Nach der Landtagswahl Eichsfelder CDU-Landrat offen für Zusammenarbeit mit der Linken

Der Landrat des Landkreises Eichsfeld, Werner Henning (CDU), hat sich gegenüber dem MDR-Magazin "exakt" klar für Gespräche seiner Partei mit der Linken ausgesprochen: "Ich fände es gut, wenn die CDU sich auch mit der Linken wie sie heute ist, versucht, offen zu befassen. Um dann zu einem Ergebnis zu kommen. Denn das Ziel muss sein, dass dieses Land regierbar bleibt. Es wäre vor zehn, 15 Jahren noch ein Tabubruch gewesen. Da dachte man bei 'Der Linken' an Klassenstandpunkt und ideologische Bekenntnisse. Davon kann man heute so nicht mehr reden.", sagt Henning.

Werner Henning
Werner Henning Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Die Landtagsergebnisse müssten Berücksichtigung finden. Henning beklagte außerdem eine zunehmende Bürgerferne seiner Partei: "Ich wünschte mir, dass sich die CDU in der Zusammenarbeit mit den Linken profiliert und gerade in ihrem Kerngeschäft auch konservative Grundwerte vertritt. Vielleicht ist man am Ende in vielen Dingen gar nicht so weit auseinander."

Der Landkreis Eichsfeld gilt als CDU-Hochburg. Beide CDU-Direktkandidaten gewannen ihren Wahlkreis mit 41,5 bzw. 49 Prozent.

Auch FDP-Abgeordnete für Gespräche mit der Linken

Auch die neu in den Thüringer Landtag gewählte FDP-Abgeordnete Ute Bergner aus Jena zeigt sich offen für Gespräche mit der Linken. Damit widerspricht sie der Position ihres Landes-Parteivorsitzenden Thomas Kemmerich. "Ich bin ein Mensch, der offen in die Welt geht. Der sagt: alles ist möglich. Wenn der Herr Kemmerich das nicht möchte, mach ich das.", betonte Bergner gegenüber MDR-"exakt". Politik müsse für die Menschen im Land gemacht werden.

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Exakt | 30. Oktober 2019 | 20:15 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 30. Oktober 2019, 13:05 Uhr