Jörg Meuthen (l), Co-Bundessprecher der AfD, winkt neben Alexander Gauland,  Fraktionsvorsitzender der AfD im Bundestag, nach Bekanntgabe des Abstimmungsergebnisses bei der Europawahlversammlung der Alternative für Deutschland.
Die AfD-Chefs Gauland (re.) und Meuthen in Magdeburg. Bildrechte: dpa

Europawahlversammlung in Magdeburg Meuthen AfD-Spitzenkandidat für Europawahl

AfD-Chef Meuthen ist Spitzenkandidat seiner Partei für die Europawahl im Mai 2019. Die AfD-Europawahlversammlung in Magdeburg wählte ihn mit 90 Prozent der Stimmen. Auch die Spendenaffäre und die Beobachtung durch den Verfassungsschutz sind Thema bei dem Treffen.

Jörg Meuthen (l), Co-Bundessprecher der AfD, winkt neben Alexander Gauland,  Fraktionsvorsitzender der AfD im Bundestag, nach Bekanntgabe des Abstimmungsergebnisses bei der Europawahlversammlung der Alternative für Deutschland.
Die AfD-Chefs Gauland (re.) und Meuthen in Magdeburg. Bildrechte: dpa

Der AfD-Vorsitzende Jörg Meuthen ist Spitzenkandidat seiner Partei für die Wahl zum Europaparlament. Die Europawahlversammlung der AfD wählte ihn am Freitag in Magdeburg mit rund 90 Prozent der abgegebenen Stimmen auf den ersten Listenplatz. Er war der einzige Kandidat.

Für Verbleib in der EU

Meuthen, der die AfD gemeinsam mit Alexander Gauland führt, ist bereits seit Ende 2017 Mitglied des Europäischen Parlaments - derzeit als einziger AfD-Abgeordneter.

Er stellte klar, dass er nicht für einen EU-Austritt Deutschlands plädiere. "Wir treten nicht an, um die EU kaputt zu machen." Zu AfD-Bündnispartnern zählte er den italienischen Lega-Chef Matteo Salvini, den österreichischen FPÖ-Vizekanzler Heinz-Christian Strache und den ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban.

40 Kandidaten für Europawahl

Die AfD-Delegierten wollen bis Montag 40 Kandidaten für die Europawahl im kommenden Mai bestimmen.

Einige Dutzend AfD-Gegner trafen sich in Magdeburg zu einer Gegenveranstaltung. Dort sprach der Chef der SPD-Jugendorganisation Jusos, Kevin Kühnert.

Weidel weist Vorwürfe zu Spendenaffäre zurück

Das Treffen in Magdeburg wird von der Affäre um Parteispenden aus dem Ausland überschattet. Die Parteispitze stellte sich dabei hinter die Vorsitzende der Bundestagsfraktion, Alice Weidel. In einer Erklärung hieß es: "Der Bundesvorstand sieht keinerlei Verschulden bei Frau Dr. Alice Weidel." Alle vorübergehend eingegangenen Zahlungen seien von der Partei zurückgezahlt worden.

Weidel hatte zuvor eine persönliche Erklärung zu der Angelegenheit abgegeben. Sie sagte, die Anschuldigungen seien ihr nur aus den Medien bekannt. Die dort berichteten Sachverhalte seien "in wesentlichen Punkten falsch, unvollständig und tendenziös".

Verfassungsschutz beobachtet JA Baden-Württemberg

Unterdessen teilte das baden-württembergische Landesamt für Verfassungsschutz mit, den Landesverband des AfD-Nachwuchses Junge Alternative (JA) zu beobachten. Schriften, Äußerungen und Positionen von Funktionären und Gliederungen der JA im Südwesten seien nicht mit wesentlichen Verfassungsgrundsätzen vereinbar. "Außerdem bestehen Bezüge der JA BW zu Rechtsextremisten, die auf gemeinsame verfassungsfeindliche politische Ziele hindeuten."

Der JA-Landesvorsitzende Moritz Brodbeck kündigte an, er und vier weitere Mitglieder des zehnköpfigen Landesvorstands würden aus der Nachwuchsorganisation austreten. Sie seien nicht mehr bereit, für die Verfehlungen anderer einzustehen.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 16. November 2018 | 20:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 16. November 2018, 21:07 Uhr

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36 Kommentare

18.11.2018 17:43 Dorfbewohner 36

“Peter 23

In Zukunft wird in den MDR-Foren nicht mehr über das Ende der EU spekuliert.
In Zukunft wird auch niemand mehr fordern, den Souverän nach einem Austritt aus der EU zu befregen.
Meuthen hat ein Machtwort gesprochen. Der Verbleib Deutschlands in der EU wird nicht in Frage gestellt…”

Dieses Getue ist für einen Leser schon ziemlich anstrengend, Tatsache!

Es haben schon sehr viele User versucht Ihnen beizubringen, dass eben nicht alle persönlichen Meinungen, so wie z.B. auch die europakritischen, AfD-bedingt sind. Dieses Entweder-oder-Getue war eigentlich ein spezielles Merkmal der Honeckerparteigenossenclique im beigetretenden Landesteil, allerdings lang her und dass Gott sei Dank.

18.11.2018 17:34 Wessi 35

@ 34 Danke für die Antwort.Antwort?Wissen Sie, was ein Aal ist? Die Wähler der CDU errechnen sich in der Tat aus AKK,Spahn+Merz-Wählern...wenn die beim Merkelkurs bleibt,das macht dann 100% ...was hat das mit ZK zu tun?Heute gibt es Merkelwähler+die,die zähneknirschend dabei geblieben sind+die lieber einen konservativeren Kurs hätten, für die die AfD aber eben nicht konservativ ist, sondern...! Na, was tun nun die Merkelwähler wenn die CDU nach rechts geht?

18.11.2018 16:53 Wo geht es hin? 34

@Wessi - Zitat von Ihnen: "Schon wieder ignorieren Sei absolut blind, daß es viele Merkelwähler gibt, dazu kommen die Merz-Wähler+der, der will die AfD halbieren." Zitat Ende. Wenn wir dann die Wähler von AKK und Spahn noch mit dazuzählen, sind wir bei über 100 % - gelle? Manchmal könnte man fast glauben, Sie wären früher beim ZK gewesen...

18.11.2018 16:45 Voice 33

@007

Sie jonglieren mit Prozentzahlen, dass es Gauland und Co schwindelig würde. Und plötzluch ist es Ihnen egal, wieviele AFD-ler ins Europaparlament einziehen? Das zeigt ein weiteres Mal, dass Sie offenbar keinerlei Regierungsvrrantwortung anstreben, sondern nur stören und stänkern wollen.

Und es tut mir leid, wenn ich Ihnen vielleicht jetzt die Sonntagslaune verderbe, aber der Schreiber "Wessi" hat völlig recht. Die Bürgerlichen im Westen werden niemals AFD wählen. Da hat die CDU ihre Basis. Und sollte Friedrich Merz die neue Führungsfigur der Christdemokraten werden, bleibt die AFD für immer nur eine Randerscheinung. Und das wünsche ich mir sehr!

Beste Grüße aus der Messestadt!!

18.11.2018 15:52 007 32

@ Voice 27 ... Sicher bin ich nicht, aber es ist sehr wahrscheinlich. Natürlich gehört für mich bei diesen wunderschönen Debatte hier im Forum auch die zweckmäßige Übertreibung dazu, ist doch klar. Ob jetzt 20/30 oder 40 AfD Abgeordnete ins EU Parlament einziehen ist doch BoWo. Der Trend ist wichtig u der ist klar. Die Sozis gehen u wir Blauen kommen. Jetzt werden zwar Wessi u Peterle wieder weinen. Aber so ist das Leben ...

18.11.2018 15:32 Wessi 31

@ 30 Also: wie wählen die Merkelanhänger der CDU-Wählerschaft, wenn sich die Union nach rechts wendet? Und: Ostbrille ab.Im Westen wird man kaum eine Partei wählen, die, lt. Nachfolger von Maaßen, vllt. vom Verfassungsschutz beobachtet werden soll.Die Spitzenkandidaten der AfD gehören zu den Höcke-Leuten, unwählbar für die westlichen Bürgerlichen.Wie kommen Sie auf 40%??

18.11.2018 14:39 007 30

@ Wessi 24 ... Ich verstehe keinen Ton Wessi. Können sie das auch mal auf deutsch ...

18.11.2018 13:53 [Nutzername wegen Verstoß gegen die Richtlinien entfernt. Die MDR.de-Redaktion] 29

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18.11.2018 13:41 [Nutzername wegen Verstoß gegen die Richtlinien entfernt. Die MDR.de-Redaktion] 28

[Wegen des Verstoßes gegen unsere Richtlinien (http://www.mdr.de/service/kommentarrichtlinien100.html) wurde dieser Kommentar entfernt. Die MDR.de-Redaktion]

18.11.2018 12:41 Voice 27

@007

Sie sind sich sicher, dass die AFD 40 Abgeordnete für Europa stellt, obwohl diese selbst nur mit 20 rechnet? Und dann bezeichnen Sie sich selbst als weitsichtigen, vorrausschauenden, realistischen Mutbürger?

Vielen Dank! Ihr köstlicher Humor rettet mir den Sonntag. Ich habe lange nicht so herzlich gelacht!

Beste Grüße aus der Messestadt!!