Ein Kunde geht durch die Tür eines Jobcenters
Die Beiträge für die Arbeitslosenversicherung sinken. Bildrechte: dpa

Bundestag Arbeitslosenbeitrag sinkt ab Januar

Der Beitrag für die Arbeitslosenversicherung wird ab Januar um 0,5 Prozentpunkte sinken. Von dieser Neuerung profitieren sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer. Mit dem Qualifizierungschancen-Gesetz wird auch die Förderung von Weiterbildungen ausgeweitet.

Ein Kunde geht durch die Tür eines Jobcenters
Die Beiträge für die Arbeitslosenversicherung sinken. Bildrechte: dpa

Der Beitrag zur Arbeitslosenversicherung wird um 0,5 Prozentpunkte sinken. Der Bundestag billigte am Freitag sowohl die stärkere Förderung der beruflichen Weiterbildung als auch einen niedrigeren Arbeitslosenversicherungsbeitrag von 2,5 Prozent des Bruttoeinkommens.

Der Beitrag verringert sich bei einem Bruttolohn von 2.000 Euro 2019 um 10 Euro – dabei werden Arbeitnehmer und -geber jeweils um die Hälfte entlastet. Ab 2022 soll der Beitrag dann wieder etwas ansteigen, und zwar auf 2,6 Prozent.

Die Änderungen bei der Arbeitslosenversicherung sind Teil des sogenannten Qualifizierungschancen-Gesetzes. Die Bundesregierung will mit diesem Gesetz den Wandel auf dem Arbeitsmarkt besser bewältigen.

Weiterbildungsangebote der Bundesarbeitsagentur weiter geöffnet

So soll die Förderung von Weiterbildungen durch die Bundesagentur für Arbeit für all jene geöffnet werden, deren Job durch die Digitalisierung bedroht ist oder die sich für einen sogenannten Engpassberuf, also einen Mangelberuf, qualifizieren wollen. Kleine Betriebe sollen am stärksten von der Förderung profitieren. Heil zufolge sind durch den digitalen Strukturwandel bis 2025 voraussichtlich 1,3 Millionen Arbeitsplätze in Gefahr. Zugleich werden laut Heil zwei Millionen neue entstehen.

Auch Weiterbildungen für Aufstocker sollen künftig besser gefördert werden. Arbeitslose sollen leichter Arbeitslosengeld I beziehen können.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 30. November 2018 | 11:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 30. November 2018, 12:28 Uhr

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26 Kommentare

02.12.2018 17:50 Kritischer Bürger 26

@Peter 25: +... Dadurch zahlen Arbeitnehmer mit einem Einkommen von 3.000 Euro monatlich ca. 15 Euro weniger, Rentner mit einer gesetzlichen Rente von 1.200 Euro ca. 6 Euro monatlich weniger....+
(Gültig ab 01.01.2019)
Was also sind gerade mal 15 € wenn der Alltagsbedarf (über 30Tage = 1 Monat) mehr als nur ca.15 € teurer werden? Mehr Geld und niemand kann sich daher mehr leisten!

02.12.2018 16:11 Peter 25

@24: Mensch Bürger, warum machen Sie sich nicht erst kundig, bevor Sie etwas schreiben.
Natürlich wirken sich die Freibeträge sofort bei der Berechnung der Steuer aus. Die Lohnsteuerpflicht setzt erst oberhalb dieser Freibeträge ein.
Zum Anderen: Die Parität der GKV-Beiträge lassen Sie mal ganz unter den Tisch fallen. Auch das wird sich ab 2018 auf dem Lohnzettel positiv auswirken.
Also bitte, wer nach wie vor der Meinung ist, dass die Arbeitnehmer nächstes Jahr weniger netto verdienen als heute, melde sich.

02.12.2018 13:52 Kritischer Bürger 24

@Peter 21: Ach nein, den Gehaltsrechner gibt es heute schon und da kann man sage und schreibe schon für 2019 das Einkommen berechnen lassen. Nur bei diesem Gehaltsrechner kann niemand den Beitrag der Pfegeversicherung eingeben. Geht der dann vom NETTO AB? Sicher! Also doch wieder linke Tasche > rechte Tasche! Bleiben nur die Freibeträge welche ja sicherlich erst zur Steuererklärung nützlich sind, aber nicht für den jeweiligen laufenden Monat! Man gut das ich inzwischen nun Rentner bin.

01.12.2018 22:10 Bronko 23

01.12.2018 15:59 Peter 21

Jetzt wissen wir zuindest, Peterchen ist im öffentlichen Dienst.


Glückwunsch!

WAS interessiert mich ein Kinderfreibetrag, wenn ich Kindergeld (meine Frau) in sagenhafter Höhe bekomme, das nicht mal reicht, um die Kita zu bezahlen und diese Kita eben erst die Zuwendung erhöht hat, lieber Peter??? Junge, was bist Du für ein Schwätzer! Und ich bestehe darauf, das dieses Statement veröffentlicht wird, schon alleine, um diesen Peter zu demaskieren! Nein, uns wird nichts weggenommen, es werden uns aber auch nicht 50 Milliarden ausgezahlt, lieber Peter.

01.12.2018 19:07 Dorfbewohner 22

“Peter 11
...Zusätzlich werden sich der höhere Grundfreibetrag...

...Noch mal meine Frage: Hat der von mir benannte Arbeitnehmer im Januar 2019 mehr Netto in der Lohntüte?”

Ich bin zwar nicht der “Schrumpel 10” aber ich habe gleich mal die erste Strophe ihrer Lobeshymne nachgerechnet:

Der Grundfreibetrag wird von 9.000 Euro (2018) auf 9.168Euro (2019) angehoben, das sind im Jahr weniger Steuern auf 168€, bei rund 17%(?) Steuern sind das gut 28€ im Jahr, pro Monat folglich rund 2,40€…

Ein Weiterrechnen ihrer anderen Wundertüten erspare ich mir, werter Peter!

01.12.2018 15:59 Peter 21

@14: Mein leiber Bürger, vom Kindergeld haben ich nicht geschrieben.
Aber bitte informieren Sie sich, wie sich erhöhte Grund- und Kinderfreibeträge auf den Nettolohn auswirken.
Übrigens: Ich brauch nicht bis zur ersten Gehaltsauszahlung im Januar warten. Es gibt Anfang Januar im Internet Gehaltsrechner, die Auskunft geben, ob mehr in der Lohntüte ist.
Wie gesagt, ich bin mir da sicher. Ich werde Sie zu gegebener Zeit informieren.

01.12.2018 11:57 Kritischer Bürger 20

Thematik WEITERBILDUNG!
+...So soll die Förderung von Weiterbildungen durch die Bundesagentur für Arbeit für all jene geöffnet werden, deren Job durch die Digitalisierung bedroht ist oder die sich für einen sogenannten Engpassberuf, also einen Mangelberuf, qualifizieren wollen....+
Also aus den Arbeitsbereich in die Pflege und wie hatte ich schon so oft geschrieben: ES WERDEN BERUFSERFAHRUNGEN zu Grunde gelegt. Das wird sich nicht ändern, sei denn wie das NEUE FÖRDERPROGRAMM für die Aufnahme von Langzeitarbeitslosen an die "einstellenden ArbG" wird auch hier in ähnlicher Form zu Grunde gelegt!
Theorie und Praxis sind "zwei verschiedene Paar Schuhe" und in jeder Weiterbildung KANN NUR Theorie vermittelt werden. Für Weiterbildung im Bereich DIGITALISIERUNG hat die Bundesagentur für Arbeit kein Geld. Bei anderen Berufsbereichen geht es nur darum Geld (Lohnkosten zu drücken) zu sparen!

01.12.2018 11:16 Kritischer Bürger 19

Muss mich verbessern: Die Kindergelderhöhung kommt erst im Juli 2019. Also wird bei dem Kom.11 bzw. 8 nicht einmal das Kindergeld bis Juli 2019 mehr!

01.12.2018 11:06 Kritischer Bürger 18

@Peter 11: +...Noch mal meine Frage: Hat der von mir benannte Arbeitnehmer im Januar 2019 mehr Netto in der Lohntüte?...+ Dann mal abwarten muss aber wohl leider bis fast Mitte Februar 2019 warten!
Was ist bei den Armen wo pro Tag allein in Sa.-Anh. TÄGLICH bis zu 50.000 Menschen versorgt werden. Hochgerechnet auf 16 Bundesländer was kommt dabei raus? Ist zwar hier nicht das Thema aber in einem entsprechendem Forum werde ich darauf zurück kommen. Von wegen in D gibt es keine Armut denn indirekt müssen auch die Armen Bürger die höheren Alltagskosten erbringen wenn sie nicht zur Tafel gehen wollen. Was also bringen dann mehr Einkommen bei steigenden Preisen im Alltag für diese Gesellschaftsschicht bei sinkendem Arbl.-Versicherungsbeitrag? Jeder kann ArbL werden.

01.12.2018 10:59 Fragender Rentner 17

Wie sagte einer der mehrere Heime in Deutscland mit betreibt?

Bei uns kostet ein Heimplatz mindestens 1.500,- € aber wir sind nicht die teueresten. :-(

Wermute, dass da etwas anderes bei denen im Vordergrund steht nur ob es der Mensch ist?