Deutsche Arbeitgeberverbände Länger arbeiten für geringere Sozialabgaben

Um Betriebe bei den Sozialabgaben zu entlasten, sollten die Bürger nach Ansicht der Arbeitgeber länger arbeiten. Zu diesem Ergebnis kommt eine von der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände eingesetzte Kommission. Andernfalls könnten die Abgaben bis 2040 auf bis zu 50 Prozent steigen.

Auf Geldscheinen steht der Schriftzug Lohnabzuege.
Länger arbeiten, damit die Lohnabzüge nicht weiter steigen? Das fordern die deutschen Arbeitgeberverbände. Bildrechte: dpa

Um Betriebe bei den Sozialabgaben zu entlasten, sollten die Bürger nach Ansicht von Arbeitgebern länger arbeiten. Zu diesem Ergebnis kommt eine vom Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) eingesetzte Kommission zur Zukunft der Sozialversicherung.

Unbequeme Maßnahmen gegen Erhöhung der Sozialabgaben

Nur mit konsequenten Reformen und teils unbequemen Maßnahmen könne erreicht werden, dass die Beitragsbelastung dauerhaft unter 40 Prozent bleibe, heißt es in dem Abschlussbericht, der am Donnerstag vorgestellt wurde. In dem Bericht steht auch, dass auf Basis des derzeit geltenden Rechts ein Anstieg der Sozialabgaben auf knapp 50 Prozent des Gehalts bis 2040 zu erwarten sei.

Die Kommission empfiehlt, dass die Regelaltersgrenze für den Renteneinstieg ab 2031 weiter heraufgesetzt wird. Sie soll automatisch an die seit Jahren steigende Lebenserwartung gekoppelt werden: Steigt die Lebenserwartung um ein Jahr, sollen die Menschen ein Dreivierteljahr länger arbeiten. Wer vorzeitig in Rente geht, soll höhere Abschläge in Kauf nehmen müssen als bisher – wer freiwillig länger arbeitet, höhere Zuschläge bekommen.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 13. August 2020 | 16:00 Uhr

130 Kommentare

wo geht es hin vor 23 Wochen

@Wessi: Bei der Beamtenbesoldung gibt es keine "manche". Selbst die unterste Besoldungsgruppe ist immer noch besser bezahlt, als eine Verkäuferin oder eine Reinigungskraft. Und wenn es den staatsbesoldeten zu wenig ist - ja warum gehen die dann nicht in die von Ihnen angeführte Grossindustrie? Wäre ja der nächst logische Schritt - oder? Ich hab da so eine Ahnung....

Wessi vor 23 Wochen

@ wgeh ...armer Unternehmer!Jammer,jammer.All' das was Sie anführen, wird steuerlich berücksichtigt!Und mit dem drohen von Teuerung für den Endverbraucher kommen Sie nicht weit bei mir.Das Geld, meine Rente, habe ich mir erarbeitet, die Höhe von Betriebsrente etc. und letztendlich auch die DRV-Rente haben die Gewerkschaften durch gute Abschlüsse erstritten.Ihre Anmutungen sind überheblich+mir als langjährigem Gewerkschafter unterzujubeln, ich hätte keine Ahnung, finde ich nur komisch, denn Sie bestätigen mit nur Ihre Ferne zur "SOZIALEN Marktwirtschaft" .Wie zitierte ich Sie richtig?"ICH ALS",egoego...!Das $-Zeichen im Gesicht.Wie diese Kommission.

wo geht es hin vor 23 Wochen

Schön, dass Sie hier der werten Leserschaft mal offenbaren, wie wenig Sie eigentlich wissen. Sie fordern noch mehr Abgaben von den Arbeitgebern? Wissen Sie überhaupt, wieviel mehr ich schon so als ein normaler Arbeitnehmer abgeben muss? Da kommt die IHK, die BG oder die Betriebshaftpflicht und alle halten weit die Hand auf. O.k., machen wir das mal und lassen die AG noch mehr abgeben. Was wird passieren? Richtig: der AG legt das zumindest zum Teil auf den Endverbraucher (ja - das sind auch Sie) um und alles wird teurer. Aber bei Ihnen kommt das Geld ja aus dem Automaten, also stört Sie das ja wohl nicht. Sie sollten mal einen Grundkurs in Ökonomie oder Wirtschaftslehre machen und sich dann wieder zu Wort melden. Oder Sie beleidigen eben weiter die Intelligenz der Leser hier.