Menschen mit Einkaufstüten in Erfurt
Wie schon 2011 soll bei der Volkszählung vor allem auf bereits vorhandene Verwaltungsdaten zurückgegriffen werden. Bildrechte: imago/Hoch Zwei Stock/Angerer

Zensus Bundestag beschließt Volkszählung 2021

In Deutschland soll es in zwei Jahren wieder eine Volkszählung geben. Das hat in der Nacht der Bundestag beschlossen. Dieses Mal soll auch der Wohnraum erfasst werden. Heikel ist die geplante Kostenverteilung.

Menschen mit Einkaufstüten in Erfurt
Wie schon 2011 soll bei der Volkszählung vor allem auf bereits vorhandene Verwaltungsdaten zurückgegriffen werden. Bildrechte: imago/Hoch Zwei Stock/Angerer

In zwei Jahren wird in Deutschland wieder gezählt. Dann sollen neben Bevölkerung auch Gebäude und Wohnungen erfasst werden.  Der Bundestag verabschiedete dazu in der Nacht zum Freitag ein Gesetz.

Wie schon beim Zensus 2011 sollen für die Zählung vor allem auf bereits vorhandenen Daten in den Verwaltungen zurückgegriffen werden. Hinzu kommen stichprobenartige Befragungen von Bürgern.

Kritik aus den Ländern

Die Kosten werden auf knapp eine Milliarde Euro geschätzt. Das sind rund 50 Prozent mehr als beim letzten Zählen 2011. Die Bundesregierung begründet die Steigerung mit höheren Anforderungen an Datenschutz und Datensicherheit.

Wegen der Kosten droht ein Streit mit den Bundesländern. Denn vorgesehen ist, dass der Bund für den Zensus rund 240 Millionen Euro zahlt, die Länder aber gut 720 Millionen Euro. Vertreter der Länder lehnen das ab und wollen laut „Neuer Osnabrücker Zeitung“ den Vermittlungsausschuss anrufen.

Das Gesetz ist im Bundesrat zwar nicht zustimmungspflichtig. Aber im Vermittlungsausschuss könnte die Umsetzung erheblich verzögert werden. Die Länder werden sich mit der Sache voraussichtlich am 28. Juni befassen.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 07. Juni 2019 | 06:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 07. Juni 2019, 09:11 Uhr

Die Kommentierungsdauer ist abgelaufen. Der Beitrag kann deshalb nicht mehr kommentiert werden.

7 Kommentare

07.06.2019 23:25 Bernd L. 7

(DER) Stefan:
"... bereits die Leugnung des menschengemachten Klimawandels für sich als neues Thema endeckt. "
Dürfen Nichtgläubige der Klimareligion wie ich am (bislang unbewiesenen) menschengemachten Klimawandel zweifeln ?

07.06.2019 16:00 Fragender Rentner 6

Zitat von Oben: Bundestag beschließt Volkszählung 2021

Ja beschließen können sie vieles nur klappt dann die Umsetzung ?

Oder machen sie es wie bei der letzen Volkszählung wieder so mir der Hochschätzung, wo dann die Kommunen in Widerspruch gingen?

07.06.2019 12:35 Stefan (Der) 5

@3. Ralf Richter: Man muss schon ein sehr eingeschränktes Sichtfeld haben, um immer nur auf einem Thema, welches eigentlich niemanden mehr interessiert, weiter rumzureiten. Selbst die "blaue Alternative" hat bereits die Leugnung des menschengemachten Klimawandels für sich als neues Thema endeckt. Aber dennoch gebe ich Ihnen zum Teil recht. Es sollte langsam mal zeitgemäß "Bevölkerungszählung" benannt werden. Den Sinn der ganzen Sache stelle ich stark in Frage.

07.06.2019 12:13 Ossi 4

Jetzt fliegen alle Airbnb-Vermieter auf... haha, vorbei mit Steuerhinterziehung!

07.06.2019 11:18 Ralf Richter 3

"Volkszählung", so so .....
Darf man den Begriff denn noch verwenden?
Und welches "Volk" soll denn gezählt werden?
Will man die vielen Unbekannten von 2015 jetzt erfassen?
Fragen, Fragen .......

07.06.2019 10:54 Bernd 2

@Ureinwohner jetzt muss ich mit Ihnen schimpfen. Geben Sie doch den Politikern nicht noch solche Hinweise. Aber logisch waere es.

07.06.2019 09:12 Ureinwohner 1

In Deutschland soll es in zwei Jahren wieder eine Volkszählung geben. Das hat in der Nacht der Bundestag beschlossen. Dieses Mal soll auch der Wohnraum erfasst werden. Fein für den Staat da lassen sich sicher neue Steuerquellen erschließen. Vielleicht eine Fehlbelegungssteuer für große Wohnungen ? Oder glaubt jemand,der Bürger hätte einen Vorteil davon ?