Ein Landwirt steht auf einem vertrockneten Feld, auf dem nur wenige Maispflanzen wachsen
Zu welchen Konditionen es Dürrenothilfen geben wird, ist weiter unklar. Bildrechte: dpa

Ostagrarministerkonferenz Borkenkäfer und Dürrehilfen

Die Landwirtschaftsminister in Deutschland hatten vergangene Woche einiges zu besprechen. Die Felder leiden unter der Dürre, die Wälder unter den Borkenkäfern und außerdem braucht es eine Entscheidung in der Frage wie Ferkel zu kastrieren sind. Heute treffen sich die Landwirtschaftsminister der Ostländer mit den regionalen Bauernverbänden und werten aus, was in der vergangenen Woche besprochen wurde. Die ein oder andere bittere Pille ist auch dabei.

von Anne-Marie Kriegel, MDR AKTUELL

Ein Landwirt steht auf einem vertrockneten Feld, auf dem nur wenige Maispflanzen wachsen
Zu welchen Konditionen es Dürrenothilfen geben wird, ist weiter unklar. Bildrechte: dpa

Wer sich ein Bild machen will, wie sehr der Borkenkäfer in Sachsen-Anhalt gewütet hat, der muss nur mal mit der Brockenbahn fahren. Ganze Baumgruppen sind dem Schädling im Harz zum Opfer gefallen. Kerstin Eisenreich ist die agrarpolitische Sprecherin der Linken. Mit Blick auf die Agrarministerkonferenz sagt sie: "Und auch da hoffen wir, dass das auf der Bundessebene ein großes Thema war und ist. Weil es alle Bundesländer betrifft. Und ich glaube wir müssen uns wirklich bewusst machen, dass also der Wald auch als CO2-Speicher ein wichtiges Thema ist."

Vorerst keine Forst-Hilfen

Claudia Dalbert
Claudia Dalbert | Landwirtschaftsministerin Sachsen-Anhalt Bildrechte: Bündnis 90/DIE GRÜNEN Sachsen-Anhalt

Doch die Nachrichten, die die Grüne Landwirtschaftsministerin Claudia Dalbert mit nach Halle bringt, sind keine guten. Es wird vorerst keine Hilfen für den Forst geben. Zuerst müsse eine Arbeitsgruppe prüfen, ob die Voraussetzungen für Nothilfen erfüllt seien, sagte Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner letzte Woche. Anders beim Thema Dürre. Grundsätzlich steht fest: Es wird Nothilfen geben. Aber zu welchen Konditionen ist offen.

Trotzdem fährt Olaf Feuerborn vom Bauernverband Sachsen-Anhalt mit klaren Erwartungen nach Halle zu den Ostagrarministern. Er hofft, "dass wir ein bisschen mehr Klarheit kriegen beim Verwaltungsakt der Dürrebeihilfen, die jetzt für die Landwirte beantragt werden können. Dort hoffen wir, dass wir noch ein paar Vereinfachung hinbekommen."

Schnelle Auszahlung

Auch in der CDU-Fraktion herrschen klare Vorstellungen zu diesem Thema. Guido Heuer ist der agrarpolitische Sprecher seiner Fraktion. Mit Blick auf die Dürrehilfen sagt er: "Da erwarten wir natürlich eine ganz klare Positionierung auch unserer Agrarministerin Frau Prof. Dr. Dalbert für eine zügige Auszahlung der Dürrehilfen zu sorgen. Die erste Hilfe sollte noch im Jahr 2018 dringend erfolgen. Und die zweite Tranche, die zweite Hälfte spätestens im Januar 2019. Und alles andere bringt uns hier an der Stelle auch nicht weiter."

Auch der Ministerin liegt an einer schnellen Hilfe. Anfang Oktober will sie das Antragsverfahren für die Dürrehilfen eröffnen. Im November soll klar sein, wer Geld bekommen kann.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 01. Oktober 2018 | 05:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 01. Oktober 2018, 05:00 Uhr

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1 Kommentar

01.10.2018 15:58 Fragender Rentner 1

Wir als Waldbesitzer benötigen schnellwachsende Bäume, auch wenn es dann halt eine Monokulur ist. :-(

An langsamwachenden Bäumen können wir kein Geld verdienen. :-(