Jemand notiert etwas mit einem spziellen Stift auf einem Tablet.
Digitaler Unterrricht verändert das Lernen. Auch das will gelernt sein. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Neu aufgelegt Schnelle Internetanschlüsse für 5.000 Schulen

Server, Netz und Schulcomputer - darauf warten Schüler und Lehrer seit Jahren. 2016 versprach die damalige Bildungsministerin Wanka ein Fünf-Milliarden-Euro-Programm. Doch daraus wurde zunächst nichts. Jetzt erhielten die ersten 1.000 Schulen Fördervereinbarungen.

Jemand notiert etwas mit einem spziellen Stift auf einem Tablet.
Digitaler Unterrricht verändert das Lernen. Auch das will gelernt sein. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Mehr als 5.000 Schulen sollen bald schnelles Internet erhalten. Das berichten die Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland und berufen sich auf eine Antwort des Verkehrsministeriums auf eine Anfrage der FDP.

Demnach erhalten die Schulen Mittel aus einem Investitionsprogramm des Bundes. Es umfasst insgesamt 4,4 Milliarden Euro. Von der Förderung sollen Schulen profitieren, in denen "pro Klassenzimmer keine 30 Mbit/s zur Verfügung stehen".

1.000 Schulen können loslegen

Nach Angaben des Verkehrsministeriums sind bisher knapp 1.000 Vergabeverfahren abgeschlossen. Endgültige Förderbescheide seien bereits für 199 Schulen in Mecklenburg-Vorpommern, 99 in Niedersachsen, 39 in Nordrhein-Westfalen sowie drei in Sachsen erteilt worden. Die übrigen Verfahren laufen den Angaben zufolge noch. In Deutschland gibt es etwa 33.000 allgemeinbildende Schulen.

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer sagte, mit der Offensive ermögliche man digitales Lehren und Lernen und stärke die Grundlagen für die digitale Gesellschaft.

Bund hatte bereits 2016 Fünf-Milliarden-Programm angekündigt

Bereits 2016 hatte die damalige Bundesbildungsministerin Johanna Wanka ein Fünf-Milliarden-Euro-Programm aufgelegt. Die rund 40.000 Schulen sollten innerhalb von fünf Jahren mit Breitbandanbindung, WLAN und Computern ausgestattet werden. Die Länder versprachen im Gegenzug, ihre pädagogischen Konzepte anzupassen und ihre Lehrer weiterzubilden. Der Plan blieb vor der Bundestagswahl wegen fehlender Haushaltsmittel zunächst auf der Strecke, wurde aber nun leicht abgespeckt wieder im Koalitionsvertrag aufgenommen. Experten halten die vereinbarte Summe für viel zu niedrig, um die Digitalisierung nachhaltig in die Bildung zu integrieren.

Sachsen unter den letzten Vier

Zwischen den Bundesländern gibt es große Unterschiede bei der digitalen Bildung. Das zeigt die 2017 vorgelegte Studie "Schule digital" der Deutschen Telekom Stiftung. Die Studie erfasste die Ausstattung der Schulen, die Konzepte und wie Kompetenzen der Schüler gefördert werden. Dabei schnitten die Länder Rheinland-Pfalz, Hessen und Bayern besonders gut ab. In der Mittelgruppe befinden sich auch Sachsen-Anhalt und Thüringen. Unterdurchschnittlich schnitten Sachsen, Saarland, Schleswig-Holstein und Berlin ab.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 26. Mai 2018 | 06:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 26. Mai 2018, 08:37 Uhr

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