Oppermann-Nachfolge SPD-Politikerin Ziegler neue Bundestagsvizepräsidentin

Die Brandenburger SPD-Bundestagsabgeordnete Ziegler ist zur Vizepräsidentin des Bundestags gewählt worden. Die 60-Jährige tritt damit die Nachfolge ihres Parteikollegen Oppermann an, der im Oktober überraschend gestorben war.

Dagmar Ziegler bekommt von Rolf Mützenich Blumen.
Dagmar Ziegler wurde am Donnerstag mit großer Mehrheit zur Vizepräsidentin des Bundestages gewählt. Bildrechte: dpa

Die SPD-Bundestagsabgeordnete Dagmar Ziegler ist zur Vizepräsidentin des Bundestags gewählt worden. Die SPD-Fraktion hatte die Brandenburger Abgeordnete nach dem überraschenden Tod ihre Parteikollegen Thomas Oppermann für dessen Nachfolge nominiert. Oppermann war im Oktober im Alter von 66 Jahren verstorben.

Seit 2009 im Parlament

Ziegler erhielt gleich im ersten Wahlgang im Bundestag die notwendige Mehrheit. Sie bekam 536 von 657 abgegebenen Stimmen. Die 60-Jährige war bisher eine von vier parlamentarischen Geschäftsführern der SPD-Fraktion. Der Fraktionsvorstand hatte sie für das Amt unter anderem wegen ihrer Herkunft aus Ostdeutschland vorgeschlagen. Sie ist seit 2009 im Bundestag.

AfD scheitert erneut

Die AfD-Fraktion scheiterte erneut damit, einen Bundestagsvizepräsidenten aus ihren Reihen wählen zu lassen. Der AfD-Abgeordnete Harald Weyel kam im ersten Wahlgang nicht auf die notwendige Mehrheit der Stimmen. Seine Partei war zuvor bereits mit fünf Wahlvorschlägen für das Amt des Vizepräsidenten in jeweils drei Wahlgängen gescheitert.

Laut Geschäftsordnung des Bundestages kann jede Fraktion einen Vizepräsidenten stellen.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 26. November 2020 | 16:15 Uhr