Forstarbeiter beräumen mit Maschinen gefällte Bäume.
Forstarbeiter räumen umgestürzte Bäume weg. Bildrechte: MDR/Rica Sturm

Medienbericht 114.000 Hektar Wald müssen aufgeforstet werden

Baumschäden durch Stürme und Dürre werden die Forstwirtschaft nach Schätzungen der Bundesregierung noch Jahre beschäftigen. Allein seit Anfang 2018 wurden demnach 114.000 Hektar Wald schwer beschädigt.

Forstarbeiter beräumen mit Maschinen gefällte Bäume.
Forstarbeiter räumen umgestürzte Bäume weg. Bildrechte: MDR/Rica Sturm

Wegen Sturm- und Dürreschäden müssen in Deutschland schätzungsweise 114.000 Hektar Wald neu aufgeforstet werden. Das berichtet die "Rheinische Post" unter Berufung auf eine Antwort der Bundesregierung auf eine Bundestagsanfrage der FDP. Die Fläche entspricht etwa der Hälfte des Harzes.

Besonders Borkenkäfer macht Wäldern zu schaffen

Erfahrungsgemäß dauere es mehrere Jahre, bis die Forstwirtschaft einen so großen Schaden bewältigt habe, zitiert das Blatt aus der Regierungsantwort. Experten gingen davon aus, dass es eine Generation dauern werde, bis die Bäume nachgewachsen seien.

Von Januar 2018 bis März 2019 seien allein zwei Drittel der Baumschäden durch Borkenkäfer verursacht, hieß es. Ein Drittel der Schäden ging demnach auf Stürme zurück. Starke Trockenheit begünstigt die Ausbreitung von Borkenkäfern. Besonders betroffen sind dabei Fichten - von denen es größere Vorkommen auch in Sachsen und Thüringen gibt.

Ersten Schätzungen der Bundesländer zufolge sind 76.000 Hektar an Privat- und Körperschaftswäldern schwer geschädigt. Im Staatswald müssen 38.000 Hektar wieder aufgeforstet werden.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 26. April 2019 | 06:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 26. April 2019, 14:37 Uhr