Debatte um Wehrpflicht Freiwilligendienst für Bundeswehr angekündigt

In der Diskussion über die Rückkehr zur Wehrpflicht hat Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer einen neuen Freiwilligendienst für die Bundeswehr angekündigt. Das Programm soll schon 2021 starten.

Annegret Kramp-Karrenbauer, CDU-Bundesvorsitzende und Verteidigungsministerin
Statt Wehrpflicht schwebt Annegret Kramp-Karrenbauer ein Freiwlligendienst vor. Bildrechte: dpa

Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer hat einen Freiwilligendienst für die Bundeswehr angekündigt. Der Dienst soll ein Jahr dauern und schon 2021 starten.

"Dienst für unsere Gesellschaft"

Das Programm trägt den Titel "Dein Jahr für Deutschland". Junge Menschen sollen hier eine sechsmonatige militärische Grundausbildung erhalten und anschließend einen sechsmonatigen Reservedienst in der Nähe ihrer Heimat absolvieren, sagte Kramp-Karrenbauer am Samstag bei einer virtuellen Veranstaltung der CDU in Berlin. Die genauen Pläne sollen noch diesen Monat vorgestellt werden.

Es solle damit nicht die Wehrpflicht wie in ihrer früheren Form eingeführt werden. Vielmehr beschäftige sie die "Idee eines Dienstes für unsere Gesellschaft" angesichts von Populismus und Spaltungen, erklärte Kramp-Karrenbauer. Auch Menschen mit Migrationshintergrund könnten hier "Verantwortung übernehmen und gleichzeitig dadurch auch Wertschätzung erfahren".

Die Pläne Kramp-Karrenbauers fallen mit einem Interview mit der Wehrbeauftragten Eva Högl zusammen, die sich angesichts rechtsextremistischer Vorfälle in der Bundeswehr für eine Rückkehr zur Wehrpflicht ausgesprochen hatte. Der Vorstoß war vor von Linken und Grünen kritisiert worden.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 04. Juli 2020 | 09:00 Uhr

15 Kommentare

Andreas Buntrock vor 4 Wochen

Behinderte kommen wie üblich nicht vor. Die brauchen auch keine Kameradschaft, sondern nur Psychiater und Hersteller von Antidepressiva reich machen. Lebensleistung haben die schon gar nicht, wenn sie noch nicht einmal 35 Jahre funktioniert haben und sich noch nicht einmal Vollzeit fuer 200 Euro ausbeuten lassen. Ironie aus.

Eine Zurückweisung Behinderter von Freiwilligendiensten sollte gesetzlich nur noch zulässig sein, wenn ein Arzt sie schriftlich und begründet fordert. Der Rechtsweg ist zu eröffnen.

Ossi 65 vor 4 Wochen

Das ist mal ein richtiger Kommentar, denn eine Handlungsfähige Armee braucht auch gut Ausgebildete Soldaten, und zwar solche die nicht beim ersten Knall wieder davon laufen. Warum wird nicht das Modell NVA übernommen? 6 Monate Grundausbildung, und dann noch 1 Jahr Wehrdienst, und wer möchte kann ja auch dann noch Länger machen oder gleich ganz dabei bleiben. Die Soldaten sollten dann auch wieder Kaserniert werden, aber natürlich mit wesentlich mehr Freiraum wie es zu DDR Zeiten in der NVA üblich war, denn da sind doch schon etliche Familien dran Zerbrochen.

MikeS vor 4 Wochen

"Freiwilliges soziales Jahr" im Waffendienst - einen größeren Blödsinn habe ich noch nicht gehört. Hier wird ordentlich gedient oder gar nicht - wegen mir auch mit Wehrpflicht!