Fahrbahnverengung auf der Autobahn
Die FDP will eine bessere Baustellenplanung. Bildrechte: imago/CoverSpot

Gegen Staus auf Autobahnen Sächsische FDP fordert besseres Baustellen-Management

Auf 146 mitteldeutschen Autobahn-Abschnitten gelten derzeit Tempolimits - viele davon auf Baustellen. Häufig führen sie zu Staus. Die sächsische FDP fordert deshalb, die Bauplanungen zu verbessern sowie auf starkbefahrenen Abschnitten auch nachts zu bauen.

Fahrbahnverengung auf der Autobahn
Die FDP will eine bessere Baustellenplanung. Bildrechte: imago/CoverSpot

Angesichts des nahenden Ferienverkehrs fordert die sächsische FDP ein besseres Management auf Autobahn-Baustellen, um Mega-Staus zu verhindern. Der Bundestagsabgeordnete Torsten Herbst sagte, sehr oft seien Autobahn-Abschnitte wegen Baustellen lange abgesperrt, ohne dass etwas passiert. Bereits bei der Ausschreibung müsse jedoch klar sein, dass zügig mit dem Bau begonnen wird.

Nachtbaustellen wie in Bayern

Torsten Herbst
Der sächsische FDP-Bundestagsabgeordnete Torsten Herbst plädiert für Nachtschichten auf Autobahn-Baustellen. Bildrechte: dpa

Zugleich plädierte er dafür, auf stark befahrenen Autobahnabschnitten auch nachts zu bauen wie in Bayern. Das koste zwar mehr, aber wenn man den volkswirtschaftlichen Schaden von Staus und Unfällen heranziehe, dann lohnten sich Nachtbaustellen allemal.

Nach Angaben der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der sächsischen FDP gibt es derzeit 145 Tempolimits auf mitteldeutschen Autobahnen. Davon sind in Sachsen- Anhalt 13 und in Thüringen 26 Abschnitte zeitlich geschwindigkeitsbeschränkt - wegen Baustellen oder Straßenschäden.

Bezogen auf die Kilometer sind in Sachsen- Anhalt etwa 27 Prozent und in Thüringen rund 54 Prozent der Autobahnen tempobeschränkt. Für Sachsen liegen dazu keine Zahlen vor.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL FERNSEHEN | 15. Juni 2019 | 19:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 15. Juni 2019, 05:00 Uhr

Die Kommentierungsdauer ist abgelaufen. Der Beitrag kann deshalb nicht mehr kommentiert werden.

3 Kommentare

15.06.2019 23:34 berni 3

in der ddr gab es weniger autos. das sollte man mal als ziel formulieren. weniger utos, weniger staus. heute bauen wir uf 6 oder 8 spuren aus und stehen trotzdem im stau. warum??? falscher denkansatz.
ich habe 10 jahre in salzburg gearbeitet und bin nur mit Öffentlichen gefahren. kein stress, vorfahrt, super. Jahreskarte knapp 400 euro. Taktung am Abend halt etwas weniger. kann man sich drauf einstellen.

15.06.2019 23:28 Anton 2

Und noch eine Nachbesserung notwendig: wenn Unfall, sollte man viel schneller Autobahn von Wrack befreien. Zu oft dauert das mehrere Stunden, das ist viel zu viel. 15 Minuten sollten reichen.

15.06.2019 22:41 Walter 1

Der Mann hat durchaus recht.

Dann müssten die Ausschreibungen auch dementsprechend sein.

Explizite Nachtarbeit, zum Beispiel Zuschläge, Effektivitätsverlust, erhöhte Stromkosten..., kostet natürlich mehr Geld. Diese Geld will der öffentliche Auftraggeber aber scheinbar nicht ausgeben. Im Stau stehen ja die anderen. Und die Bösen sind die Bauleute.

Ich habe bisher keine Ausschreibung mit Bonus für verfrühte Fertigstellung gesehen, immer nur Strafe bei überziehung.