwadronierte blieb aber auch er still. Gauck hat mit dieser Aussage damals Öl ins Feuer gegossen. Heute rudert er zurück.

Im Vorfeld der LTW wird anscheinend darauf gesetzt, dass solche Äußerungen hoffentlich in Vergessenheit geraten sind. Das dürfte bei den aufmüpfigen Sachen allerdings ein sehr schwieriges Unterfangen werden, wie die OB Wahl in Görlitz gerade gezeigt hat.

Kommt es wieder, wie 1946 in der DDR, zur Vereinigung von Parteien?