Verkehr ADAC nicht mehr grundsätzlich gegen Tempolimit

Anders als bisher ist der größte Automobilclub Deutschlands nicht mehr grundsätzlich gegen eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf Autobahnen. Dabei geht es um Fragen der Sicherheit und des Klimaschutzes.

Pannenhilfe Fahrzeug des ADAC bei der Fahrt zu einem Einsatz auf der Autobahn
Der ADAC ist nicht mehr gegen eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf Autobahnen. Bildrechte: imago images / Ralph Peters

In der Debatte um ein Tempolimit auf Autobahnen hat der ADAC seine jahrzehntelange ablehnende Haltung aufgegeben. Der Verband sei "nicht mehr grundsätzlich" gegen eine Geschwindigkeitsbegrenzung, sagte der ADAC-Vizepräsident Verkehr, Gerhard Hillebrand, der Deutschen Presse-Agentur.

Der ADAC ist mit gut 21 Millionen Mitgliedern der größte Automobilclub Deutschlands. Die Diskussion um die Einführung eines allgemeinen Tempolimits auf Autobahnen sei emotional und polarisiere, sagte Hillebrand. Der ADAC wolle sich daher nicht festlegen.

ADAC fordert Studie als Entscheidungsgrundlage

Eine Versachlichung sei dringend erforderlich. Die Auswirkungen eines Tempolimits sollten in einer umfassenden Studie als Entscheidungsgrundlage geklärt werden, fordert Hillebrand im Vorfeld des Verkehrsgerichtstages. Beim Klimaschutz werde bei einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 130 Stundenkilometern eine Einsparung von bis zu zwei Millionen Tonnen CO2 erwartet, sagte Hillebrand. Aber auch das sei vage.

Beim diesjährigen Verkehrsgerichtstag Ende Januar in Goslar befassen sich die Experten unter anderem mit der Aggressivität im Straßenverkehr, Fahranfängern und neuen Wegen zur Fahrkompetenz und Elektrokleinstfahrzeugen.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 24. Januar 2020 | 07:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 24. Januar 2020, 18:07 Uhr

20 Kommentare

Sachsin vor 4 Wochen

auf Dauer kann sich Deutschland nicht vernünftigen entziehen obwohl gewissenlose Raser dem ex Autokanzler huldigen, der Deutschland wirtschaftlich voran brachte und uns aus dem IRAK Krieg heraus gehalten hatte; europaweite 130 - 90 - 70 - 40 sind absehbar

nasowasaberauch vor 4 Wochen

Alles reglementieren ist Schwachsinn zumal 30% ohnehin schon begrenzt sind und den Rest erledigen der dichte Vekehr mit Unmengen an LKW. Alles schwatzt von 5G, aber dieses schnelle Datennetz für Verkehrslenkung und Verkehrssicherheit einzusetzen ist irgendwie gedanklich außen vor. Allen CO2 Sparfüchsen ist entgegenzuhalten: Was bringt uns dieser Aktionismus global gesehen? Die Prokopfideologen sollten aufhören Äpfel mit Birnen zu vergleichen, dh. Industrie- mit Entwicklungsländern.

emlo vor 4 Wochen

Nein, keineswegs ein Scherz. Pakistan hatte "harzer" ins Spiel gebracht und ich habe lediglich seine falsche Behauptung widerlegt. Und der deutsche Pro-Kopf-Ausstoß von CO2 ist trotz Veringerrung hier und Erhöhung in Asien immer noch weit höher als in den von "harzer" genannten Ländern (von China mal abgesehen, die sind inzwischen nicht mehr so weit weg von uns).