Bundesrat Wölfe sollen leichter abgeschossen werden können

Sachsen, Niedersachsen und Brandenburg wollen den Schutzstatus von Wölfen lockern und so einen Abschuss von "Problemtieren" erleichtern. Dazu brachten sie einen gemeinsamen Antrag in den Bundesrat ein.

Klare Abschussregeln und ein Konzept für den Umgang mit den anwachsenden Wolfsbeständen in Deutschland – das fordern Sachsen, Brandenburg und Niedersachsen. Einen entsprechenden Entschließungsantrag brachten die drei Bundesländer in den Bundesrat ein.

Ziel ist es, dass einfacher über den Abschuss von sogenannten "verhaltensauffälligen Wölfen" entschieden werden kann. Dem sächsischen Umweltministerium zufolge soll dafür der strenge Schutzstatus für den Wolf gelockert werden. Der Antrag wurde in die Ausschüsse verwiesen und soll dort beraten werden.

Der Mensch soll "an erster Stelle" stehen

Der Zehn-Punkte-Plan der drei Bundesländer sieht unter anderem vor, dass die Tötung eines Tiers künftig bereits möglich sein soll, wenn dadurch ein drohender "ernster Schaden" abgewendet werden kann. Im Bundesnaturschutzgesetz ist dagegen bisher mit einem "erheblichen wirtschaftlichen Schaden" ein deutlich strengeres Kriterium festgeschrieben.

Auch wenn der Schutz des Wolfes ein wichtiges Anliegen sei, müsse der Mensch auch weiter an erster Stelle stehen, sagte Sachsens Umwelt- und Landwirtschaftsminister Thomas Schmidt. Sicherheit gehe vor Artenschutz. In Sachsen sei mittlerweile fast die Hälfte der Landesfläche dauerhaft mit Wölfen besiedelt.

Erst vergangene Woche hatte ein Wolfsrudel eine Schafherde bei Niesky angegriffen und mehr als 40 Tiere getötet. In Sachsen leben aktuell 17 Rudel und vier Wolfspaare. In ganz Deutschland sind es nach Angaben des Naturschutzbunds Deutschland (Nabu) 60 Rudel. Sie leben in sieben Bundesländern.

Unterstützung für betroffene Regionen

Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies rechnet damit, dass sich weitere Bundesländer der Initiative anschließen. Er wolle damit deutschlandweit klare Regeln im Umgang mit den Tieren schaffen, sagte er. "Der Wolf hat einen sehr hohen Schutzstatus, er ist in Deutschland angekommen und wird auch bleiben", sagte Lies der Deutschen Presse-Agentur. "Andererseits dürfen wir die Menschen und gerade die in den ländlichen Regionen, die vor großen Herausforderungen stehen, nicht allein lassen."

Wölfe sind in Deutschland durch EU-weite Regelungen und das Bundesnaturschutzgesetz streng geschützt, sie unterliegen nicht dem Jagdrecht - außer in Sachsen, dort aber mit einer ganzjährigen Schonzeit. Nur in seltenen Ausnahmen dürfen sie theoretisch geschossen werden, die Experten sprechen dann von lethaler Entnahme.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL FERNSEHEN | 19. Oktober 2018 | 10:55 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 19. Oktober 2018, 13:30 Uhr

Die Kommentierungsdauer ist abgelaufen. Der Beitrag kann deshalb nicht mehr kommentiert werden.

55 Kommentare

21.10.2018 12:37 jackblack 55

Sabrina 50- bitte konkrete Beispiele für tödliche Wolfsangriffe beibringen- ansonsten kann ich VIELE Beispiele von tödlichen Hundeattacken nennen, wollen Sie jetzt alle Hunde töten ???

21.10.2018 12:25 Ekkehard Kohfeld 54

@ G. Schmitz 49
Hallo Herr Kohfeld,
gehen Sie noch aus dem Haus
oder blieben lieber daheim schützen Sie sich mit Flatterband?##Man kommt mit falschen Argumenten nicht weiter jetzt versucht man es so?##
Mich plagen auch viele Ängste,
oft vor jedem ersten eines Monats
und Sie machen sich Gedanken,
vom Wolf gefressen zu werden,##
Wo bitte habe ich da irgend etwas von geschrieben
haben sie Probleme mit dem Lesen?##
Ich würde gerne mit Ihnen tauschen.##Was wollen sie den tauschen,ihren merkwürdigen Realitätssinn?Denn möchte ich aber bestimmt nicht haben.

21.10.2018 10:28 Sachse43 53

Feuer frei!

21.10.2018 07:46 Ekkehard Kohfeld 52

@ G. Schmitz 47 Der Aufreisser ist nur, was Sie immer für abstruse Vergleiche ziehen, Gehegewölfe, Kormoran, Emu....##Ach finden sie das noch lustig das da Wölfe vierjährigen Buben gebissen haben,ja ist das so.Zudem sind das keine Vergleich sondern Stichproben von Tieren die auch hier nicht hingehören,wenn die Argumente Fehlen versucht man es auf einem anderen Weg,schauen sie mal bei Peter der macht sogar Störche zu Raubtieren um von den Wölfen abzulenken.Und zudem ist es völlig egal ob die absichtlich frei gelassen wurden oder ausgrissen,sie sind aber draußen und wenn man die nicht unter Kontrolle hat ist das Ergebnis das selbe wie freilassen.

21.10.2018 06:16 Sabrina 51

Den Wolf habe ich als junger Mensch nie vermisst. Niemand braucht ihn.
.
Der Wolf hat bereits in den wenigen Jahren, in denen er sein Unwesen hier treibt, einige Arten, die ihm nicht gewachsen sind, ausgerottet.
.
Und dann gibt es immer noch Leute, die das gut finden wollen.
.
Der Wolf war nie in seinem Bestand gefährdet, auch wenn es westlich des "Ostblocks" nur noch wenige davon gab. Auf der anderen Seite der Systemgrenze lebten jedoch reichlich davon.
.
Der Wolf muss, wenn er was verbockt hat, bejagt werden, damit er weiß, dass er da eine Grenze überschritten hat und damit er um den Menschen einen großen Bogen macht.

21.10.2018 06:10 Sabrina 50

19.10.2018 08:36 Winterberg
.
Es sind sehr wohl Angriffe von Wölfen auf Menschen bekannt - mit tödlichem Ausgang.
.
Wer mit Lügen Politik zu machen versucht, der macht schlechte Politik.

21.10.2018 02:07 G. Schmitz an Ekkehard Kohfeld 49

Hallo Herr Kohfeld,
gehen Sie noch aus dem Haus
oder blieben lieber daheim schützen Sie sich mit Flatterband?

Mich plagen auch viele Ängste,
oft vor jedem ersten eines Monats
und Sie machen sich Gedanken,
vom Wolf gefressen zu werden,

Ich würde gerne mit Ihnen tauschen.

20.10.2018 19:53 gerd 48

Bin bei dem Thema auch gespalten ,einerseits freue ich mich über die Rückkehr der Grauen,andererseits
muss auch an die Menschen die darunter leiden gedacht werden .Abschiessen na ja nur wenn sie sich nicht fangen lassen um umgesiedelt zu werden zum Beispiel nach Russland ,vielleicht kann da jemand mal mit der russischen Regierung sprechen.

20.10.2018 19:29 G. Schmitz an Ekkehard Kohfeld 47

Hallo Herr Kohfeld,
schauen Sie mal beim googeln genauer hin,
dort ist nur ein Forum wo diskutiert wird
aber keine wirklicher Beleg, dass Wölfe in Niedersachsen ausgewildert wurden.

Der Aufreisser ist nur, was Sie immer für abstruse Vergleiche ziehen, Gehegewölfe, Kormoran, Emu....

20.10.2018 18:51 Ekkehard Kohfeld 46

Ach und das geht auch noch wer das wohl gemacht hat?
"Sabotage: Wölfe entlaufen aus Gehege | Bayern - OVB online"der ist auch gut "Keine Scheu vor Menschen: Entlaufenen Wölfen im Bayerischen Wald ..."und das zu freilassen 14.10.2017 - Grafenau (dpa/lby) - Die im Nationalpark Bayerischer Wald mutwillig aus einem Gehege freigelassenen Wölfe werden immer seltener gesichtet ...sueddeutsche.de.