Syrische Flüchtlinge
Bis zu 1.000 Geflüchtete können über die Kontingente nach Deutschland einreisen. Bildrechte: dpa

Familiennachzug Fast 700 Visa für Angehörige von Geflüchteten erteilt

Seit August gibt es ein Kontingent für den Familiennachzug von Flüchtlingen. Zu Beginn wurden kaum Visa ausgegeben. Doch das hat sich inzwischen geändert: Bis Ende Oktober wurden fast 700 Visa ausgeteilt.

Syrische Flüchtlinge
Bis zu 1.000 Geflüchtete können über die Kontingente nach Deutschland einreisen. Bildrechte: dpa

Inzwischen werden mehr Visa für Angehörige subsidär geschützter Flüchtlinge erteilt, als noch vor wenigen Monaten. Wie der Evangelische Pressedienst mit Verweis auf das Auswärtige Amt berichtete, wurden bis Ende Oktober 688 Visa für Verwandte von in Deutschland lebenden Flüchtlingen mit untergeordnetem Schutz vergeben. Gleichzeitig waren 950 Anträge vom Bundesverwaltungsgericht positiv entschieden worden. Im August waren nur 42 Visa ausgegeben worden, bis Mitte September 112.

Wie der Evangelische Pressedienst unter Berufung auf das Auswärtige Amt weiter berichtete, werden in den deutschen Auslandsvertretungen inzwischen so viele Anträge wie möglich beurteilt. Ende Oktober lag die Zahl der positiv geprüften Anträge dort demnach bei 3.303, davon allein mehr als 1.500 aus dem Oktober. Knapp 1.000 Anträge seien an das Bundesverwaltungsamt weitergegeben worden, wo die letzte Entscheidung getroffen wird.

Kontingent von bis zu 1.000 Nachzügen

Die Kontingent-Regelung betrifft Flüchtlinge, die in Deutschland nur den subsidiären Status erhalten. Betroffen sind vor allem Syrer. Die im August begonnene Neuregelung sieht ein Kontingent von bis zu 1.000 Nachzügen pro Monat vor.

Einen Antrag können Ehepartner und Kinder von Flüchtlingen stellen – oder die Eltern, wenn es um einen hier lebenden Minderjährigen geht. Die deutschen Botschaften oder Konsulate leiten die Anträge weiter. Die Entscheidung trifft letztlich das Bundesverwaltungsamt. Das aufwendige und komplizierte Verfahren sorgte dafür, dass die Neuregelung zunächst schleppend anlief.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 17. November 2018 | 13:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 17. November 2018, 13:27 Uhr

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35 Kommentare

18.11.2018 21:25 noch 24 Tage (UNO-Migrationspakt) 35

Selbst in Tijuana, auf der anderen Seite der Welt, Protestieren die Einwohner einer "Durchgangsstadt" gegen die Flüchtlinge.

Warum wohl?

Und wir holen sie noch her.

Das muss irgend wann ein Ende haben!

18.11.2018 21:01 noch 24 Tage (UNO-Migrationspakt) 34

eigentlich müsste es ein Familien Rückführungsprogramm geben.

Alle die einen Antrag stellen werden in ihren Heimatländern zusammengeführt.

18.11.2018 20:01 Winter 33

Na endlich!!!Kommt die Welle ins rollen!! Tore und Türen weit öffnen!! Die paar Leute schaffen wir auch noch!!

18.11.2018 19:47 jochen 32

Die Raute holt uns jetzt alle möglichen Neuzugänge in kleinen Gruppen zur Vollversorgung in das Land.
Und der dumme Deutsche soll für die Versorgung der Merkelgäste bis zum 70ten Lebensjahr arbeiten ?
Nein Danke, mir nicht.

18.11.2018 17:08 Werner 31

Da war sie wieder, die Türe, die mit ins Haus gefallen ist.

18.11.2018 15:28 Fragender Rentner 30

@Peter

Hr. Spahn von der CDU hat doch dieser Tage davon gesprochen, dass wieviel schon in 2018 nach Deutschland gekommen sind?

Kennst du die genauen Zahlen?

18.11.2018 14:41 konstanze 29

@24, 25, 26, 14: Manchmal ist Nichtbeachtung das größte Ärgernis !

18.11.2018 14:04 Bingo 28

Ehepartner und Kinder...Was ist mit Geschwistern,Onkel und Tanten,Neffen und Nichten,usw. Müßen die in den Herkunftsländern bleiben ?? Am deutschen Flüchtlingswesen, soll die Welt genessen.Weiter so ,bis zur Pleite ,der Deutsche arbeitet für andere gern bis 70.

18.11.2018 12:47 Jakob 27

Warum im "Bundeskanzleramt" unterbringen? In Sachsen ist ganz viel Platz.

18.11.2018 10:45 SZ Rentner 26

@ Peter 21

Peterchen sie haben es nicht verstanden es fängt jetzt erst richtig an . Ich empfehle ihnen hierzu mal die Welt vom 17 .11 " Subsidiär geschützte Flüchtlinge Zahl der Visa für Familiennachzug steigt deutlich an "