Das Wort ''Datenschutz'' und Zahlen sind auf einem Computermonitor zu sehen.
Seit Ende Mai 2018 gilt die EU-Datenschutzgrundverordnung, die Verbraucher besser vor dem Missbrauch ihrer Daten schützen soll. Bildrechte: dpa

Neue Verordnung 75 Verstöße gegen europäischen Datenschutz geahndet

Fast eine halbe Million Euro Bußgelder haben Datenschutzbeauftragte der Bundesländer innerhalb eines Jahres verhängt. Seit Inkrafttreten der europäischen Datenschutzgrundverordnung Ende Mai 2018 wurden in sechs Bundesländern Verstöße gegen die neue Regel bestraft.

Das Wort ''Datenschutz'' und Zahlen sind auf einem Computermonitor zu sehen.
Seit Ende Mai 2018 gilt die EU-Datenschutzgrundverordnung, die Verbraucher besser vor dem Missbrauch ihrer Daten schützen soll. Bildrechte: dpa

Die Datenschutzbeauftragten der Bundesländer haben seit Inkraftreten der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) vor knapp einem Jahr 75 Verstöße geahndet. Das berichtet die "Welt am Sonntag" unter Berufung auf eine Umfrage bei den Behörden, an der sich 14 der 16 Länder beteiligten. Seit Ende Mai vergangenen Jahres wurden demnach mindestens 449.000 Euro Bußgelder in sechs Bundesländern verhängt. Die Spanne reiche von wenigen hundert bis zu mehreren zehntausend Euro.

Höchstes Bußgeld in Baden-Württemberg

Das höchste einzelne Bußgeld in Höhe von 80.000 Euro wurde dem Bericht zufolge in Baden-Württemberg verhängt. Grund waren Gesundheitsdaten, die im Internet gelandet waren. Auch die Gesamthöhe der verhängten Strafen lag in Baden-Württemberg am höchsten: mit 203.000 Euro in insgesamt sieben Fällen. Zudem gab es Bußgelder in Rheinland-Pfalz, Berlin, Hamburg, Nordrhein-Westfalen und im Saarland. Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern beteiligten sich nicht an der Umfrage.

Die EU-Datenschutzgrundverordnung war am 25. Mai 2018 in Kraft getreten. Unternehmen, Vereine und Behörden müssen sich seitdem an strengere Regeln bei der Verarbeitung personenbezogener Daten halten. So müssen Verbraucher darüber informiert werden, wer Daten wie Name, Adresse, E-Mail-Adresse und Ausweisnummer aus welchem Grund sammelt. Zudem bekommen Kunden und Nutzer mehr Möglichkeiten, gegen Missbrauch vorzugehen.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 12. Mai 2019 | 06:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 12. Mai 2019, 11:10 Uhr