Junge Leute im Trabant.
Nach monatelangen Protesten überschlugen sich die Ereignisse am 9. November 1989 - und die deutsch-deutsche Grenze war offen. Bildrechte: actionpress/

9. November 1989 Der Tag des Mauerfalls - ein Stundenprotokoll

28 Jahre lang war die Grenze zwischen der DDR und der BRD streng bewacht. Mehr als 500 Menschen starben bei dem Versuch, die Grenzanlagen zu überwinden und in den Westen zu gelangen. Doch am 9. November 1989 brach dieser furchteinflößende Wall binnen Stunden in sich zusammen - nach monatelangen Bürgerprotesten und Massenflucht.

Junge Leute im Trabant.
Nach monatelangen Protesten überschlugen sich die Ereignisse am 9. November 1989 - und die deutsch-deutsche Grenze war offen. Bildrechte: actionpress/

Im Oktober 1989 hatte die DDR-Führung ihre Versuche aufgegeben, die Massendemonstrationen gegen ihre Politik zu unterbinden. Sie begann, sich aktiv mit den Forderungen der Massen auseinanderzusetzen. Am 6. November legte die neue Führung unter Egon Krenz ein neues Reisegesetz vor. Denn Reisefreiheit war eine der Hauptforderungen der Demonstranten.

Die neue Reiseverordnung - schneller umgesetzt als geplant

Doch dieser erste Entwurf kam nicht gut an. Und so wurde am 9. November 1989 eine neue Reiseverordnung erarbeitet. Unvergessen ist wohl jedem, wie Günter Schabowski die neue Reisefreiheit am frühen Abend live im Fernsehen verkündete. Und auch wenn es so nicht geplant war: Stunden später öffneten sich die Grenzübergänge in Berlin unter teils chaotischen Umständen.

Bei MDR AKTUELL können Sie diesen besonderen Tag noch einmal erleben. Mit Zeitzeugen und damals Beteiligten werden die Geschehnisse Stunde für Stunde nachgezeichnet – von 9 Uhr an bis Mitternacht. Wie kam es zur neuen Reisefreiheit? Wer hat sie genehmigt? Und warum wurde sie eher bekannt als vorgesehen? Hier können Sie den MDR AKTUELL - Radiopodcast hören:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 09. November 2019 | 09:45 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 09. November 2019, 09:45 Uhr