Asylantrag und Richterhammer
Mit 166.000 Erstanträgen auf Asyl rechnet die Regierung 2018. Bildrechte: imago/Christian Ohde

Asylanträge 2018 Flüchtlings-Obergrenze wird nicht erreicht

Die Bundesregierung rechnet im Jahr 2018 mit 166.000 Erstanträgen auf Asyl. Das sagte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums. Damit wird die Obergrenze, die im Koalitionsvertrag vereinbart wurde, weit unterschritten.

Asylantrag und Richterhammer
Mit 166.000 Erstanträgen auf Asyl rechnet die Regierung 2018. Bildrechte: imago/Christian Ohde

Die im Koalitionsvertrag vereinbarte Obergrenze für Flüchtlinge wird im laufenden Jahr nicht erreicht. Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums sagte, es werde bis zum Ende des Jahres voraussichtlich rund 166.000 Erstanträge auf Asyl geben.

Union und SPD hatten sich nach langem Streit darauf geeinigt, jährlich maximal 180.000 bis 220.000 neue Asylanträge von Migranten zuzulassen. Damit waren CDU und SPD einer Forderung von Bundesinnenminister Seehofer nachgekommen. Der CSU-Politiker hatte eine Schwelle von maximal 200.000 pro Jahr gefordert.

Tausende Migranten gehen freiwillig

Auf einer Bank vor ihrer Unterkunft sitzen Flüchtlinge am 10.09.2015 während eines offiziellen Presserundgangs durch die Hessische Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Gieߟen.
Die Obergrenze für Flüchtlinge wird voraussichtlich deutlich unterschritten. Bildrechte: dpa

Unter den 166.000 Asylanträgen sind der "Bild am Sonntag" zufolge auch 30.000 für in Deutschland geborene Kinder. Sie werden wie die Eltern als Erstantragsteller auf Asyl registriert.

Aktuelle Zahlen gibt es auch zu Flüchtlingen, die Deutschland in diesem Jahr wieder verlassen haben. Demnach hätten 26.500 Migranten der Bundesrepublik den Rücken gekehrt, davon 18.500 freiwillig. Ihr Antrag auf Asyl sei entweder aussichtslos gewesen oder sie hätten in einem anderen EU-Land einen Antrag gestellt.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 16. Dezember 2018 | 15:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 16. Dezember 2018, 17:38 Uhr

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64 Kommentare

18.12.2018 13:12 Bingo 64

"Unsere Gutmenschenpolitiker", könnten ja noch den Rest einfliegen lassen..scheinbar gibt es mit Flüchtlingen, keinerlei Probleme und Deutschland braucht noch mehr.

18.12.2018 07:20 H.E. 63

@61 Jochen
Man konnte doch lesen, daß ca.60 Milliarden JÄHRLICH die Migranten kosten und zwar trägt ca. 20 Milliarden der BUND, ca. 20 Milliarden die Länder und ca. 20 Milliarden die Kommunen.
Jedenfalls habe ich noch nichts Gegenteiliges als aufmerksamer Zeitungsleser mitbekommen.

18.12.2018 00:58 DER Beobachter @ Harzfroind 47 62

Etwa so, wie seinerzeit bis zur Wende auch gerade in Ihrem Harz, oder in Korea immer noch, oder zwischen USA und Mexiko, oder in Israel, oder in Nordirland/Belfast wegen des möglichen harten Brexits, alles mehr oder weniger wie weiland... ?

17.12.2018 18:04 jochen 61

7 Karl# Völlig richtig - Wo kommt das ganze Geld eigentlich her für die Vollversorgung der vielen Gäste der Merkel ?
Wenn vor Jahren für deutsche Interessen im Land neues Steuergeld angemahnt wurde - Der damalige Finanzminister Schäuble hatte es gebetsmühlenartig wiederholt.
"Für neue Zahlungen ist kein Geld da" !
Aber Geld ist doch da - im Überfluss. Es scheint keine Rolle zu spielen wieviel es kostet.
Ich als deutscher Bürger fühle mich von Politikern vollkommen getäuscht und betrogen. Ich denke, andere sehen das ebenso.

17.12.2018 17:39 nasowasaberauch 60

Der irakische Außenminister Ali Al-Hakim ruft seine Landsleute zur Rückkehr auf. Der Irak ist sicher, er nennt die Sicherheitslage exzellent und stabil. 245000 Iraker haben in D Schutz gesucht und Frau Merkel hatte versprochen, dass die Flüchtlinge wieder in ihre Heimat zurückkehren möchten. Mal sehen, ob sie damit richtig liegt.

17.12.2018 17:31 jochen 59

An weiteren Asylbewerbern im Land habe ich selber keinen Bedarf. Die bisherige Bereicherung unseres Landes reicht voll und ganz. Die Bürger müssen mit der schwerwiegenden Entscheidung einer einzigen Frau leben. Es ist unverständlich, das die Bürger sich das alles gefallen lassen.

17.12.2018 16:38 Kritischer Bürger 58

Berichtigung: ....daran das ein ArbG 50% und ein ArbN ebenfalls 50% an Steuern abzuführen hat vom Bruttolohn! ...
NICHT 50% sondern zu gleichen Teilen haben beide ArbG & ArbN Steuern abzuführen.
Schreibfehler berichtigt!

PS. So wird sich wohl so mancher ArbG nur an Leihfirmen.- Zeitfirmen wenden unter der Rubrik NUR IN DEN SPITZENZEITEN BEDARF ein Unternehmen zeitlich begrenzt mehr ArbN und das für oft nicht einmal Mindestlohn! Wo also sollen weiter Steuergelder her kommen? Irgendwann muss entweder eingeschränkt werden oder ein anderer Weg beschritten werden mit den Sozialleistungen. Welcher wird das wohl sein?

17.12.2018 16:33 Kritischer Bürger 57

@Rico 55: Sie fragen was das gekostet hat mit der Rückkehr = dem Startgeld in der jeweiligen Heimat? Nehmen Sie meine Kom.41 rechnen mit den 800 Euro pro Person und Sie kommen auf ein Ergebnis: MINDESTENS (26.500 x 800 €= 21.200.000 Euro) und Höchstens (26.500 x 1.200€ = 31.800.000 Euro) NUR für die angeführten Rückkehrer in ihre Heimat!
Solche Ausgaben würde es nicht bedürfen wenn hier im Lande nicht das Geld aus dem Sozialsystem so verlockend wäre. Bemisst man es an dem was hier alles sonst noch geleistet werden muss und das auch Geld kostet: Angefangen beim Lernen der dt. Sprache bis hin zu einer ggf. Ausbildung und folgendem Arbeitsplatz im Arbeitsmarkt D. Vom Geld was daraus an Steuren abgeführt werden müsste erinnere ich nur daran das ein ArbG 50% und ein ArbN ebenfalls 50% an Steuern abzuführen hat vom Bruttolohn! Wie denken jedoch viele ArbG? Geld sparen bis der Doktor kommt aber nur für die ArbN! Daher wie weit kann das Steuersäckle noch belastet werden!

17.12.2018 16:28 Fragender Rentner 56

Was können wir nun unternehmen um diese Grenze zu erreichen?

Wir erwarten Vorschläge.

17.12.2018 12:24 Rico 55

@MDR Ihre Zitate "Tausende Migranten gehen freiwillig" und "Demnach hätten 26.500 Migranten der Bundesrepublik den Rücken gekehrt, davon 18.500 freiwillig." Na was denn nun jetzt, Migranten oder Flüchtlinge?
PS: Was hat eigentlich der Unterhalt und die Ausreise denn insgesamt gekostet und wird diese ungerechtfertigte Sozialleistung wie bei deutschen Bürgern zurückverlangt? Könnte man dann ja "echten" Hilfsbedürftigen direkt vor Ort zukommen lassen!