Zwei syrische Flüchtlinge nehmen an einer Bildungsmaßnahme in der Handwerkskammer in Cottbus (Brandenburg) teil
Zwei syrische Flüchtlinge nehmen an einer Bildungsmaßnahme in der Handwerkskammer in Cottbus (Brandenburg) teil. Bildrechte: dpa

Integration in Arbeitsmarkt Mehr als 300.000 Flüchtlinge haben einen Job

Drei Jahre nach der Migrationskrise vom Sommer 2015 finden immer mehr Flüchtlinge in Deutschland einen Job. Mehr als 300.000 Menschen aus den acht Hauptherkunftsländern arbeiten, die meisten davon sozialversicherungspflichtig.

Zwei syrische Flüchtlinge nehmen an einer Bildungsmaßnahme in der Handwerkskammer in Cottbus (Brandenburg) teil
Zwei syrische Flüchtlinge nehmen an einer Bildungsmaßnahme in der Handwerkskammer in Cottbus (Brandenburg) teil. Bildrechte: dpa

Mehr als 300.000 als Flüchtlinge nach Deutschland gekommene Menschen hatten im Mai 2018 einen Job - 88.000 mehr als noch ein Jahr zuvor. Damit seien die Erwartungen der Bundesagentur für Arbeit (BA) knapp übertroffen worden, so der BA-Chef Detlef Scheele.

Aufgrund dieser Zahlen zog die BA eine positive Zwischenbilanz bei der Integration von Flüchtlingen in den deutschen Arbeitsmarkt. "Das läuft alles ganz gut", sagte Scheele. Die Flüchtlingssituation auf dem Arbeitsmarkt gebe keine Veranlassung, schwarz zu malen.

Arbeitslosigkeit ist konstant

238.000 der Geflüchteten mit Job - und damit der Großteil - seien sozialversicherungspflichtig beschäftigt. 482.000 Flüchtlinge seien im Juli bei der BA arbeitssuchend gemeldet gewesen. Darin enthalten sind auch Menschen, die aktuell einen Integrations- und Sprachkurs absolvieren. Gut 187.000 Flüchtlinge waren im Juli arbeitslos gemeldet. Die Zahl ist seit Monaten relativ konstant.

Das sind Zahlen, die sind gut. Dafür, dass die Menschen aus humanitären Gründen gekommen sind und nicht, um hier einen Job zu finden.

BA-Vorsitzender Detlef Scheele

Auch die Ausbildungszahlen zeichnen laut dem BA-Chef ein positives Bild. Knapp 28.000 junge Flüchtlinge haben laut BA inzwischen eine Lehre angefangen, seit Anfang Oktober 2017 haben sich rund 35.000 als Bewerber um einen Ausbildungsplatz bei der BA gemeldet.

Sprache ist wichtigster Faktor

Der wichtigste Faktor bleibt laut Scheele bei der Arbeitssuche nach wie vor der Erwerb der deutschen Sprache. Es sei unrealistisch, zu glauben, man könne in knapp einem Jahr so gut Deutsch lernen, dass es immer für die Berufsschule reiche.

Man sei zwar mit den Förderprogrammen derzeit ganz zufrieden, doch es könne immer noch mehr gemacht werden.

Dieses Thema im Programm: Das Erste | Plusminus | 04. Juli 2018 | 21:59 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 21. August 2018, 08:24 Uhr

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117 Kommentare

23.08.2018 20:29 Ralf112 117

@ Ekkehard Kohfeld: Langsam mache ich mir ernsthafte Sorgen um Sie. Wenn Sie selbst nicht mehr wissen, was Sie geschrieben haben, dann könnte es daran liegen, dass Sie vielleicht einfach zu viel von sich geben. Aus meiner Sicht ist es angesichts des rassistischen Untertons in jedem Fall zu viel. Aber wenn eine ehemalige Führungskraft von Kameltreibern spricht, warum sollten Sie da nicht alle Flüchtlinge als Analphabeten bezeichnen. Passt ja irgendwie ins Bild.

23.08.2018 18:53 Ekkehard Kohfeld 116

"Im Dezember 2017 lebten nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit rund 171.000 arbeitslose Flüchtlinge in Deutschland."Wie kann man damit 300 000
in Arbeit bekommen???

23.08.2018 17:04 Ekkehard Kohfeld 115

@ Ralf112 114 Abgesehen davon, wusste ich gar nicht, dass man für ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis Ingenieur oder Doktor sein muss...##Leseschwäche?Wo habe ich das geschrieben???????

23.08.2018 16:42 Ralf112 114

@111 Ekkehard Kohfeld: "Die haben in so kurzer Zeit als Analphabeten Grund und Hauptschule absolviert."

Sehr geehrter Herr Kohfeld, ist eine solche Aussage nicht selbst unter Ihrem Niveau?

Abgesehen davon, wusste ich gar nicht, dass man für ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis Ingenieur oder Doktor sein muss...

23.08.2018 16:01 Ekkehard Kohfeld 113

2. @ Trump 112 Flüchtlinge am Arbeitsmarkt: Was die Arbeitslosenzahl verschweigt.10. April 2018
"Im Dezember 2017 lebten nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit rund 171.000 arbeitslose Flüchtlinge in Deutschland. Doch knapp 243.000 de-facto arbeitslose Flüchtlinge waren nicht in der Arbeitslosen-, dafür aber in der Unterbeschäftigungsstatistik enthalten.
Der Aufwand, der bei der Integration von Flüchtlingen in Arbeit betrieben werden muss, lässt sich nicht anhand der Arbeitslosenzahl ermitteln. Denn im Dezember 2017 zählten knapp 243.000 de-facto arbeitslose Flüchtlinge nur deshalb nicht als arbeitslos, weil sie an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen teilnahmen, krankgeschrieben waren oder aufgrund ihres Alters nicht mehr als arbeitslos galten. Sie waren nicht in der Zahl der Arbeitslosen, dafür aber in der Unterbeschäftigungsstatistik enthalten."

23.08.2018 13:20 Mediator an Ekkehard Kohfeld(111) 112

Lieber Ekki,

komisch, dass 41% der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Flüchtlinge ausserhalb des Niedriglohnbereichs arbeiten. Wie viel Euro mann da verdienen muss, dass können sie gerne selbst recherchieren. Dass kombinieren sie dann mal mit der ständigen Meckerei hier, dass so viele Deutsche angeblich im Niedriglohnsektor beschäftigt sind.

Heraus kommt, dass ein großer Teil der arbeitenden Flüchtlinge durchauch gut oder sogar besser als so mancher Deutsche ausgebildet ist. Immerhin arbeiten 40% auf dem Anforderungsniveau einer Fachkraft und 9% als Experte.

Da stehen sie mit ihrer ihrern diffamierenden Aussagen ganz schön blöd da. Von wegen alles Analphabeten und Ziegenhirten wie es die Rechtspopulisten gerne behaupten.

23.08.2018 09:49 Ekkehard Kohfeld 111

@ Fragender Rentner 107
Gestern diese gute Meldung und heute steht auf einer anderen Seite, dass sehr viele Aufstocker über H4 sind.##Ist ja wohl bei diesen super Fachkräften nicht anders zu erwarten,wer was anderes glaubt muß schon sehr naiv sein und eine sehr stark getönte rosa Brille tragen.Die haben in so kurzer Zeit als Analphabeten Grund und Hauptschule
bewältigt und Deutsch gelernt ihren Facharbeiter oder sogar den Meister und Ingenieur gemacht oder sogar den Doktor und sind jetzt in hoch bezahlten Jobs alles in max 2 Jahren was für Supertalente das wohl sind.Und damit kommen die und bleiben sogar in Deutschland?????????

23.08.2018 07:09 Klarheit 110

ja ja Peter , die Zahlen stimmen .... ja ja ..

Papier ist geduldig...

arbeite ja in einer großen Firma , noch keinen "FlüchtlingsFacharbeiter" gesehen , der eine Asyl-Azubi war auch nach paar Monaten nicht mehr auffindbar .......

in der Zeitung mit den vier großen Buchstaben war jetzt mal eine Kolumne über "Flüchtlinge" im Arbeitsleben .... merkwürdigerweise waren das meist welche die schon mit den Eltern vor ca. 6-10 Jahren gekommen sind .... evtl. damals noch echte Flüchtlinge .....

aber Peter , träume ruhig weiter ....

23.08.2018 05:43 ein schon länger in Deutschland lebender 109

@Mediator an Fragender Rentner(107) 108

"Die Drucksache 19/2855 wäre ein Anfang. Dort hat ja die AfD versucht skandalisierbares über die Beschäftigungssituation von Flüchtlingen zu erfahren. Dass sie nach der Antwort der Bundesregierung schweigt zeigt deutlich, dass man nichts wirklich verwertbares gefunden hat."

nur Geduld, nur Geduld.
Das wird sicherlich, so wie man es von der AfD gewohnt ist noch in ruhe und sachlich beantwortet.

Davon bin ich überzeugt

22.08.2018 21:12 Mediator an Fragender Rentner(107) 108

Informieren sie sich nur auf diversen Seiten oder informieren sie sich auch einmal grundlegender?

Die Drucksache 19/2855 wäre ein Anfang. Dort hat ja die AfD versucht skandalisierbares über die Beschäftigungssituation von Flüchtlingen zu erfahren. Dass sie nach der Antwort der Bundesregierung schweigt zeigt deutlich, dass man nichts wirklich verwertbares gefunden hat.

Hätten sie die Antwort der Bundesregierung gelesen, dann wüssten sie, dass über 41% der Beschäftigten oberhalb des Niedriglohnbereichs arbeiten. Da fragt man sich, was diese Flüchtlinge können, was so mancher Deutscher nicht auf die Reihe kriegt.

Ihre Frage wird in dieser Drucksache übrigens auch beantwortet. Keine Angst es sind nur 12 Seiten die sie lesen müssen und dann sind sie schlauer.

PS: Auch die Antwort auf ihre Frage taugt nicht zur Skandalisierung. Also machen sie sich mal sachkundig statt immer diffamierende Fragen zu stellen.