Quadratmeterpreise teils über 1.000 Euro Bauland so teuer wie nie

Die Preise für Bauland in Deutschland steigen weiter. Im Bundesschnitt kostete der Quadratmeter im vergangenen Jahr fast 190 Euro, in Großstädten sogar ein Vielfaches. Dabei ist die Lage in Ostdeutschland etwas enspannter.

Maurer auf der Baustelle
Mit knappem Bauland und den Bodenpreisen steigen auch die Mieten. Bildrechte: imago images/U. J. Alexander

Die Preise für Bauland in Deutschland haben einen neuen Rekordwert erreicht. Im Jahr 2019 kostete ein Quadratmeter durchschnittlich 189,51 Euro. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts ist das ein neuer Höchstwert, ebenso wie bei den Preisen für Wohnimmobilien.

Vor allem in Ballungsräumen ist die Nachfrage nach Wohnraum gewaltig, doch es fehlt an Bauland. Das treibt die Bodenpreise in die Höhe. Zehn Jahre zuvor war ein Quadratmeter nach Angaben der Wiesbadener Behörde im Schnitt noch für rund 122,00 Euro zu haben.

Berlin und Hamburg am teuersten

Im vergangenen Jahr mussten Investoren besonders viel in den Millionenstädten Berlin und Hamburg zahlen: In der Bundeshauptstadt kostete der Quadratmeter Bauland im Schnitt 1.328 Euro, in Hamburg waren es 1.158 Euro. Im ebenfalls vergleichsweise teuren Bayern lag der Durchschnittspreis bei knapp 302 Euro pro Quadratmeter.

Im Osten noch moderate Preise

Am niedrigsten waren die durchschnittlichen Kaufwerte in den drei ostdeutschen Bundesländern Thüringen mit knapp 50 Euro, in Sachsen-Anhalt mit 52 Euro sowie in Mecklenburg-Vorpommern mit 56 Euro. In Sachsen und Brandenburg liegen die Preise für Bauland schon etwa doppelt so hoch.

Laut Statistik steigen die durchschnittlichen Kaufwerte mit der Gemeindegröße. In Kommunen mit weniger als 2.000 Einwohnern wurden im Schnitt 66 Euro pro Quadratmeter bezahlt. In den 14 größten Städten der Republik mit mindestens 500.000 Einwohnern war es etwas mehr als das 17-Fache: 1.128 Euro.

 

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 16. September 2020 | 10:00 Uhr

7 Kommentare

Kolo78 vor 5 Wochen

Immerhin sind die Leute intelligent genug, ihr Geld nachhaltig zu verbrauchen! Nicht jeder benötigt Unsummen an Kredit! Das Gehaltsgefälle in D ist enorm, sodass mir das logisch erscheint, wenn in Großstädten die Preise exorbitant hoch sind und im Osten eher moderat!!!

maheba vor 5 Wochen

Der Bauboom dauert nur so lange wie die "Niedrigzinsphase" andauert.
Dann kracht es aber gewaltig, insbesondere wenn viele dann ihre Kredite nicht mehr bedienen können.

Maria A. vor 5 Wochen

Für mich sind das alle Optimisten, die jetzt noch Pläne schmieden, sich ein Haus zu bauen. So unsicher war die Situation gefühlt noch nie, nicht mal in den bleiernen 80ern in der DDR herrschte in der Bevölkerung mehrheitlich so eine zukunftszweifelnde Stimmung.