Appell Deckelung bei Solarförderung bald erreicht

Wer eine Photovoltaik-Anlage auf sein Dach setzen lässt, bekommt eine Förderung. Es gibt aber einen Förderdeckel von 52 Gigawatt, der wohl schon in einigen Wochen erreicht wird. Dann droht ein Förderstopp. Wirtschafts- und Umweltverbände schlagen Alarm.

Männer installieren eine Solaranlage.
Montage einer Solaranlage auf einem Dach. Bildrechte: Colourbox.de

Wirtschafts- und Umweltverbände haben vor einem Förderstopp für neue Solarstromanlagen gewarnt. In einem Brandbrief an die Bundesregierung heißt es, dann seien ein "Einbruch der Nachfrage und große Schäden in der Solarbranche" die Folge.  

Hintergrund ist ein 2012 eingeführter Förderdeckel bei einer installierten Solarkapazität von 52 Gigawatt. Die Förderkosten zahlen die Verbraucher über den Strompreis. Die Bundesregierung hatte im Zuge ihres Klimaschutzprogramms zugesagt, diesen Deckel abzuschaffen - das aber bisher nicht umgesetzt.

Förderstopp ab April?

In dem Brief der Verbände heißt es, es bestehe "akuter Handlungsbedarf". Die Photovoltaik-Fördergrenze werde angesichts erwarteter Vorzieheffekte bereits im April erreicht. Ein Förderstopp würde Verbraucher, Stadtwerke, Privatunternehmer und andere Investoren verunsichern und sei kontraproduktiv angesichts der Klimaschutzziele der Bundesregierung.

Es wäre keinesfalls nachvollziehbar, wenn neben den gravierenden Problemen der Windbranche nun auch noch die Solarbranche mit ihren über 30.000 Beschäftigten in vermeidbare Schwierigkeiten geraten würde.

Offener Brief an Bundesregierung

Zwölf Verbände unterstützen Appell 

Die Abschaffung des Solar-Förderdeckels war genau so wie Mindestabstände von Windrädern zu Wohnhäusern ursprünglich Teil eines Entwurfs für das geplante Kohleausstiegsgesetz. Beide Punkte wurden dann aber wieder abgekoppelt und sind weiter umstritten.

Der offene Brief an die Mitglieder des Bundestags und der Bundesregierung ist unterzeichnet von zwölf Verbänden - darunter dem Bundesverband Solarwirtschaft, dem Verband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen, dem Naturschutzring, dem Verband kommunaler Unternehmen und der Verbraucherzentrale Bundesverband.

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | 25. November 2019 | 22:20 Uhr

20 Kommentare

Eulenspiegel vor 29 Wochen

„Uran und andere Grundstoffe für die Kernenergie werden im Erdinneren nach wie vor erzeugt.

Erdöl entsteht aus dem Kohlenstoff aus dem Erdinneren unter Druck und eventuell unter Mitwirkung von Bakterien. „
In wie fielen Millionen Jahren????
Ich bitte um genaue Angaben.

Eulenspiegel vor 29 Wochen

„- Stehen das Grundmaterial bei Kernkraft, Kohle und Gas nicht auch kostenlos zur Verfügung? Material für Kernfusion ist ebenfalls praktisch unerschöpflich.“
Ich Frage mich ob das ein Witz sein soll?
Oder wollen sie hier allen Ernstes behaupten das die Förderung von Kohle und der Transport bis zum Kohlekraftwerk weder Energie noch Geld kostet. Und das die Förderung von Natururan die Anreicherung und Aufbereitung zu Brennstäben und der Transport zu den AKWs weder Energie noch Geld kostet

Eulenspiegel vor 29 Wochen

Denn schließlich liegt der Anteil an den gesamten getöteten Vögel und Insekten für die die Windanlagen verantwortlich sind im Promillebereich. Also weit unter 1 %.
„Uran und andere Grundstoffe für die Kernenergie werden im Erdinneren nach wie vor erzeugt.“
„Erdöl entsteht aus dem Kohlenstoff aus dem Erdinneren unter Druck und eventuell unter Mitwirkung von Bakterien.“
In wie fielen Millionen Jahren???
Ich bitte um genaue Antwort