Ein Absperrband und ein Polizeiauto vor dem Haus des getöteten Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke.
Der Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke wurde am 2. Juni 2019 auf der Terrasse seines Hauses erschossen. Bildrechte: dpa

Extremismusverdacht Generalbundesanwalt übernimmt Fall Lübcke

Nach der gewaltsamen Tötung des Kasseler Regierungspräsidenten Lübcke wurde ein Tatverdächtiger festgenommen. Der Generalbundesanwalt zog nun den Fall an sich.

Ein Absperrband und ein Polizeiauto vor dem Haus des getöteten Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke.
Der Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke wurde am 2. Juni 2019 auf der Terrasse seines Hauses erschossen. Bildrechte: dpa

Nach dem tödlichen Schuss auf den Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke und der Festnahme eines Tatverdächtigen hat der Generalbundesanwalt die Ermittlungen übernommen. Das teilte eine Behördensprecherin am Montag in Karlsruhe mit.

Zu den Gründen für die Übernahme sagte die Sprecherin nichts. Laut SWR sieht der Generalbundesanwalt "eine besondere Bedeutung des Falls". Dann werden auch Ermittlungen gegen Einzeltäter übernommen, etwa wegen dem Ausmaß der Rechtsverletzung und den Auswirkungen der Tat. Normalerweise verfolgt die Behörde Taten terroristischer Vereinigungen.

45-Jähriger in U-Haft

Spezialkräfte hatten am Samstagmorgen einen 45-Jährigen in Kassel festgenommen. Seit Sonntag sitzt der Mann unter Mordverdacht in Untersuchungshaft. Sein Motiv ist bislang unklar.

Der Tatverdächtige soll zumindest in der Vergangenheit Verbindungen in die rechtsextreme Szene gehabt haben. Darüber hatten auch mehrere Medien berichtet. Der CDU-Politiker Walter Lübcke war am 2. Juni erschossen worden.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 17. Juni 2019 | 11:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 17. Juni 2019, 11:09 Uhr