Ein Elektroauto lädt im Zentrum von Leipzig (Sachsen).
Ein Elektroauto wird in der Innenstadt von Leipzig aufgeladen. Bildrechte: dpa

Berlin Höhere Kaufprämie für E-Autos vereinbart

Vertreter aus Politik und Automobilbranche haben im Kanzleramt in Berlin über mehr Anreize für E-Autos beraten. Eine höhere Prämie soll die Nachfrage ankurbeln. Doch nicht nur das.

Ein Elektroauto lädt im Zentrum von Leipzig (Sachsen).
Ein Elektroauto wird in der Innenstadt von Leipzig aufgeladen. Bildrechte: dpa

Bundesregierung und Autoindustrie haben sich bei einem Spitzentreffen auf eine milliardenschwere höhere Kaufprämie für Elektroautos verständigt. Beide Seiten übernehmen wie bisher jeweils zur Hälfte die Kosten. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) sagte nach dem Autogipfel, es gehe jetzt darum, Tempo zu machen und E-Autos alltagstauglich zu machen. "Wir brauchen jetzt die Massenwirksamkeit der Mobilität von morgen." In einer Erklärung der Regierung hieß es außerdem:

Die Chancen des technologischen Wandels hin zu klimafreundlicheren Antrieben und digitaler Mobilität müssen voll genutzt werden und Deutschland soll global führender Standort für die Automobilindustrie der Zukunft bleiben.

Erklärung der Bundesregierung

Bisherige Prämie bis 2020

Die vor mehr als drei Jahren eingeführte Prämie wäre 2020 ausgelaufen. Sie soll nun bis Ende 2025 verlängert werden. Die Kaufprämien für E-Fahrzeuge wurden deutlich aufgestockt. Konkret wurde vereinbart:

  • 6.000 Euro für den Kauf eines reinen E-Autos bis 40.000 Euro (Listenpreis)
  • 5.000 Euro für den Kauf eines reinen E-Autos über 40.000 Euro (Listenpreis)
  • 4.500 Euro für den Kauf eines Plug-In-Hybrids von bis zu 40.000 Euro (Listenpreis)

Deutlich mehr E-Ladestationen?

Eine weitere Vereinbarung sieht vor, den Ausbau der Ladesäulen zu beschleunigen. Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) erklärte am Montagabend, bis 2022 sollten in Deutschland 50.000 neue Ladestationen entstehen. Die Automobilwirtschaft werde davon 15.000 öffentliche Ladepunkte beisteuern. "Das ist gut, das ist ein Schritt vorwärts", sagte Weill, der nicht verhehlte, dass die Ziele höher hätten gesetzt werden können. Derzeit gibt es rund 21.000 öffentliche Ladepunkte. Die Bundesregierung hatte angekündigt, bis 2030 eine Million öffentliche Ladepunkte zu schaffen.

Der Präsident des Autoverbandes VDA, Bernhard mattes, sprach von einem "guten Paket". Dies sei ein weiterer Schritt nach vorne zur "Mobilität der Zukunft". Es gehe beim Umbruch der Branche auch darum, Beschäftigung zu sichern.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 04. November 2019 | 22:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 05. November 2019, 02:18 Uhr