Blick in den Plenarsaal des Europaparlaments.
Von den 751 Europa-Abgeordneten vertreten künftig sieben die Länder Thüringen, Sachsen-Anhalt und oder Sachsen. Bildrechte: dpa

Europawahl Sieben aus Mitteldeutschland ziehen nach Europa

Mit sieben Abgeordneten ist Mitteldeutschland im neuen EU-Parlament vertreten. Allein vier von ihnen kommen aus Sachsen. Parteipolitisch ist die CDU mit drei Parlamentariern am stärksten vertreten.

Blick in den Plenarsaal des Europaparlaments.
Von den 751 Europa-Abgeordneten vertreten künftig sieben die Länder Thüringen, Sachsen-Anhalt und oder Sachsen. Bildrechte: dpa

Thüringen: Marion Walsmann (CDU)

Marion Walsmann schiebt ihren Wahlzettel in die Urne
Marion Walsmann Bildrechte: MDR/Marcus Scheidel

Marion Walsmann zieht als einzige Thüringerin ins EU-Parlament ein. Die frühere Landesministerin schaffte es als 22. von 23 CDU-Abgeordneten nach Brüssel und Straßburg.

Walsmann stand von 2008 bis 2013 verschiedenen Ressorts vor, ehe sie von der damaligen Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht entlassen wurde. Bei der Landtagswahl 2014 erhielt sie keinen aussichtsreichen Platz auf der CDU-Liste, holte dafür aber in Erfurt ein Direktmandat. 2018 zwang sie bei der OB-Wahl in Erfurt Amtsinhaber Andreas Bausewein in die Stichwahl.

Sachsen-Anhalt: Sven Schulze (CDU)

Politiker Sven Schulze
Sven Schulze Bildrechte: Sven Schulze

Sachsen-Anhalt stellt künftig auch nur noch einen Abgerodneten in Europa. Der Quedlinburger Sven Schulze schaffte es als Spitzenkandidat der Sachsen-Anhalt-Liste erneut ins Parlament.

Schulze ist seit 2014 EU-Abgeordneter. Zuvor war der studierte Ingenieur lange Jahre Landeschef der Jungen Union. Seit 2016 ist er Generalsekretär der Landes-CDU.

Sachsen: Constanze Krehl (SPD)

Einzige SPD-Vertreterin aus dem MDR-Sendegebiet in Brüssel ist die Leipzigerin Constanze Krehl. Die 62-Jährige gehört zu den Dienstältesten im EU-Parlament.

Seit 1994 ist sie Europaabgeordnete in Brüssel und Straßburg. Dort arbeitet die Diplom-Informatikerin im im Ausschuss für regionale Entwicklung.

Sachsen: Cornelia Ernst (Linke)

Auch die Linke in Mitteldeutschland hat nur noch eine Verteterin im EU-Parlament, sieht man einmal vom Berliner Martin Schirdewahn ab, der im Thüringer Landesverband der Linken angemeldet ist.

Cornelia Ernst nimmt bereits ihre dritte Legislaturperiode in Angriff. Zuvor war die promovierte Lehrerin fast 20 Jahre erst Mitarbeiterin, dann Abgeordnete des Sächsischen Landtags. Von 2001 bis 2009 war sie Landesvorsitzende der PDS bzw. der Linken.

Sachsen: Dr. Maximilian Krah (AfD)

Für die AfD zieht Dr. Maximilian Krah ins Europaparlament. Der 42 Jahre alte Jurist hat in Dresden studiert und ist nach Angaben der AfD Absolvent des Global Executive MBA-Programms der London Business School und der Columbia Business School New York.

Krah gehörte bis 2016 der CDU an und war Vorstandsmitglied des Dresdner Stadverbands. Inzwischen ist er stellvertretender Landesvorsitzender der AfD Sachsen.

Sachsen: Dr. Dieter Peter Jahr (CDU)

Der CDU-Politiker Dieter Peter Jahr ist seit 2009 Mitglied des EU-Parlaments. Der promovierte Landwirt und Mitgesellschafter eines Agrarbetriebes war von 1990 bis 2002 Abgeordneter des Sächsischen Landtags.

Danach wechselte er in den Bundestag, ehe er sein Mandat für einen Sitz im Europaparlament aufgab.

Anna Cavazzini (Grüne)

Die gebürtige Hessin Anna Cavazzini vertritt künftig die Grünen aus Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt in Europa. Die 36-Jährige hat in Chemnitz Europa-Politik studiert.

Bislang war sie nach Angaben der Grünen Referentin für Menschenrechte bei Brot für die Welt. Zuvor arbeitete sie im Kabinett des Präsidenten der 70. UN-Generalversammlung und verhandelte für die Bundesregierung bei der UN-Konferenz in Sachen Entwicklungsfinanzierung.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 26. Mai 2019 | 18:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 27. Mai 2019, 19:34 Uhr