Soforthilfen Anschlag in Hanau: Mehr als eine Million Euro für Opferfamilien

Drei Monate nach dem rassistisch motivierten Attentat von Hanau sind den Familien der Opfer mehr als eine Million Euro Soforthilfen ausgezahlt worden. Die Hilfen stammen aus einem Fonds des Bundesjustizministeriums.

Forensiker arbeiten an einem Tatort in Hanau-Kesselstadt an einem Mercedes.
Polizisten sichern nach dem Anschlag in Hanau Spuren. Bildrechte: dpa

Drei Monate nach dem Hanauer Attentat sind Soforthilfen in Höhe von mehr als einer Million Euro zur finanziellen Unterstützung der Hinterbliebenen geleistet worden.

Die Zahlungen seien rasch geflossen, sagte die städtische Opferbeauftragte Silke Hoffmann-Bär. Die Hilfen stammten aus einem Fonds des Bundesjustizministeriums für Opfer von extremistischer Gewalt. Ehepartner, Kinder und Eltern von Getöteten bekommen nach Antrag 30.000 Euro und Geschwister 15.000 Euro.

Ermittler sehen rassistisches Motiv

Am Abend des 19. Februar hatte in Hanau ein 43-jähriger Deutscher neun Menschen mit ausländischen Wurzeln erschossen. Er soll auch seine Mutter umgebracht haben, bevor er sich selbst tötete.

Die Ermittler gehen von einer Tat aus rassistischen Motiven aus. Vor der Tat hatte er Pamphlete und Videos mit Verschwörungstheorien und rassistischen Ansichten im Internet veröffentlicht.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 17. Mai 2020 | 15:00 Uhr