Arbeiter auf einer Eigenheim-Baustelle.
In Deutschland wird zu wenig Wohnraum geschaffen. Der Bund will nun Grundstücke zur Verfügung stellen. Bildrechte: Colourbox.de

Wohnungsnot Bund will Baugrundstücke freigeben

Die Lage am Wohnungsmarkt ist in ganz Deutschland angespannt, vor allem in Großstädten ist Bauen teuer und Bauland knapp. Der Bund will nun gegensteuern und Grundstücke für wenig Geld an die Kommunen verkaufen. Außerdem will die Regierung in Berlin auch selbst bauen.

Arbeiter auf einer Eigenheim-Baustelle.
In Deutschland wird zu wenig Wohnraum geschaffen. Der Bund will nun Grundstücke zur Verfügung stellen. Bildrechte: Colourbox.de

Der Bund will den Kommunen Grundstücke für den Bau neuer Wohnungen verkaufen. Außerdem will die Regierung in Berlin in den kommenden fünf Jahren selbst vermehrt Wohnungen bauen.

Der neue Chef der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima), Christoph Krupp, sagte der "Süddeutschen Zeitung", auf Grundstücken, die heute noch der Bima gehörten, könnten einige zehntausend neue Wohnungen entstehen.

Dabei werde man die Grundstücke nicht meistbietend verkaufen. Bezahlbarer Wohnraum habe Vorrang vor Gewinnen. 

Wir verkaufen nicht meistbietend, wenn wir im Wohnungsbau die Alternative haben, Wohnungen zu bauen, die sich die Leute auch langfristig leisten können.

Christoph Krupp Bundesanstalt für Immobilienaufgaben

Der Bundestag hatte erst kürzlich die Möglichkeiten der Bima ausgeweitet, Grundstücke des Bundes bevorzugt und verbilligt an Kommunen abzugeben. Von den knapp 20.000 Liegenschaften, die die Bundesanstalt verwaltet, sind der "SZ" zufolge etwa 5.000 als "kurz- bis mittelfristig entbehrlich" eingestuft.

Mieten unterm örtlichen Spiegel

Krupp, der seit dem 1. Oktober Vorstandssprecher der Bima ist, sieht die Bundesanstalt als Partner der Kommunen. "Wir sind gerne bereit, mit ihnen über unsere Grundstücke zu reden. Ich sehe viel Bereitschaft und Kreativität bei unseren Beschäftigten, auf die Kommunen zuzugehen."

Die Bima leiste gern einen Beitrag zum bezahlbaren Wohnen. "Für Wohlstand und Wachstum in Deutschland ist das der bessere Weg, als kurzfristig auf den besten Preis zu setzen", sagte Krupp.

Die Bima, die zudem Vermieter von etwa 36.000 Wohnungen ist, will den Angaben zufolge auch selbst günstigen Wohnraum schaffen. "Die Bima wird Bundesbediensteten zusätzliche Wohnungen zur Verfügung stellen", sagte Krupp. "Wir wollen auch wieder selber bauen." Die Preise sollten "möglichst unter der ortsüblichen Vergleichsmiete" liegen.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 13. Oktober 2018 | 08:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 13. Oktober 2018, 10:04 Uhr

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12 Kommentare

14.10.2018 19:32 Bernd auf der Walz 12

@ 10 NRW-18: Nur mal so als Frage vorab: Sind Sie eventuell mit jochen identisch? Formulierungen, Satzgestaltung, Ansichten und ähnliches weisen eine unheimliche Übereinstimmung auf. So richtig politisch auf der Höhe scheinen Sie ja nicht zu sein. Ein aktuelles Wahlprogramm der AfD gibt es ja nicht, da keine bundesweiten Wahlen anstehen. Es mag ein Parteiprogramm der AfD geben, das ist aber kein Wahlprogramm. Bezüglich des Inhaltes, besser gesagt der fehlenden Inhalte frage ich mich ernsthaft, ob Sie dieses "Dokument" überhaupt schon mal gelesen haben. FRage zum Schluß: Gibt es in NRW nicht genügend eigene Probleme? Oder ist NRW18 auch nur ein fake? Angenehme Arbeitswoche - sofern Sie arbeiten sollten, naja wegen des BSP.

13.10.2018 22:17 Kritischer Bürger 11

+.. Übrigens in Kleinkatzensdorf gibt es jede Menge freie Grundstücke, aber dort werden keine Wohnungen gebaut, weil nicht notwendig. Soviel zu ihren Bedenken....+
Ob in Kleinkatzendorf oder Wolkenkukuksheim, Grundstücke kosten so oder so Geld und diese Grundstücke will der Bund nun den Kommunen verkaufen, sogar wie zu lesen ist BILLIG!! Warum wohl? Diese Ausgaben will der Bund sich sparen, für was auch immer! Bewohner von abgelegenen Gegenden müssten zur Arbeit ggf. viele Kilometer fahren und das bringt Geld für den Bundeshaushalt ein, wenn es so klappt, wie sich das der Bund so vorstellt.
Vllt kommt eines Tages noch die Order: nun vor Jahren habt ihr als Kommune von uns als Bund billig Grundstücke bekommen nun erwarten wir als Bund das ihr auf dem Lande Wohnraum (auf eigenen Kosten versteht sich) errichtet so das noch mehr von den Migranten hier unterkommen könnten und ggf. noch die wenige vorhandene ländliche Idylle mit zerstören!

13.10.2018 22:08 NRW-18 10

@ 9 Bernd auf der Walz
Ich finde es völlig in Ordnung, in einem demokratischen Land AfD-Fan zu sein.
Aufgrund des Wahlprogramms wähle ich diese Partei übrigens.
Bezüglich der Wohnungsnot bin ich der selben Meinung wie Jochen (1).

Jetzt bin doch mal gespannt, wo die Begründung für den fehlenden bezahlbaren Wohnraum aus Ihrer Sicht liegt ...

13.10.2018 20:04 Bernd auf der Walz 9

@ 1 jochen: Ein typischer Kommentar, der davon zeugt, daß sie AFD Fan sind und über die tatsächlichen Ursachen der fehlenden Wohnungen absolut keinerlei Ahnung haben. Aber am Samstagvormittag, eventuell noch vorm Frühstück, eine Wasserstandsmeldung abgeben.
@ 6 Kritischer Bürger: Übrigens in Kleinkatzensdorf gibt es jede Menge freie Grundstücke, aber dort werden keine Wohnungen gebaut, weil nicht notwendig. Soviel zu ihren Bedenken.
Wünsche allen einen entspannten Sonntag. Mehr innere Ruhe tut der Gesundheit gut.

13.10.2018 19:26 Kritischer Bürger 8

@entejens 7: In meiner Umgebung (50km) sind viele Grundstücke, Waldflächen etc. noch Bundeseigentum. Nun bei uns (bei mir in der Umgebung) herrscht keine Wohnungsnot und mal sehen ob da der Bund gerade am Ort angrenzende Waldgrundstücke veräußern wird und vor allen an WEM? Nach den vergangenen Stürmen sehen diese Bereiche aus wie ein Urwald von umgestürzten Bäumen. Melde mich dann zu ggb. Zeit wenn ich näheres in Erfahrung bringe zu dem Thema. Weiterhin sind viele Flächen ein sgn. Bauerwartungsland zum Teil der Gemeinde zugehörig, aber seit zich Jahren vollkommen uninteressant für Menschen, die sich ggf. auf einem Dorf, was ja zu einer Kommune gehört, niederlassen wollen, geschweige für viel Geld Wohneigentum zu errichten! Viel zu abseits liegend besteht kein Interesse, schon allein an diesen (Gemeinde)Flächen. Darin begründe ich aus nahe liegender Erfahrung kritisch zu sein! Selbst in der eigenen Familie zog es 4 Kinder weg vom Dorf, wegen Arbeit und Verdienst!

13.10.2018 18:19 entejens 7

@Kritischer Bürger: Kritisch sein setzt für mich voraus, daß man auch mit- und die Sache durchdenkt. Da, wo keine Wohnungsnot herrscht, wird bestimmt auch kein Grundstück vom Bund verkauft werden.
Du kannst natürlich gern das Gegenteil beweisen - aber bitte mit Fakten und nicht mit simplen Vermutungen.

13.10.2018 16:08 Kritischer Bürger 6

Was sollen Kommunen mit mehr Wohnraum, wenn sich niemand in den Kommunen niederlassen will?
Die Abwanderung in die Großstädte kann so NICHT VERHINDERT werden, außer die Tatsache, das dann eben in den Kommunen die MÖGLICHEN NEUEN WOHNUNGEN leer stehen bleiben und deren Kosten .... na wer wohl bezahlen muss!

13.10.2018 13:11 Kritischer Bürger 5

+...Der Bund will nun gegensteuern und Grundstücke für wenig Geld an die Kommunen verkaufen. ...+
GEGENSTEUERN oder LÄSTIGE KOSTENTREIBER los werden? Wenn bauen so teuer ist, zu teuer für den Bund, was sollen dann die Länder oder die Kommunen bei ihrer jeweiligen Kassenlage dann mit solchen Grundstücken? Also dümmer geht nimmer wenn sich Kommunen solche Grundstücke samt kommender anfallender Kosten aufdrücken lassen und kaufen!!

13.10.2018 11:09 NRW-18 4

Na supi - Wohnungsnot durch übertriebene Einwanderung, gut verdienende Grundstückspekulanten, Zubetonieren von Naturflächen, Ghettobildung, dazugehöriger Aufbau von belastender Infrastruktur (Discounter etc.) und sich dann über zunehmenden Verkehr wundern.
Deutschland - Das Land, in dem man gut und gerne leben konnte.

13.10.2018 10:44 Fragender Rentner 3

Werden die Bauvorschriften auch geändert?

Wenn nicht, dann werden die Baukosten auch wieder steigen !!!