Ein Radfahrer überquert eine Kreuzung.
Die Bundesregierung stockt die Mittel für Radschnellwege auf. Bildrechte: dpa

Pendlerrekord Bundesregierung stockt Mittel für Radwege auf

Ein Radfahrer überquert eine Kreuzung.
Die Bundesregierung stockt die Mittel für Radschnellwege auf. Bildrechte: dpa

Angesichts einer steigenden Zahl an Pendlern will die Bundesregierung die Wege für den schnellen Fahrradverkehr ausbauen. Verkehrsstaatsekretär Norbert Barthle sagte der "Rheinischen Post", der Bund fördere die Radschnellwege in diesem Jahr mit zusätzlichen 25 Millionen Euro.

100 Millionen Euro im Jahr

Bei den Radschnellwegen handle es sich um "kleine Fahrradautobahnen", auf denen Pendler ohne Ampeln und Kreuzungsverkehr schneller zur Arbeit fahren könnten. Doch nicht nur die Schnellwege sollen ausgebaut werden: "Um den Fahrradverkehr weiter zu fördern, hat der Bund seine Mittel für Radwege von 60 auf 100 Millionen Euro pro Jahr aufgestockt", sagte Barthle.

Pendler die Bezeichnung Pendler greift, wenn für den Weg zwischen Wohnung und Arbeits- oder Ausbildungsplatz regelmäßig die Wohngemeindegrenze überschritten wird.

Erst am Sonntag war bekannt geworden, dass die Zahl der Pendler in Deutschland auf ein Rekordhoch gestiegen ist. Laut Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung fuhren 2016 rund 60 Prozent aller Beschäftigten regelmäßig vom Wohnort in eine andere Gemeinde zur Arbeit.

Experten warnen vor Auswirkungen des Pendelns

Ein Experte vom Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung warnte in diesem Zusammenhang vor den körperlichen und psychischen Auswirkungen des Pendelns. Sie könnten die Gesundheit und das Gesundheitsempfinden beeinflussen. Die IG BAU forderte bezahlbares Wohnen auch in Metropolen und Ballungsräumen, um dem Trend zum Pendeln entgegenzuwirken.

Über dieses Thema berichtet MDR AKTUELL auch im: Radio | 03.04.2017 | 06:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 18. März 2019, 12:53 Uhr

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17 Kommentare

19.03.2019 16:24 GRUEN UNSERE ZUKUNFT 17

Ein Fahrradtaxi, auch Fahrradrikscha als Alternative für teure staatlich verordnete Taxi-Preise und Konzessionen, umweltbewusst bei drohenden Fahrverboten und ständig steigendem Nahverkehrs

18.03.2019 20:53 Schneemann - lieber "rechts" als käuflich 16

Aber wir wollen nicht wieder sinnfrei meckern. Ganz bestimmt wird unsere erfolgreiche Regierung Lösungen finden, z. B. in dem man die Arbeitsplätze näher an die Leute bringt oder umgekehrt. Dann klappt's auch mit den E-Autos im Winter ohne das wir im Fahrzeug erfrieren.

18.03.2019 20:48 Schneemann - lieber "rechts" als käuflich 15

Dann bin ich mal gespannt auf die Radfahrerautobahnen durchs Erzgebirge und übern Kamm nach Tschechien. Mitlerweile kommen Hundertschaften tagtäglich zu uns. Ohne unsere tschechischen Kollegen wären schon etliche Betriebe dicht.

18.03.2019 18:57 lummox 14

@13 absolute mehrheit für die cdu/csu ist die einzige alternative für deutschland. selbstredend ohne spd- u grün-einfluß. trotzdem kann man kritik üben ohne gleich, wie all zu oft, in die schublade "sinnfrei gemeckert" gesteckt zu werden.

18.03.2019 15:41 CDU Wählerin 13

wow - unsere erfolgreiche Regierung tut was fürs Volk und statt sich zu freuen wird sinnfrei gemeckert, was nichts am Wahlerfolg ändern wird

18.03.2019 15:34 Fragender Rentner 12

Wie verträgt sich das, es werden immer mehr Autos in Deutschland zugelassen und dann soll es immer mehr Wege für Radfahrer geben?

18.03.2019 14:50 Carolus Nappus 11

Zeit wird es. Ist natürlich ganz schön viel Geld. Da gibt es bestimmt bald noch ein paar Stücke Radweg, die dann plötzlich im Nirgendwo oder doch wieder mitten auf der Straße enden.
@ Bernd, nicht immer so vorschnell von sich auf andere schließen. Tatsächlich dürfen Kraftfahrer nicht auf dem dort abgebildeten Schutzstreifen parken. Sie dürfen diese Leitlinien bei Bedarf jedoch überfahren, ohne dabei den Radverkehr zu gefährden. Und jetzt kommt´s: Radfahrer dürfen diese Leitlinien bei Bedarf ebenfalls überfahren. Und weder Kraft- noch Radfahrer müssen das ausschließlich im rechten Winkel tun.

18.03.2019 14:49 lummox 10

wann soll aufgestockt werden? rückwirkend im jahr 2001? lächerliches gerede unter vielen anderen nicht eingelösten versprechen.

18.03.2019 13:35 Wo ist das Lobbyregister? 9

(Erst am Sonntag war bekannt geworden, dass die Zahl der Pendler in Deutschland auf ein Rekordhoch gestiegen ist. Laut Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung fuhren 2016 rund 60 Prozent aller Beschäftigten regelmäßig vom Wohnort in eine andere Gemeinde zur Arbeit.)

Auch das ein jahrealter Hut und schon vor 20 Jahren von tatsächlichen Experten in Sachen Agenda2010-"Flexibiliät" warnend angesprochen. In Polen und Tschechien sind die Folgen grenzüberschreitenden Pendelns inzwischen eine regelrechte soziale Massenstörung mit gravierenden Folgen. Das ist eine der Konsequenzen aus einer neoliberalen Politik und der dahintersteckenden Ideologie vom "Markt".

Und? Juckt das die deutschen Lobbyisten aka "unsere Politiker" unterwegs im Auftrag des Verwertungsinteresses? Richtig: Kein bischen. Denn schliesslich kann man an und mit Pendlern Geld verdienen.

18.03.2019 13:03 Wo ist das Lobbyregister? 8

Radwege sind Unsinn - Radfahrer gehören auf die Strasse. Das zeigt so ziemlich jede seriöse Studie zum Thema und das entspricht der Erfahrung so ziemlich jeden Radsportlers.

Tatsächlich sollen unter dem Vorwand der "Sicherheit" nur die Fahrbahnen für den deutschen Dosenfahrer freigeräumt werden. Dessen mentaler und intellektueller Status übrigens anhand der ersten Kommentare unter diesem Bericht mühelos zur Kenntnis genommen werden kann. Bemerkenswert an diesem ewig gleich ignoranten Geseiche ist nur die Tatsache, dass es die Schreiber nicht selbst ermüdet - aber das kennen wir ja schon aus TV-Serien-Formaten mit hoher dreistelliger Zahl an Wiederholungen und aus dem Krankheitsbild des Hospitalismus.

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