Ein Blick auf ein Handy mit den verschiedenen Social Media Apps, wie Facebook, Instagram, Twitter.
Fast zwei Drittel der Deutschen haben Angst davor, dass ihre Daten im Netz missbraucht werden könnten. Gerade in den sozialen Medien ist der Umgang mit Daten aber häufig leichtfertig. Bildrechte: dpa

ARD-"Deutschlandtrend" Mehrheit befürchtet Datenmissbrauch

Eine Mehrheit der Deutschen befürchtet laut dem aktuellen ARD-"Deutschlandtrend" den Missbrauch ihrer Online-Daten. Die politische Stimmung in Deutschland bleibt nach dem Jahreswechsel nahezu unverändert.

Ein Blick auf ein Handy mit den verschiedenen Social Media Apps, wie Facebook, Instagram, Twitter.
Fast zwei Drittel der Deutschen haben Angst davor, dass ihre Daten im Netz missbraucht werden könnten. Gerade in den sozialen Medien ist der Umgang mit Daten aber häufig leichtfertig. Bildrechte: dpa

Die Deutschen sorgen sich um einen ausreichenden Datenschutz im Internet. Der aktuellen Umfrage des ARD-"Deutschlandtrends" zufolge befürchten 61 Prozent der Befragten, dass ihre Online-Daten missbraucht werden könnten. 35 Prozent der Befragten gaben an, nur geringe Sorge vor einem Missbrauch ihrer persönlichen Daten im Internet zu haben. Vier Prozent machen sich gar keine Sorge.

Notfalls Online-Nutzung einschränken

In dem vom Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap für die ARD-Tagesthemen ermittelten "Deutschlandtrend" erklärten 60 Prozent der Befragten, online so wenige persönliche Daten wie möglich anzugeben. Sie würden dafür auch in Kauf nehmen, dass sie manche Dienste nicht nutzen könnten. Nur drei Prozent halten die Weitergabe persönlicher Daten im Internet für unproblematisch.

Vergangene Woche hatte die illegale Veröffentlichung privater Daten von Politikern und Prominenten im Internet für Aufregung gesorgt. Für den aktuellen ARD-"Deutschlandtrend" wurden am 7. und 8. Januar insgesamt 1005 Wahlberechtigte telefonisch befragt.

Kramp-Karrenbauer punktet im Jahresvergleich

Die politische Stimmung in Deutschland bleibt nach dem Jahreswechsel der Umfrage zufolge kaum verändert: Die Union verliert in der Sonntagsfrage einen Punkt im Vergleich zum Vormonat und kommt auf 29 Prozent. Die Grünen bleiben stabil bei 20 Prozent, die SPD kommt auf 15 Prozent (+1). Die AfD erreicht weiterhin 14 Prozent. FDP und Linke liegen gleichauf bei neun Prozent (+1).

Mit der Arbeit der Bundesregierung sind aktuell 35 Prozent (-1) der Befragten zufrieden, 65 Prozent (+1) dagegen weniger oder überhaupt nicht zufrieden. Mit der Arbeit von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sind 56 Prozent (-1) der Befragten zufrieden oder sehr zufrieden. Die im Dezember zur neuen CDU-Vorsitzenden gewählte Annegret Kramp-Karrenbauer erreicht 46 Prozent Zustimmung. Das sind elf Punkte mehr als im  März des vergangenen Jahres.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 11. Januar 2019 | 01:41 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 11. Januar 2019, 02:12 Uhr

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9 Kommentare

12.01.2019 17:09 Ekkehard Kohfeld 9

Fragender Rentner 8
Da gibt es doch einen ständigen Handel mit unseren Daten in Deutschland.
Was ist da nur neu dan ??? :-(((

Gar nichts neu dran,bei Versicherungsvertreten wahr das schon ewig gang und gäbe mit Adressen zu handeln wie sollt man sonst an neue Kunden kommen.

12.01.2019 16:01 Fragender Rentner 8

Da gibt es doch einen ständigen Handel mit unseren Daten in Deutschland.

Was ist da nur neu dan ??? :-(((

Die Post hatte das vor Jahren auch schon in Größenordnung getan !!!

12.01.2019 15:58 Fragender Rentner 7

Zitat von Oben: Notfalls Online-Nutzung einschränken

Gibt es bestimmt noch nicht?

11.01.2019 15:26 Fragender Rentner 6

Zitat von Oben: Die Union verliert in der Sonntagsfrage einen Punkt im Vergleich zum Vormonat und kommt auf 29 Prozent. Die Grünen bleiben stabil bei 20 Prozent, die SPD kommt auf 15 Prozent (+1). Die AfD erreicht weiterhin 14 Prozent. FDP und Linke liegen gleichauf bei neun Prozent (+1).

Wenn die eine Partei einen Punkt verliert und die Andere einen gewinnt, das geht ja noch auf, richtig?

Wenn aber 2 Parteien je einen Punkt zulegen (+1), welche andere Partei hat da nur eingebüßt ???

11.01.2019 15:19 Fragender Rentner 5

Kommt darauf an wie man die Fragen stellt und schon bekommt man das Ergebnis welches man sich wünscht. :-)

Wie bei Fr. Klöckner mit dem Geschmack und man wil gesundes Essen. :-(

Sinngemäß als Reaktion von ihr, na ihr Bürger wißt wohl nicht was ihr wollt ??? :-(((

11.01.2019 15:04 Thomas 4

"Der aktuellen Umfrage des ARD-"Deutschlandtrends" zufolge befürchten 61 Prozent der Befragten, dass ihre Online-Daten missbraucht werden könnten."

Und wieviele der Befragten sind bereit, auf Smartphone, Whatsapp, Facebook, digitale Rabattkarten und den ganzen Zimt zu verzichten, der hinten dran hängt an diesem Zeugs?

Und fingen im Gegenzug dafür an, wenigstens ihre Mails zu verschlüsseln und haben als neudeutsches Opt-Out der Weitergabe ihrer Daten durch die Meldeämter widersprochen?

Und wieviele dieser besorgten Befürchter haben bei dieser "Umfrage" bereitwillig Name, Adresse usw. herausgerückt?

Bemerkenswert, welche Phobien bereits ein einzelner Halbwilder aufwecken lässt...

11.01.2019 12:38 Franzi 3

jetzt ist es 100 x schlimmer als bei Horch und Guck , in diesem Staat , für uns Bürger .

11.01.2019 12:30 Ekkehard Kohfeld 2

@ na so was 1 Man kann es so sagen, unsere Daten werden zu 100 % von den staatlichen Stellen missbraucht. Warum sollte das anders ?##

Völlig richtig wofür braut man sogar neue Abhörzentren oder den sogenannten Staatstrojaner.

Abhörzentrum der norddeutschen Länder soll 2020 in Betrieb gehen ...
Telefonüberwachungen der Polizei: Abhörzentrum in Leipzig startet ...
Aufklärung und Vorbeugung: Abhörzentrum Ost vereinbart - n-tv.de

11.01.2019 10:55 na so was 1

Man kann es so sagen, unsere Daten werden zu 100 % von den staatlichen Stellen missbraucht. Warum sollte das anders ? In der "ehemaligen DDR" war es halt arbeitsintensiver, da die Vernetzung mit Computern noch gar nicht bzw. noch nicht weit genug vorangeschritten war. Dort mussten eben die Mitarbeiter von "Horch und Guck" in die Spur geschickt werden. Auch in der heutigen Zeit wollen die Oberen möglichst Alles über einen wissen. Die Methoden, die dabei angewendet werden, ist denen sch… egal. Hauptsache man weiß möglichst alles von Einem.