Terminplan CDU wählt neuen Chef am 25. April

Die CDU will am 25. April einen neuen Parteivorsitzenden wählen. Noch-Parteichefin Kramp-Karrenbauer teilte mit, noch in dieser Woche würden mögliche Bewerber erklären, ob sie kandidieren oder nicht.

Annegret Kramp-Karrenbauer, Vorsitzende der CDU, verlässt eine Pressekonferenz nach den Gremiensitzungen der CDU im Konrad-Adenauer-Haus.
Verlässt am 25. April den Parteivorsitz: Annegret Kramp-Karrenbauer. Bildrechte: dpa

Die CDU soll am 25. April einen neuen Vorsitzenden bekommen: Der Parteivorstand beschloss am Montag in Berlin, für diesen Tag einen Sonderparteitag zur Wahl des Nachfolgers von Annegret Kramp-Karrenbauer einzuberufen, wie aus Parteikreisen verlautete. Zuvor hatte sich das Präsidium für diesen Termin ausgesprochen.

Kramp-Karrenbauer: Kandidaten erklären sich in dieser Woche

Kramp-Karrenbauer erklärte, noch in dieser Woche würden mögliche Bewerber erklären, ob sie kandidieren oder nicht. Sie gehe davon aus, dass es auch bei den möglichen Kandidaten, NRW-Ministerpräsident Armin Laschet, Ex-Bundestagsfraktionschef Friedrich Merz und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn Interesse an einer Bewerbung gebe. Als einziger hat bisher der CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen seine Kandidatur angekündigt.

Unterlegene sollen sich in Parteiarbeit einbinden

Für eine Kandidatur um den Parteivorsitz sei mindestens eine Nominierung durch einen Kreisverband oder ein ähnliches Gremium nötig, sagte Kramp-Karrenbauer. Bei ihren Gesprächen mit den drei möglichen Bewerbern habe es Einvernehmen gegeben, dass sich auch die Unterlegenen erkennbar und sichtbar in die Parteiarbeit einbinden würden. Damit sei die Grundlage dafür gelegt, dass selbst nach einer strittigen Entscheidung deutlich sei, dass die CDU nur bei breiter Aufstellung stark und zukunftsfähig sei.

Karrenbauer: Vorsitzendenwahl klare Vorentscheidung für Kanzlerkandidatur

Kramp-Karrenbauer fügte hinzu, mit der Entscheidung auf dem Parteitag werde auch die Frage geklärt, wer der Kanzlerkandidat der CDU sei. Wie man zu einem gemeinsamen Kanzlerkandidaten der Union gemeinsam mit der CSU kommen werde, müsse dann ihr Nachfolger als Parteichef klären müssen. Diese Wahl in acht Wochen sei aber mehr als nur die Wahl eines CDU-Vorsitzenden, sondern ein ganz klares "Präjudiz" für die Kanzlerkandidatur.

Thüringer CDU-Spitze in Berlin

Die CDU-Spitze hatte am Montag auch über die Bürgerschaftswahl in Hamburg sowie über die Regierungskrise in Thüringen debattiert. Dazu waren führende CDU-Politiker, wie Landeschef Mike Mohring, sein Stellvertreter Mario Voigt und Generalsekretär Raymond Walk eingeladen. Walk erklärte, man sei gebeten worden, dem Bundesvorstand und dem Präsidium über die Gespräche mit Rot-Rot-Grün zu berichten. Dabei habe es das generelle Verständnis für den Willen der Thüringer CDU-Fraktion gegeben, "über parlamentarische Verfahren zu einer Lösung beizutragen um stabile Verhältnisse für Thüringen zu erreichen." Zugleich habe die Bundesspitze deutlich gemacht, dass die aktuellen Beschlusslagen gelten. Walk sagte: "Für uns ist klar: Die CDU-Fraktion im Thüringer Landtag wählt Bodo Ramelow nicht zum Thüringer Ministerpräsidenten und es gibt keine Zusammenarbeit mit der AfD."

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 24. Februar 2020 | 10:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 24. Februar 2020, 17:39 Uhr

2 Kommentare

Dreissiger vor 5 Wochen

Solange denen Merkels Platz im Kanzleramt wichtiger ist als die Wähler und gute Politik für die arbeitenden Menschen, wird's weiter bergab gehen.
Die SPD zeigt wie es in Richtung 5% geht.
Volksparteien das war einmal.

Klaus vor 5 Wochen

Das war mir klar, dass man, bzw. frau, dieses Thema nicht bis Herbst aussitzen kann.