An der Universität in Leipzig sitzen Lehramts-Studenten vom ersten Semester in einer Vorlesung.
Mehr Bafög für Studenten, hier in einer Vorlesung an der Universität in Leipzig. Bildrechte: dpa

Neuer Gesetzentwurf Bald mehr Bafög für Schüler und Studenten

Die Bundesregierung reformiert das Bafög. Ab Herbst dieses Jahres soll es für Studenten und Schüler deutlich mehr Geld geben, teilte Bildungsministerin Anja Karliczek mit. Kritikern reicht die Erhöhung nicht aus.

An der Universität in Leipzig sitzen Lehramts-Studenten vom ersten Semester in einer Vorlesung.
Mehr Bafög für Studenten, hier in einer Vorlesung an der Universität in Leipzig. Bildrechte: dpa

Studenten und Schüler sollen ab dem Wintersemester 2019 mehr Bafög bekommen. Für eine entsprechende Reform will der Bund über 1,8 Milliarden Euro ausgeben, sagte Bildungsministerin Karliczek bei der Vorstellung eines Gesetzentwurfs.

Demnach sollen sowohl die Grundpauschale als auch der Wohnzuschlag und der Zuschlag für die Kranken- und Pflegeversicherung steigen. Dadurch erhöhe sich der Bafög-Höchstsatz in zwei Stufen bis 2020 von derzeit 735 Euro auf rund 850 Euro. Den Höchstsatz erhalten Studenten, die nicht bei den Eltern wohnen und selbst krankenversichert sind.

Eine Hand mit einem Stift über einem Antrag auf Ausbildungsförderung nach BAföG
Ein Antrag auf Ausbildungsförderung nach Bafög. Bildrechte: imago/suedraumfoto

Festgelegt wurden demnach weitere Erleichterungen. So sollen die Freibeträge für das Einkommen der Eltern in drei Schritten um 16 Prozent angehoben werden. Dadurch können in Zukunft mehr junge Menschen vom Bafög profitieren. Außerdem soll Bafög-Beziehern die Rückzahlung des Darlehensanteils ganz erlassen werden, wenn sie dazu aufgrund schlechter wirtschaftlicher Verhältnisse nicht binnen 20 Jahren in der Lage sind.

Studentenwerk kritisiert Erhöhung als zu niedrig

Die Zahl der Bafög-Empfänger sinkt seit Jahren. Im Jahr 2017 erhielten laut Statistischem Bundesamt 225.000 Schüler und 557.000 Studenten die staatliche Ausbildungsförderung. Das waren fünf Prozent weniger als im Jahr zuvor.

Vertretern von Gewerkschaften, Grünen und Studentenwerk geht die Reform nicht weit genug. Der Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks Achim Meyer auf der Heyde sagte, die Grundpauschale müsse deutlich höher liegen, damit der Bedarf gedeckt werden könne. Er forderte auch eine höhere Wohnpauschale vor allem für Studienanfänger bei Neuvermietungen.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 18. Januar 2019 | 20:45 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 18. Januar 2019, 20:31 Uhr

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2 Kommentare

20.01.2019 17:47 Anni 2

Wenn man wirklich etwas tun will, muss man viel mehr Studentenwohnheime bauen. Dort sollten die Studenten, solange Sie in der Regelstudienzeit studieren, preiswert wohnen können.

19.01.2019 10:28 Fragender Rentner 1

So so, wo sie jetzt immer mal die Schule schwänzen wollen, dafür soll es noch mehr Bafög geben?

War doch angeblich für die Umwelt die Schwänzerei?