Wirtschaftslage Zahl der Arbeitslosen sinkt erstmals seit Corona

Monatelang stieg wegen der Corona-Krise die Zahl der Erwerbslosen in Deutschland. Im September wurde der Trend allerdings gestoppt. Die Bundesagentur für Arbeit sieht leichte Zeichen einer Besserung auf dem Arbeitsmarkt.

Zwei Figuren vor dem Logo der Arbeitsagentur
Erstmals seit Ausbruch der Coronavirus-Pandemie sinken die Arbeitslosenzahlen. Bildrechte: imago/imagebroker

Die Zahl der Erwerbslosen in Deutschland ist im September trotz der Corona-Krise leicht gesunken. Wie die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg mitteilte, waren im ablaufenden Monat knapp 2,85 Millionen Menschen erwerbslos. Das seien 108.000 weniger gewesen als im August. Im Vergleich zum September 2019 lag die Arbeitslosenzahl allerdings um 613.000 höher. Die Arbeitslosenquote lag damit bei 6,2 Prozent.

BA-Sprecher: Leichte Zeichen der Besserung

BA-Vorstandsmitglied Daniel Terzenbach sagte, die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Arbeitsmarkt seien nach wie vor deutlich sichtbar. Es zeigten sich aber leichte Zeichen einer Besserung. Auch im Bereich Kurzarbeit gibt es nach Angaben der Bundesagentur eine Entspannung. So sei nach vorläufigen Daten im Juli für 4,24 Millionen Menschen Kurzarbeitergeld gezahlt worden. Im Juni seien es 4,6 Millionen gewesen, im April 5,95 Millionen. Im August hatte die Bundesregierung beschlossen, das Kurzarbeitergeld länger als geplant zu zahlen.

Rückgang auch in Mitteldeutschland

Auch in Mitteldeutschland ging im September die Zahl der Arbeitslosen zurück und zwar in Sachsen auf 132.800, in Sachsen-Anhalt auf 86.200 und in Thüringen auf 68.100.

Der Geschäftsführer der Regionaldirektion für Sachsen-Anhalt und Thüringen, Markus Behrens, sagte, aktuell gebe es allein in Thüringen 13.300 Menschen, die wegen der Corona-Krise arbeitslos geworden seien und bisher nicht in einen neuen Job vermittelt werden oder eine Qualifizierungsmaßnahme antreten konnten. In Sachsen-Anhalt betrifft das Behrens zufolge aktuell 17.000 Menschen.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 30. September 2020 | 11:00 Uhr

11 Kommentare

Karl Schmidt vor 8 Wochen

@Peter
"Je schlechter es Deutschland geht, desto besser für die AfD".
Spätestens mit diesem Spruch zeigte besagter Herr auf, was ein "Anti-Deutscher" ist.

Paul Johannes vor 8 Wochen

Wenn ich vorhin in den Nachrichten richtig gehört habe, wird die Zahl der Menschen die von der Wirtschaftskrise betroffen sind nur in einzelnen Kuchenstücken präsentiert.
Wenn man die ALG1 Empfänger also die Arbeitslosen, dann die sog. " Unterbeschäftigten" also Menschen die in Maßnahmen vom Amt stecken und die Kurzarbeiter einmal zusammenzählt kommt man bei knapp 10 Millionen Menschen heraus !
In Worten: ZEHN Millionen.

Dazu kämen dann noch die Zahl der ALG2 Empfänger also dem umgangsprachlichen Hartz4 ...obendrauf!
WOW...Das ist eine echte Hausnummer .Wirtschaftskrise 4.0 kann man dies nennen.

Guter Schwabe vor 8 Wochen

Das Wahlkampfgeschenk Kurzarbeitergeld wird den Sozen noch auf die Füße fallen. Da diese aber nach der BT Wahl nicht mehr regieren werden, kann es ihnen dann auch egal sein, wer mit wie viel Geld nach der Kurzarbeit in die Arbeitslosigkeit rutscht. Heute im BT sprach der Fraktionsvorsitzende der Sozen schon von Steuererhöhung. Wir werden sehen, wie gesagt, der Winter kommt.