Bundesregierung Entwicklungsminister Gerd Müller hört auf

Der Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Gerd Müller, hat seinen Rückzug aus der Bundespolitik angekündigt. Der 65-Jährige sagte, er wolle den Weg für einen Generationswechsel freimachen.

Gerd Müller
Der CSU-Politiker Gerd Müller ist seit 2013 Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Bildrechte: dpa

Entwicklungsminister Gerd Müller will sich nach der laufenden Amtszeit aus der Bundespolitik zurückziehen. Der 65-jährige CSU-Politiker sagte am Sonntag: "Nach 32 Jahren Verantwortung im Europäischen Parlament und im Deutschen Bundestag möchte ich jetzt einen Generationenwechsel einleiten."

Nicht immer auf CSU-Linie

Demnach will Müller sein Bundestagsmandat und das Ministeramt nur noch bis zum Ende der Wahlperiode im kommenden Jahr ausüben. ​Der 65-Jährige sitzt seit 1994 für den Wahlkreis Oberallgäu im Bundestag, seit 2013 ist er Minister im Bundeskabinett. Davor war er acht Jahre lang Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesagrarministerium.

Müller hatte bei den zurückliegenden Wahlen stets unumstritten das Direktmandat geholt. Zuletzt hatte er gefordert, Deutschland müsse mehr Migranten aus dem abgebrannten griechischen Flüchtlingslager Moria aufnehmen. Außerdem setzt er sich dafür ein, dass Firmen per Gesetz zum Schutz der Menschenrechte bei ihren Lieferanten im Ausland verpflichtet werden. In beiden Bereichen liegt Müller nicht unbedingt auf CSU-Linie.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 13. September 2020 | 15:00 Uhr

5 Kommentare

jochen1 vor 10 Wochen

2000 möchte G. Müller also aufnehmen.
Genau das ist der Grund, weshalb solche Parteimitglieder besser nicht auf Ministerposten sitzen sollten. Sie schaden mit ihren utopischen Forderungen Deutschland und dessen Bürger. Sollten solche Parteigenossen nicht besser zum Wohle der eigenen Bürger handeln ?

nasowasaberauch vor 10 Wochen

Müller möchte 2000 Migranten aus Moria aufnehmen und schert damit aus dem Konsens aus, dass diese Art der Lagerauflösung keine Fahrkarte in die EU sein darf. Klingt hart, aber Gefühlsduselei, die nicht zu Ende gedacht ist, sollte nicht Grundlage politischen Handelns werden.

Generation 55 vor 10 Wochen

vernünftig und kompetent kam er bei mir an, so auch sein Rückzug bis spätestens 70 um Jüngeren Chance zu geben sollte gesetzlich verpflichtend werden.
Gerd Müller ist mir so sympathisch wie gleichnamiger Fußballer gewesen ist. Vor allem menschlich sozial, dem leider sein CSU Chef nicht immer folgte.