CSU-Verkehrspolitiker Rainer Union bleibt bei Nein zu Tempolimit auf Autobahnen

CDU und CSU im Bundestag lehnen weiterhin ein generelles Tempolimit für Autobahnen ab. Der verkehrspolitische Sprecher Rainer sagte MDR AKTUELL, sinnvoller wären bessere Verkehrsleitsysteme.

Die Union im Bundestag ist weiter gegen ein flächendeckendes Tempolimit auf Autobahnen. Der verkehrspolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion, Alois Rainer, sagte MDR AKTUELL, deutsche Autobahnen seien verkehrstechnisch sehr gut ausgebaut. Sie zählten "zu den sichersten Straßen der Welt".

Wir sind nach wie vor gegen ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen.

Unions-Verkehrspolitiker Alois Rainer (CSU)  

Außerdem gibt es Rainer zufolge bereits auf rund 30 Prozent der Autobahnen ständig oder zeitweise Tempobeschränkungen. Wenn man Baustellen dazu nehme, dann komme man auf einen Anteil von 40 Prozent.

Rainer sprach sich dafür aus, Verkehrsleitsysteme auszubauen. Diese wiesen rechtzeitig auf Stau, Baustellen oder Unfälle hin. "Da könnte man viel tun und vor allem wäre dann die situationsangepasste Geschwindigkeit ganz oft deutlich unter 130 km/h."

Grüne: Tempolimit wäre unsere erste Maßnahme

Die Grünen wollen bei einer Regierungsbeteiligung im Bund ein flächendeckendes Tempolimit von 130 Kilometern pro Stunde auf Autobahnen einführen. Parteichef Robert Habeck sagte dem Nachrichtenportal "The Pioneer", es sei "wahrscheinlich die erste Maßnahme einer neuen Regierung, wenn die Grünen mit dabei sind". Da gebe es keinen Spielraum.

CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak entgegnete: "Wir haben keine Zeit für Sommerlochthemen." Er sagte dem Redaktionsnetzwerk RND, die Union arbeite derzeit vor allem gegen die Pandemie und die Folgen der Corona-Krise. Darum sollten sich auch die Grünen besser kümmern.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 14. Juli 2020 | 15:30 Uhr

43 Kommentare

wo geht es hin vor 3 Wochen

Und Sie glauben im Ernst, dass die Raser sich dann ganz vorbildlich an die vorgegebene Geschwindigkeit halten, wenn Sie da ein paar Schilder aufstellen und an die Vernunft derjenigen appellieren? Lächerlich und vollkommen realitätsfern. Allerdings muss ich eingestehen, dafür auch kein Patentrezept zu haben. Idioten hat es immer gegeben und wird es immer geben. Eine Minichance wenigstens zur Absenkung der Raserei sehe ich in einer Kombination aus richtig fettem Bußgeld mit mehrjährigem Fahrverbot (auch für Ersttäter), noch mehr Themenschwerpunkt darauf in der Fahrschule und in einer PS - Beschränkung (meinetwegen bis 5 Jahre und dann bis 100 PS) für Fahranfänger. Die Beschränkung dürfte auch nur dann aufgehoben werden, wenn derjenige sich bis dahin nichts in der Richtung Raserei hat zuschulden kommen lassen. Ist aber nur eine These und schwer umsetzbar und hat natürlich auch Macken.

nasowasaberauch vor 3 Wochen

Steht doch alles da "nicht auf die normale Strasse übertragbar", nur nörgeln um des Nörgelns Willen ist kein Beitrag, aber Sie können es für mich ja zu Ende denken, bin gespannt.

Der Erfurter Bub vor 3 Wochen

Sie vergleichen mal wieder Äpfel mit Birnen. Zweifelsohne gibt es viele Opfer auf Landstraßen zu beklagen, aber haben sie sich die Relationen Autobahn KM versus Bundes,-Land,- Gemeindestrassen angesehen? Knapp 13K Autobahnkilometern stehen 600K Bundes,-Land,- Gemeindestrassen gegenüber. Wie sieht dann ihre Statistik aus? Und solange es Vetkehrstote auf Autobahnen durch überhöhte Geschwindigkeit gibt, ist eine Begrenzung der Höchstgeschwindigkeit dringend erforderlich. Sicherlich kann man sich einigen das in den Nachtstunden das aufgehoben wird. So 22-5uhr frei.
"Auf deutschen Autobahnen sind 2018 laut Statistischem Bundesamt (Destatis) bei Unfällen 424 Menschen ums Leben gekommen. 196 Verkehrstote, und damit fast die Hälfte, starb demnach auch wegen einer nicht angepassten Geschwindigkeit. Insgesamt starben 71 Prozent der Autobahn-Todesopfer auf Strecken ohne Tempolimit."
Quelle Statistisches Bundesamt
Sollte einen zu Denken geben.