Verfolgte des Naziregimes Auschwitz-Komitee: Entzug der Gemeinnützigkeit der VVN ist Skandal

Die "Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten" hat ihre Gemeinnützigkeit verloren. Das Internationale Auschwitz-Komitee spricht von einem Skandal.

Ein Gedenkstein mit der Aufschrift "Die Opfer der imperialistischen Willkür mahnen die Lebenden - Kämpft für den Frieden".
Ein Gedenkstein von der VVN: "Die Opfer der imperialistischen Willkür mahnen die Lebenden - Kämpft für den Frieden", steht dort. Bildrechte: dpa

Das Internationale Auschwitz-Komitee hat es als Skandal bezeichnet, dass der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes die Gemeinnützigkeit aberkannt wurde.

Mann mit Bart spricht in MDR-Mikrofon
Bildrechte: Boris Buchholz/Internationales Auschwitz-Komitee

Die VVN ist 1947 von jüdischen und nicht-jüdischen Überlebenden der Konzentrationslager und Folterkeller der Nazis gegründet worden. Diese Überlebenden haben Generationen junger Menschen in Deutschland, die sich heute im demokratischen Spektrum Deutschlands engagieren, sozialisiert und politisiert.

Christoph Heubner, Exekutiv-Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees

Skandal, der Ansehen Deutschlands beschädigt

Dass diese Organisation aus der Gemeinschaft der Demokraten hinausgeworfen worden sei, beschädige das Ansehen Deutschlands und sei ein Schritt, der "das gemeinsame europäische Engagement gegen Rechtsextremismus und Antisemitismus erheblich schwächt."

Das Finanzamt Berlin hatte der Vereinigung der Nazi-Verfolgten die Gemeinnützigkeit aberkannt. Als Grund gab die Behörde an, dass der Verein vom bayerischen Verfassungsschutz als linksextrem eingestuft werde.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 23. November 2019 | 12:30 Uhr

29 Kommentare

MDR-Team vor 42 Wochen

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der DITIB e.V. profitiert wie jeder andere eingetragene Verein von der Möglichkeit, dass Mitglieder ihre Beiträge von der Steuer absetzen können.
Die Redaktion weist darauf hin, dass die Förderung des DITIB durch den Bund binnen zwei Jahren um 90 Prozent gekürzt wurde. Zuletzt erhielt der Verein Zuschüssen von weniger als 300.000 Euro.

Ob ein Verein als gemeinnützig gilt, darüber entscheidet die Finanzverwaltung.

Die MDR.de-Redaktion

H.E. vor 42 Wochen

@ElBuffo - Über Gemeinnützigkeit kann man sich ja wirklich streiten. Aber was für mich nicht absolut gemeinnützig ist, sind die Muslimverbände, die dadurch auch Geld einkassieren und DITIB wird ja direkt von unserem hart erarbeiteten Steuergeld gesponsert. DITIB einhundertprozentig von ERDOGAN inhaltlich abhängig in D bezahlen wir noch, geht schon gar gar nicht. - Auch wenn Merkel und auch seinerzeit ehem. Bundespräsident Wulf zweitweilig gebetsmühlenartig sagten, der ISLAM gehört zu D und auch bei uns Religionsfreiheit besteht, so gehört er für mich noch lange nicht zu D. Deutschland ist ein christlich/jüdisch geprägtes Land und so soll es auch bleiben.

Querdenker vor 42 Wochen

Zitat: „Skandal, der Ansehen Deutschlands beschädigt“

Der Skandal ist, dass viele Jahre scheinbar Linksextremisten mit Steuergeld unterstützt worden sind!

siehe „politische Bildung Brandenburg Gefahr von links Antifaschismus als Thema“ (2008)

Zitat: „Zu den aus bündnispolitischen Absichten heraus im Antifaschismus-Bereich von Kommunisten gegründeten Organisationen gehört auch die "Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten" (VVN-BdA). … … bestand die Führung aus Angehörigen oder Sympathisanten der KPD bzw. DKP, die wiederum den Weisungen ihrer Partei verpflichtet waren und über sie finanzielle Mittel aus der DDR zur Aufrechterhaltung des Apparats erhielten.“

Zitat: „Linksextremisten nutzen die Agitation mit dem Antifaschismus darüber hinaus, um ihnen unliebsame politische Auffassungen von Andersdenkenden zu diskreditieren.“