Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wird mit militärischen Ehren durch den Präsidenten von Burkina Faso, Roch Marc Kabore am Präsidentenpalast begrüßt.
Bundeskanzlerin Angela Merkel besuchte Anfang 2019 während ihrer Afrika-Reise unter anderem Burkina Faso. Bildrechte: dpa

"Compact with Africa" Deutschland will engere Zusammenarbeit mit Afrika

Die Bundesregierung strebt eine engere Zusammenarbeit mit den afrikanischen Ländern an. Ziel sei es dabei, die Afrikanische Union in ihren Entwicklungszielen zu unterstützen. Unter anderem soll eine nachhaltige Landwirtschaft gefördert werden.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wird mit militärischen Ehren durch den Präsidenten von Burkina Faso, Roch Marc Kabore am Präsidentenpalast begrüßt.
Bundeskanzlerin Angela Merkel besuchte Anfang 2019 während ihrer Afrika-Reise unter anderem Burkina Faso. Bildrechte: dpa

Im nächsten Jahr will Bundesentwicklungsminister Gerd Müller den Fokus verstärkt auf den afrikanischen Kontinent legen. Insgesamt stünden seinem Ministerium 10,88 Milliarden Euro für das Jahr 2020 zur Verfügung. Damit stieg der Etat um 640 Millionen Euro im Vergleich zu 2019.

Landwirtschaft angesichts des Klimawandels

Die zusätzlichen Mittel sollen in Maßnahmen für den Klimaschutz investiert werden, erklärte Müller. Weitere Schwerpunkte seien unter anderem die Bekämpfung von Hunger und Armut sowie die Förderung der Bildung. Als Teil des Landwirtschafts- und Ernährungssicherungsprogramms sollen mit 100 Millionen Euro auch Maßnahmen für eine klimaangepasste Landwirtschaft unterstützt werden. Diese ist nötig um auf Dürren und Extremwetterereignisse zu reagieren.

Bundeskanzlerin Angela Merkel betonte mit Blick auf die bevorstehende Konferenz der Initiative "Compact with Africa" die zentrale Bedeutung der deutsch-afrikanischen Beziehungen. In ihrem Podcast sagte die Kanzlerin, man wolle nicht über die Köpfe der Afrikaner hinweg sprechen, es gehe um Zusammenarbeit.

Investitionen in ausgewählten Ländern

Ziel des 2017 gestarteten "Compact with Africa" sei es, in den Partnerländern Zukunftsperspektiven zu eröffnen, damit die Menschen aus diesen Ländern nicht als Flüchtlinge nach Europa kommen. Bislang sind der Initiative mit Ägypten, Äthiopien, Benin, Burkina Faso, Elfenbeinküste, Ghana, Guinea, Marokko, Ruanda, Senegal, Togo und Tunesien zwölf Länder beigetreten. Für die kommende Konferenz stehen laut Merkel als Themen Investitionen, wirtschaftlicher Fortschritt und bessere politische Rahmenbedingungen auf der Tagesordnung.

Die Afrikanische Union habe sich darüber hinaus eigene Entwicklungsziele gesetzt, die sie bis 2063 erreichen will. In diesem Jahr feiert der Kontinent das Ende der Kolonialzeit zum hundertsten Mal.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 15. November 2019 | 09:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 16. November 2019, 13:38 Uhr

33 Kommentare

MDR-Team vor 4 Wochen

Hallo Bernd L.,

der afrikanische Kontinent hat 54 Länder mit unterschiedlichsten Problemen und Zielen. Wie Sie dem Artikel entnehmen können haben sich bisher 12 Länder angeschlossen, dessen Ziel ist die Erreichung der entwicklungspolitischen Ziele.
Die Aussage, dass jede 2. Frau in Afrika nicht verhüten kann, stimmt so nicht. Im Welt-Artikel "Warum in Afrika die Bevölkerungszahlen explodieren" ist bezieht sich diese Zahl auf die Länder südlich der Subsahara. Im Welt_Artikel "2050 muss Afrika zwei Milliarden ernähren" ist von jeder vierten Frau die Rede.
Es zu verkürzt die Fluchtursachen nur auf die Bevölkerungsdichte zurückzuführen. In diversen afrikanischen Staaten, wie dem Senegal, Libyen, Nigeria oder Somalia herrschen Konflikte und Kriege.
(https://www.daserste.de/information/politik-weltgeschehen/panorama/videosextern/fluchtursachen-wie-europa-den-konflikt-in-libyen-schuert-100.html)

Liebe Grüße aus der MDR.de-Redaktion

Bernd L. vor 4 Wochen

Das Kernproblem Afrikas (die Bevölkerunsexplosion- bis 2050 wird sich die Bevölkerung etwa verdopplen, ungefähr eine Milliarede Menschen mehr) wird im Artikel gar nicht erwähnt. Warum wohl?
Diese Menschen brauchen Energie, Lebensmittel, Handys etc- mit gewaltigen Konsequenczen für den CO2 Ausstoß, für den Migrationsdruck nach Europa (die Ökonomien der Länder sind dem nicht gewachsen) und für die Stabiltät der Welt (Kampf um Ressourcen). Eine große Kampagne wäre hier nötig (laut Welt-artikel kann jede 2. Frau dort nicht verhüten; Kondome, Pille, Ein-Kind-Politik).

MDR-Team vor 4 Wochen

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