Landwirtschaft EU hilft Bauern wegen Dürre

Wegen der Dürre will die EU die finanzielle Unterstützung für Landwirte vorziehen. Wie die EU-Kommission mitteilte, können Bauern einen Teil der ursprünglich für Dezember geplanten Fördergelder bereits Mitte Oktober erhalten. Außerdem dürfen die Landwirte weitere Flächen zum Futteranbau nutzen.

Ein Landwirt steht auf einem vertrockneten Feld, auf dem nur wenige Maispflanzen wachsen
Die anhaltenden Trockenheit macht Landwirten in Europa zu schaffen. Bildrechte: dpa

Angesichts außergewöhnlicher Trockenheit bekommen Landwirte in Europa finanzielle Erleichterungen zugesprochen. Die EU-Staaten hätten die entsprechenden Vorschläge vom Juli gebilligt, teilte die EU-Kommission am Mittwoch in Brüssel mit.

Einen Großteil der ursprünglich für Dezember vorgesehenen Fördergelder könnten Landwirtschaftsbetriebe dadurch bereits Mitte Oktober erhalten. Dies gelte sowohl für Direktzahlungen an die Betriebe als auch für Fördergelder zur Entwicklung des ländlichen Raums.

Öko-Standards gelockert

Außerdem werden ökologische Vorschriften gelockert. Die Bauern dürfen demnach auch Flächen zum Futteranbau nutzen, die üblicherweise brach liegen. Auch Vorgaben bei der Bepflanzung mit Zwischenfrüchten werden gelockert.

Diese Maßnahmen sollten die europäischen Landwirte finanziell entlasten und einen Mangel an Futtermitteln [...] verhindern.

Phil Hogan, EU-Agrarkommissar

Nach der extremen Dürre 2018 hatten die Bauern in Deutschland zuletzt wieder eine etwas bessere Ernte eingefahren. Mit 45 Millionen Tonnen fiel beispielsweise die Getreideernte in diesem Jahr aber immer noch leicht unterdurchschnittlich aus. 2018 waren es 38 Millionen Tonnen, der Schnitt der Jahre 2013 bis 2017 betrug 48 Millionen Tonnen.

In Mitteldeutschland gab es erneut teils größere Einbußen wegen der Trockenheit. Das berichteten etwa die Bauernverbände in Sachsen und Sachsen-Anhalt.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 28. August 2019 | 14:30 Uhr

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