Rentenbescheid
Wird die gesetzliche Rente in Zukunft reichen? (Symbolbild) Bildrechte: imago/bonn-sequenz

Österreich, Schweiz und Niederlande Drei Renten-Systeme in Europa im Vergleich

Mit seinem Vorstoß zur Grundrente hat Bundesarbeitsminister Hubertus Heil Bewegung in die Rentenpolitik gebracht. Denn das deutsche Rentensystem steht vor großen Herausforderungen. Während die geburtenstarken Jahrgänge bald in den Ruhestand gehen, gibt es immer weniger Beitragszahler, die für die Rentner aufkommen können. Während die Bundesregierung über den richtigen Weg in der Rentenpolitik streitet, sind andere Länder in Europa da schon weiter - mit interessanten Ansätzen.

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Wird die gesetzliche Rente in Zukunft reichen? (Symbolbild) Bildrechte: imago/bonn-sequenz

Die Rentensysteme in Europa sind sehr verschieden. Als eines der besten gilt das der Niederlande. Das Modell basiert auf einer hohen Grundrente und einer verpflichtenden betrieblichen Altersvorsorge. Im Vergleich zu Deutschland eher höhere Renten gibt es auch in Österreich, die aber recht abhängig sind von der Finanzlage des Staates. Die Schweiz hat eine umfassende Volksversicherung ohne starken Bezug zu den vormaligen Einkommen, allerdings zudem auch eine obligatorische berufliche Zusatzversorgung.

Drei Rentensysteme im Vergleich

So ist das aktuelle Rentensystem in Deutschland organisiert

In Deutschland dient die gesetzliche Rentenversicherung vorwiegend der Altersvorsorge von Beschäftigten. Beamte und Selbstständige sind in der Regel anders abgesichert. Die gesetzliche Rentenversicherung in Deutschland ist ein Umlagesystem, bei dem die Gelder der Beitragszahler direkt an die Empfänger ausgeschüttet und nicht angespart werden. Beitragszahler erwerben im Gegenzug Rentenansprüche.

Arbeitnehmer und Arbeitgeber führen jeweils die Hälfte des Rentenbeitrags ab - dieser beträgt derzeit 18,6 Prozent des Bruttogehalts. Das Rentenniveau in Deutschland - die Höhe der Standardrente im Vergleich zum Gehalt eines Durchschnittsverdieners - beträgt derzeit 48 Prozent. Empfänger besonders niedriger Renten haben die Möglichkeit, eine Grundsicherung im Alter zu beantragen.

Das Renteneintrittsalter in Deutschland liegt derzeit bei 65 Jahren und acht Monaten, steigt aber bis 2029 auf 67 Jahre an. Für Versicherte mit mindestens 45 Beitragsjahren gelten Ausnahmen.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 05. März 2019 | 08:22 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 11. März 2019, 08:58 Uhr