Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (r) stehen am 21.09.2017 in Gießen (Hessen) auf der Bühne bei einer Wahlkampf-Veranstaltung der hessischen CDU.
Volker Bouffier, hier neben Angela Merkel, warnt vor einem Ende der Koaltiion im Bund. Bildrechte: dpa

Stellvertretender CDU-Vorsitzender Bouffier warnt vor Bruch der Regierungskoalition

Der stellvertretende CDU-Vorsitzende Volker Bouffier hat ein Ende der Auseinandersetzungen in der Großen Koalition gefordert. Er warnte vor einem Bruch der Regierung.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (r) stehen am 21.09.2017 in Gießen (Hessen) auf der Bühne bei einer Wahlkampf-Veranstaltung der hessischen CDU.
Volker Bouffier, hier neben Angela Merkel, warnt vor einem Ende der Koaltiion im Bund. Bildrechte: dpa

Der stellvertretende CDU-Vorsitzende Volker Bouffier hat vor einem Bruch der Großen Koalition gewarnt. Die Koalition werde nur Bestand haben, wenn alle begriffen, dass jetzt Schluss sein müsse mit den Auseinandersetzungen, sagte Bouffier den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Die Diskussionen der vergangenen Wochen zum Fall Maaßen seien so unnötig wie ein Kropf gewesen.

Bouffier griff zugleich CSU-Chef Horst Seehofer an. Dieser neige zu "einsamen, überraschenden Entscheidungen", sagte der hessische Ministerpräsident, für den am 28. Oktober Landtagswahlen anstehen.

Entscheidung zu Maaßen am Wochenende

Die drei Parteivorsitzenden Angela Merkel (CDU), Andrea Nahles (SPD) und Horst Seehofer hatten sich am Dienstag auf die Ablösung Maaßens als Geheimdienstchef und seine Beförderung zum Staatssekretär im Innenministerium geeinigt. Am Freitag kündigten dann alle drei nach heftiger Kritik vor allem aus der SPD an, die Personalie neu zu besprechen. Kanzlerin Merkel sagte, sie strebe eine "tragfähige Lösung" noch am Wochenende an.

Kramp-Karrenbauer schreibt Mail an CDU-Mitglieder

CDU-Generalsekretärin Kramp-Karrenbauer während ihrer "Zuhörer-Tour".
CDU-Generalsekretärin Kramp-Karrenbauer hat sich in einer Mail an die Parteimitglieder gewandt. Bildrechte: dpa

Für CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer geht es dabei auch darum, die Frage zu klären, "ob sich alle Koalitionsparteien weiter hinter dem gemeinsamen Auftrag versammeln können". Das schrieb sie in einer neuen Mail an die CDU-Mitglieder, die der Deutschen-Presse-Agentur vorliegt.

Erst am Donnerstag hatte sie in einer Mail den Maaßen-Kompromiss verteidigt und erklärt, die Gefahr eines Koalitionsbruchs habe bei dem Spitzengespräch am Dienstag konkret im Raum gestanden.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 22. September 2018 | 06:53 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 22. September 2018, 12:17 Uhr

Die Kommentierungsdauer ist abgelaufen. Der Beitrag kann deshalb nicht mehr kommentiert werden.

35 Kommentare

23.09.2018 20:07 Fragender Rentner 35

Oh, oh, oh, diese bösen 2 LT-Wahlen kommen zur Unzeit.

23.09.2018 12:56 Wo geht es hin? 34

@Wessi - Zitat von Ihnen: "Man beachte da gerade jetzt die Wahlumfragen in Hessen+Bayern....!" Zitat Ende. So hört sich das berühmte Pfeiffen im Walde an. Haben Sie noch weitere Strohhalme? Zum Thema: Bouffier sollte doch nicht so ängslich sein - wenn die SPD aus der GroKo (selbst der Name ist zur Zeit schon lächerlich) aussteigen will - ja dann soll sie halt aussteigen. Der nächste, der sich unbedingt blamieren will, steht doch mit den Bündnisgrünen schon in den Startlöchern und scharrt mit den Hufen. Neuwahlen wird es nicht geben - das weiss doch auch Bouffier genau, denn DAS wird Mutti niemals zulassen. Weil auch sie Umfragen kennt. Also - keine Sorge Herr Bouffier: Ihr bequemer Sessel ist sicher! Nur Ihre Anbrüllpartner ändern sich von weiblich auf männlich - obwohl ich mir da bei der Antonia gar nicht so sicher bin...

23.09.2018 11:04 Norbert NRW 33

@32 klasse, passt wie die Faust aufs Auge....

23.09.2018 07:46 Marlis 32

29@Klaus sie kleiner Scherzkeks, im Land ist keine Unruhe entstanden nur in einigen Regionen wo die Bürger schon länger überfordert sind. Es sieht anders aus in verschiedenen Regionen gucken die Menschen einfach nicht mehr weg was die Politiker so treiben deshalb sind sie nicht überfordert, sie lassen sich im Gegensatz zu ihnen das einfach nicht mehr bieten das unser Land kaputt gemacht wir. Kommen Sie mir jetzt bloß nicht mit der gewissen Keule. Sie würden wahrscheinlich noch alles toll hier finden wenn längst der Bürgerkrieg ausgebrochen wäre. Naja solche Menschen mus es au h geben die sich alles gefallen lassen.

22.09.2018 22:53 Klaus 31

@ { 22.09.2018 15:20 Kritischer Bürger }
Das ist mir ziemlich egal, ob da vorher darüber gesprochen wurde, diesen Unsinn hat mal wieder der Seehofer verbockt. Er hat Maaßen sogar gleich zwei Stufen nach oben befördert.
Bouffier fürchtet da vollkommen zu recht, dass das aktuelle schlechte Regierungshandeln nicht gut für die Wahlen sind. Offensichtlich scheint das der Seehofer nicht zu merken oder der macht das mit Absicht um Söder zu schaden.
Ich denke aber, dass eher der erste Fall zutreffend ist, Seehofer schnallt das einfach nicht.

22.09.2018 21:15 Kritischer Bürger 30

@Klaus 29: +...Vorher waren 6 Parteien im Bundestag und jetzt sind es 7 Parteien. Deutschland ist bunter geworden, da ist es doch normal, dass auch bunter gewählt wird....+
Und wie viele haben Stimmen verloren? Wenn es so ist wie Sie schreiben dann dürfte es doch absolut keine Probleme geben mit dem BUNTER WERDEN meine ich. Warum wird dann vor einem Bruch der Regierungskoalition gewarnt? Wird wohl ZU BUND!

22.09.2018 19:47 Klaus 29

@ { 22.09.2018 17:28 H.E. }
Ich sehe da überhaupt kein Problem. Vorher waren 6 Parteien im Bundestag und jetzt sind es 7 Parteien. Deutschland ist bunter geworden, da ist es doch normal, dass auch bunter gewählt wird.
Und im Land ist keine Unruhe entstanden, nur in einigen Regionen, wo die Bürger schon länger überfordert sind.
Es kann eben nicht jeder so gut wie wir sein. Bei uns ist alles ruhig und die Wirtschaft brummt. Man muss nur das richtige tun, dann klappt das auch.
Das Problem Maaßen hätte man ganz einfach lösen können, einfach eine Versetzung auf gleicher Gehaltsebene, aber das hat Seehofer nicht hinbekommen. Wenn Seehofer in der freien Wirtschaft arbeiten würde, wäre der schon längst langzeitarbeitslos.

22.09.2018 18:56 jochen 28

Die Merkel scheint sich für eine gute Schauspielerin zu halten. Allerdings haben viele diese Auftritte durchschaut. Nur durch Schauspielerei gibt es noch keine gute Politik.
Die Merkel scheint ausgebrannt und am Ende.
Merkel Go Home

22.09.2018 18:07 Markus Vahle 27

@ REXt Nr. 23

"Man riecht schon förmlich die Angst der versagenden Regirungsparteien vor der AfD!"

Diese Phantasmagorie ist wohl eher ihrem Wunschdenken geschuldet! ,.-))))

"Im eigenen Land kein Rückhalt mehr u. anderen Regierungen gute Ratschläge geben wollen."

Zutreffender formuliert wäre: Bei IHNEN keinen Rückhalt mehr hat, wobei das ja eh nie ihre Regierung war, wie man auf Ihren Kommentaren unschwer erkennen kann!
Keine Ahnung übrigens, welcher "anderen Regierung" hier - von wem auch immer - angeblich irgendwelche Ratschläge gegeben werden. Das wissen Sie vermutlich selber nicht so recht! ,.-)))

[Liebe User,
bitte bleiben Sie beim Thema.
Kommentare ohne Bezug zum Thema des Artikels werden entsprechend unserer Kommentarrichtlinien (http://www.mdr.de/service/kommentarrichtlinien100.html) nicht freigegeben.
Ihre MDR.de-Redaktion]

22.09.2018 17:45 Wir schaffen das? 26

Selbstfindungsclub. Andere Probleme bleiben liegen!