Blick in den Vorhof des Bundesratsgebaeudes an der Leipziger Strasse in Berlin-Mitte.
Das Bundesratsgebäude in Berlin. Bildrechte: dpa

Bundesrat Thüringer Initiative gegen Mikroplastik erfolgreich

Der Bundesrat hat eine Initiative gegen Mikroplastik verabschiedet. Der Anstoß dafür kam von Thüringen und Hamburg. Damit muss die Bundesregierung nationale Verbote oder Beschränkungen von Plastikpartikeln prüfen. 

Blick in den Vorhof des Bundesratsgebaeudes an der Leipziger Strasse in Berlin-Mitte.
Das Bundesratsgebäude in Berlin. Bildrechte: dpa

Ein gemeinsamer Vorstoß von Thüringen und Hamburg gegen Mikroplastik ist im Bundesrat verabschiedet worden. Der Antrag fordert die Bundesregierung zur Beschränkung von Kunststoffpartikeln auf. Außerdem soll sich Deutschland auf EU-Ebene für Maßnahmen gegen Mikroplastik in der Umwelt einsetzen.

Die Thüringer Umweltministerin Anja Siegesmund (Grüne) sagte, die Bundesländer hätten mit ihrer Zustimmung klargemacht, dass die Umweltverschmutzung mit Mikroplastik endlich gestoppt werden müsse. Die Bundesregierung müsse jetzt neben Verbotsregelungen ein Aktionsprogramm vorlegen.

Abriebwerte auf Autoreifen gefordert

Kleine Kunststoffpartikel, die einem Peeling Gel hinzugefügt waren, auf einer Fingerkuppe.
Kleine Kunststoffpartikel aus einem Peeling Gel. Bildrechte: imago/JOKER

Deutschland soll demnach wie auch Großbritannien, Italien oder Schweden bei Herstellern auf den Verzicht von Mikroplastik in Kosmetik drängen. Zudem fordert der Bundesrat mehr Schutz von Böden und Gewässern auch bei anderen Ursachen von Mikroplastik, etwa dem Abrieb von Reifen, Textilien und anderen Kunststoffartikeln.

Die Initiatoren schlagen etwa vor, das bestehende EU-Reifenlabel neben Angaben zu Kraftstoffverbrauch, Bremsweg oder Rollgeräuschen um Informationen über den Abrieb zu ergänzen.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 15. März 2019 | 18:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 15. März 2019, 19:21 Uhr

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2 Kommentare

16.03.2019 15:32 Fragender Rentner 2

Zitat von Oben: Damit muss die Bundesregierung nationale Verbote oder Beschränkungen von Plastikpartikeln prüfen.

Klingt doch super wenn da etwas von Beschränkungen steht, also wird es wohl weiterhin drin bleiben?

15.03.2019 20:34 Peter 1

Ja was jetzt, die Initiative kam aus Thüringen. Von RRG und alle anderen Bundesländer unterstützen das.
Was sagt eigentlich der politische Gegner dazu? Der meinte doch bis jetzt, in Erfurt würde nur falsche Politik gemacht.