Eine Frau liest ein Buch auf ihrem E-Book-Reader am Strand
Das digitale Lesevergnügen wird wohl günstiger. Bildrechte: dpa

Kabinettsbeschluss Weniger Mehrwertsteuer auf E-Books

Für E-Books, digitale Zeitungen und Zeitschriften soll künftig der ermäßigte Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent gelten. Das hat die Bundesregierung beschlossen. Damit würde für die digitalen Produkte derselbe Steuersatz fällig wie für die gedruckten.

Eine Frau liest ein Buch auf ihrem E-Book-Reader am Strand
Das digitale Lesevergnügen wird wohl günstiger. Bildrechte: dpa

E-Books, digitale Zeitungen und Zeitschriften werden künftig wohl günstiger: Die Bundesregierung hat einen Gesetzentwurf verabschiedet, wonach für die digitalen Produkte derselbe Steuersatz gelten soll wie für gedruckte Ausgaben.

Gleicher Steuersatz für gleichen Text

Monika Grütters
Kulturstaatsministerin Grütters. Bildrechte: dpa

Bislang liegt der Mehrwertsteuersatz für E-Books, E-Papers und E-Zeitschriften noch bei 19 Prozent. Kulturstaatsministerin Monika Grütters sagte, Bücher, Zeitungen und Zeitschriften seien steuerlich gleich zu behandeln - "unabhängig davon, ob sie auf Papier oder in elektronischer Form erscheinen".

Eine vielfältige Presselandschaft sei für eine freie und unabhängige Meinungsbildung unverzichtbar - ganz gleich, ob die Inhalte online oder gedruckt vermittelt würden. Zudem erschöpfe sich der kulturelle Wert eines Buchs nicht in seiner gedruckten Form, sagte die CDU-Politikerin.

Zustimmung notwendig

Wann die Änderung in Kraft tritt, ist noch unklar: Bundestag und Bundesrat müssen zuvor noch zustimmen. E-Book-Reader, also die Geräte zum Lesen der E-Books und E-Papers, wären von der Steuerermäßigung nicht betroffen.

EU-Regel schrieb höheren Steuersatz fest

Dass gedruckte und digitale Bücher bislang nicht gleich besteuert werden, liegt an einer EU-Regelung. Diese schreibt fest, dass für elektronische Publikationen ein Mehrwertsteuersatz von mindestens 15 Prozent gelten muss.

Ende 2018 kippte der Rat der Europäischen Union diese Regelung und machte so den Weg für eine Angleichung frei.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 31. Juli 2019 | 15:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 31. Juli 2019, 16:23 Uhr

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3 Kommentare

01.08.2019 11:32 Mike 3

Ist doch eh wurscht - die Senkung der USt mindert doch nur die Zahllast des Herstellers. Der Endverbraucher zahlt das Gleiche! Oder wird Eure Bockwurst billiger, wenn ihr Sie am Stand esst?! Das hat schon bei der FDP-Bettensteuer nicht funktioniert!

31.07.2019 17:54 Gerd Müller 2

OK erfreulich also warte ich mit Nuanschaffung bis nach der Sommerpause ^^
steigt die Mwst dann aud europaweite 22% hat es sich erledigt

31.07.2019 17:08 Fragender Rentner 1

Toll, da kann ich das Ding so wie eine Zeitung aufschlagen. :-)