Das Logo der KfW an der Zentrale der KfW Bankengruppe
Aufgelegt werden soll die Klima-Anleihe von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Sie ist die weltgrößte nationale Förderbank sowie nach Bilanzsumme die drittgrößte Bank Deutschlands.  Bildrechte: dpa

Klimaschutz-Förderung CSU für Klima-Anleihe mit zwei Prozent Zinsen

Die Bundesregierung plant mehr Investitionen für Klimaschutzmaßnahmen. Dazu schlägt die CSU eine Klima-Anleihe mit zwei Prozent Verzinsung vor, die CDU eine Abwrackprämie für alte Ölheizungen.

Das Logo der KfW an der Zentrale der KfW Bankengruppe
Aufgelegt werden soll die Klima-Anleihe von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Sie ist die weltgrößte nationale Förderbank sowie nach Bilanzsumme die drittgrößte Bank Deutschlands.  Bildrechte: dpa

Die CSU will "Milliardeninvestitionen in klimafreundliche Technologien". Zur Finanzierung schlägt die Partei eine staatliche Anleihe vor mit garantierten zwei Prozent Zinsen. Die Klima-Anleihe soll von der Förderbank KfW herausgeben und eine Laufzeit bis 2030 haben. Landesgruppenchef Alexander Dobrindt sagte der "Bild am Sonntag", von dieser Bürgerinvestition würden Klima und Bürger profitieren.

Anleihen Anleihen sind Kreditbriefe, bei denen heute in aller Regel für einen Nennbetrag von 1.000 Euro pro Stück ein fester Zinssatz und eine Laufzeit festgelegt sind. Der Käufer einer Anliehe als Kreditgeber zahlt also 1.000 Euro an den Schuldner. Dieser zahlt in der Regel einmal jährlich dem Inhaber der Anleihe den zu Beginn der Laufzeit fest vereinbarten Zinssatz aus.

Herausgegeben und gehandelt werden die Papiere zu an den Börsen festgelegten Kurswerten, die deutlich über oder unter 1.000 Euro liegen können. Erst aus dem Kaufpreis (Kurswert) und den Zinsen auf den Nennbetrag ergibt sich die eigentliche Rendite einer Anleihe für deren Besitzer. Die Rendite bei Anleihen ist quasi der Effektivzins der Anleihen.

CDU will Abwrackprämie für alte Ölheizungen

Das Verkehrs- und Bauministerium will künftig verstärkt Einzelmaßnahmen in älteren Gebäuden fördern. Staatssekretärin Anne Katrin Bohle stellte für neue Fenster eine bessere Dämmung oder umweltfreundliche Heizungen Steuererleichterungen in Aussicht.

Ferner schlug die CDU eine Abwrackprämie für alte Ölheizungen vor. Fraktionsvize Andreas Jung regte ein "Umweltprämie" von mehreren Tausend Euro an, wenn Hausbesitzer auf eine klimafreundlichere Heizung umsteigen.

Grüne gegen Förderung von Ölheizung

Der Thermostat eines Heizkörpers in einer Wohnung.
Die Modernisierung von Ölheizungen wird gefördert. Klimaschützer wollen komplett weg von fossilen Brennstoffen. Bildrechte: imago/McPHOTO

Die Grünen sehen die Förderung der Modernisierung von Ölheizungen kritisch. Das sei das Gegenteil von Energiewende und Klimaschutz, sagte die energiepolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion, Julia Verlinden. Die Grünen fordern die konsequente Umstellung auf Wärmepumpen. Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums auf Grünen-Anfrage wurden alleine im vergangenen Jahr 17.400 neue Ölheizungen mit 40 Millionen Euro gefördert.

Konkrete Maßnahmen bis 20. September

Steuervorteile für eine energetischen Gebäudesanierung sind seit Jahren im Gespräch und stehen im Koalitionsvertrag von Union und SPD. Das sogenannte Klimakabinett der Bundesregierung will am 20. September ein Maßnahmenpaket beschließen.

Aus dem Gebäudesektor stammten 2018 nach vorläufigen Angaben des Umweltbundesamts 117 Millionen von insgesamt 866 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent. Gebäude hatten damit einen Anteil von 13,5 Prozent am deutschen Treibhausgas-Ausstoß. Bis 2030 soll der Ausstoß auf 72 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent sinken.

MDR AKTUELL RADIO

Zuletzt aktualisiert: 25. August 2019, 14:36 Uhr

32 Kommentare

Wessi vor 11 Wochen

Eine ganze Menge, werter w.g.e.h.! Sihe Großindustrie+Zulieferer (alle tariflich gebunden), s.weite Teile des ÖD, siehe Bauwirtschaft (ausser Schwarzarbeiter),s.mittlere Handwerksbetriebe.Wieso "vor dem Staat in Sicherheit bringen"? Muß man sich vor sich selbst schützen?Ihnen scheint das nötige nationale Bewusstsein der sozialen Marktwirtschaft zu fehlen?Der Staat sind wir.

Wessi vor 11 Wochen

Nein, Kritiker, es geht NICHT um die Reichen die "genügend Geld" haben um anzulegen, sondern um die zwischen denjenigen die kein zusätzliches Geld haben+den Reichen.Also Großindustrie, ÖD, Angestellte in der Wirtschaft, kleinere Handwerker.Letztendlich um die Mehrheit der Bevölkerung, also um alle die zwar kein Geld für Betongold haben od. keine Schulden machen wollen, um zu bauen, aber durchaus ihre ansehnlichen Euros auf Sparkonten haben.Ihre Einschätzung wie d.dt.Sparer angelegt haben ist schlichtweg falsch.

Wessi vor 11 Wochen

Auch hier, bei einem von Ihnen geänderten nick, kommen wir nicht weiter.Sie träumen immer von der 100%-Erfüllung, wie derzeit in der DDR.Das ist (tw.leider) nicht real.Ausserdem argumentieren Sie mit d.zweiten Schrittt (Verwendungszweck) vor dem ersten.Ersteinmal ist es doch gut, daß im Mittelstand ertragreicher gespart wird.Ausserdem muß irgendwer anfangen.Wenns die klugen Europäer sind.Egal wer!