Beziehungskrise zwischen den Eltern, Tochter leidet mit
Jedes Jahr sind laut Justizministerin Barley rund 200.000 Kinder von der Scheidung ihrer Eltern betroffen. Bildrechte: IMAGO

Bundesjustizministerin Barley will Trennungsfamilien finanziell entlasten

Doppelte Miete, hohe Fahrtkosten - nach einer Trennung kommen auf Eltern viele Mehrausgaben zu. Bundesjustizministerin Barley hat nun Erleichterungen angekündigt. Das sei besonders im Interesse der Kinder.

Beziehungskrise zwischen den Eltern, Tochter leidet mit
Jedes Jahr sind laut Justizministerin Barley rund 200.000 Kinder von der Scheidung ihrer Eltern betroffen. Bildrechte: IMAGO

Bundesjustizministerin Katarina Barley hat ihr Ziel bekräftigt, Eltern nach der Trennung die gemeinsame Erziehung von Kindern zu erleichtern. "Wir müssen getrennt Erziehende finanziell entlasten", sagte Barley der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

Katarina Barley
Katarina Barley Bildrechte: IMAGO

Als Beispiel nannte die SPD-Politikerin steuerliche Entlastungen. So verwies Barley darauf, dass Eltern nach einer Trennung zwei Wohnungen und teils hohe Fahrtkosten bezahlen müssen. "Das wirkt in Konfliktsituationen zusätzlich wie ein Brandbeschleuniger", sagte sie. Pro Jahr seien rund 200.000 Kinder von der Trennung ihrer Eltern betroffen.

Barley: Neuregelungen "überfällig"

Zudem verteidigte Barley ihren Vorstoß, lesbische Paare bei der Geburt eines Kindes heterosexuellen Paaren gleichzustellen. Demnach soll die Partnerin der Gebärenden automatisch als Mit-Mutter anerkannt werden. Bei heterosexuellen Paaren gilt der Ehemann grundsätzlich als rechtlicher Vater - auch wenn der biologische Vater ein anderer Mann ist.

Das bestehende Abstammungsrecht bilde nicht mehr die heute gelebten Familienkonstellationen ausreichend ab, argumentierte die Ministerin. Es gehe ebenso um Regenbogenfamilien wie um Scheidungsfamilien und Kinderwunschpaare. Jede dritte Ehe gehe auseinander, betonte Barley. Wegen langer Scheidungsverfahren seien oftmals weitere aufwendige gerichtliche Prozeduren nötig, um den rechtlichen Status eines Kindes zu klären.

Bei künstlicher Befruchtung soll nach Barleys Plänen das rechtliche Verhältnis zwischen Samenspender und den Wunscheltern vereinfacht werden.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 09. März 2019 | 03:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 16. März 2019, 12:06 Uhr

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25 Kommentare

18.03.2019 09:33 Axel an Bronko (24) 25

Dann haben Sie leider auch nicht verstanden, wie in diesem Land Geburtenkontrolle unter dem Deckmantel der "Rechtsstaatlichkeit" betrieben wird.

In Frankreich profitieren wie gesagt Paare MIT Kindern von der Einkommenssteuer, da dort die Steuerlastung auf die Anzahl der Köpfe umgerechnet wird, d. h. Kinder wirken wie eine massive Steuerentlastung. In Deutschland gitl das nicht: Hier profitieren nur verheirate Paare OHNE Kinder vom Ehegattensplitting

18.03.2019 06:14 Bronko 24

17.03.2019 19:30 Axel an Bronko (22) 23

Auf Ideen, wie Sie sie entwickeln, würde ich nicht mal im Traum kommen.

17.03.2019 19:30 Axel an Bronko (22) 23

Ihre Unbedarftheit in allen Ehren.

Vielleicht behaupten Sie auch noch, das in der DDR, bei den Sowjets, in Polen und der Tschechoslowakei vor 1990 die Geburtenraten so hoch waren, weil dort so viele Ausländer gelebt haben. Es wird hier immer fantastischer.

17.03.2019 18:54 Bronko 22

17.03.2019 16:59 Axel an Bronko (15) 21

Was für ein Unsinn. Gucken Sie sich einfach mal an, WER dort wie hier im westen, Kinder bekommt. Meine Favoriten sind das nicht. Und was Ihre anderen Aufführungen betrifft. Ja, auf Pump kann ich viel tun.

Einzig Ungarn hat mitlerweile eine sinnvolle Familienpolitik, beschäftigen Sie sich damit mal.

Leute, wie Sie, die sich anmassen Ahnung zu haben, "brechen uns das Genick", ja, da haben Sie recht.

17.03.2019 16:59 Axel an Bronko (15) 21

"FAKT ist, >Familie muss GESTÄRKT werden, das Bewusstsein muß geändert werden, wieder hin zu Familie, nicht das Fördern von Trennung! Das aber kapieren solche Leute eher nicht.................und das bricht uns das Genick, siehe Mangel an Nachwuchs."

ich glaube eher, Sie verstehen die einfachsten Zusammenhänge nicht. Halten Sie einfach weiter am Ehegattensplitting fest, mit dem Sie rein die Eheschließungen subventionieren. Dafür zahlen wir 20 Milliarden Euro jedes Jahr.
Frankreich hat dagegen ein Familiensplitting mit dem ALLE Paare mit Kindern gefördert werden, daher haben die Franzosen auch eine sehr hohe Geburtenrate, die 35 Stunden Arbeitswoche und gehen mit 62 Jahren in Rente.

Leute, wie Sie, die sich anmassen Ahnung zu haben, "brechen uns das Genick".

17.03.2019 15:54 Sonja 20

@ 1 9 ja wir denken so weil das ein ganz normaler Vorgang ist in einer Familie deswegen sind wir in unserem denken nicht alt, sondern ganz normal !

17.03.2019 14:38 Auf zum letzten Gefecht! 19

ihr denkt hier alle noch sehr altmodisch, die traditionelle Familie mit Mutter, Vater, Kind.
Da gebt mal "Mutter, Vater, Kind" in eine Suchmaschine ein. Aber das nur nebenbei.

Frau Barley will ja auch das Abstammungsrecht reformieren und da sieht sie die Familie unter anderem so:
"Es haben sich längst Mehrelternfamilien gebildet, in denen sich etwa zwei schwule und zwei lesbische Paare auf die Erziehung von eigenen Kindern verständigen"

Da bin ich mal gespannt wie sie diese Familien Steuerlich entlasten will. Der arme Finanzbeamte der das berechnen muss ;-)

17.03.2019 11:28 Sonja 18

@ 1 7 sehr richtig der Komment. bei jedem Furz rennen die jetzt auseinander wir waren 50 Jahre verheiratet es war nicht immer Sonnenschein aber wenn man Kinder hat überlegt man sich das wenn sie dann ohne Vater aufwachsen , von mir dazu keinen Cent ! die Spinnt wo ?

17.03.2019 10:17 Michael Möller 17

und was soll dieser Vorschlag von der Ministerin jetzt eigentlich, haben diese Politiker jetzt Angst um ihre Posten. warum werden diese Politiker/in immer erst dann wach wenn Sie befürchten müssen ihren gut bezahlten Posten zu verlieren. auch stellt sich mir die Frage warum soll der Steuerzahler jetzt für die Scheidungseltern zahlen. anstatt zu seinen Liebenden zustehen in Guten wie in Schlechten Tagen. wird sich meistens sofort scheiden gelassen. wieso haben Sie dann überhaupt geheiratet und Kinder in die Welt gesetzt. wer sich bindet und Kinder in die Welt setzt hat für diese zu sorgen und nicht der Steuerzahler. so sehe ich das persönlich und die ältere Generation hat keinen oder fast keinen Zuschuss erhalten . also was soll das ganze jetzt. die Politiker sollten lieber die Rahmenbedienungen richtig machen und zwar für alle

17.03.2019 05:44 Vater zweier Kinder 16

Wer soll denn finanziell entlastet werden? Der Vater auf keinen Fall. Der hat 1080€ Selbstbehalt, Arbeitsweg und eventuell noch Kredit den er vom netto abziehen kann. Der Rest geht an Frau Mama. Jeder Cent der mehr verdient wird steht einem nicht mehr zu. Soll es jetzt zu steuerlicher Entlastung kommen, so gibt es nur einen profiteur, und das ist nicht der Vater. Denn der darf die Zeit (auch Fahrzeit) mit den Kindern von den 1080€ bezahlen.
Und weil ich einmal am meckern bin: fürs wohnen steht dem Vater 380€ warm im Monat zu. Dafür bekommt man heute nur noch Rattenlöcher. Sicher zum Wohle der Kinder wenn sie da sind.