Frau mit Rentenbescheid
Die Koalition debattiert noch, wie die Grundrente künftig bemessen werden soll. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Abgrenzung von CSU-Konzept Grundrente: SPD will "sozialen Ausgleich über das Steuersystem"

Die Große Koalition ringt weiter um einen Kompromiss bei der Grundrente. Zuletzt hatte auch die CSU einen eigenen Vorschlag eingereicht. Die SPD beharrt aber auf ihrem Konzept. Wer gearbeitet habe, solle nicht zum Amt gehen müssen.

Frau mit Rentenbescheid
Die Koalition debattiert noch, wie die Grundrente künftig bemessen werden soll. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Die SPD beharrt weiter auf ihrem Konzept zu Grundrente. Die Bundestagsabgeordnete Katja Mast sagte MDR AKTUELL, bei der Grundrente gehe es um Würde und "Respekt und nicht um Almosen des Sozialstaates". Mast sagte weiter, "wer arbeitet, soll mehr haben als Grundsicherung und soll auch nicht zum Amt gehen müssen." Das sei der Unterschied zum Konzept der CSU.

Laut Mast würden rund drei Millionen Menschen von vom SPD-Konzept profitieren. Drei Viertel davon seien Frauen.

Mieten sollen berücksichtigt werden

Die SPD will nach Angaben von Mast zudem steigende Mieten berücksichtigen. So solle es einen Freibetrag "und eine Dynamisierung" beim Wohngeld geben. Bezahlt werden soll die Grundrente nach dem Willen der SPD aus dem Steuersystem.

Kritik, dass die SPD sich jahrelang gegen einen Mindestlohn gesperrt und damit das Problem geringer Renten mitverursacht habe, wies Mast zurück. Es gehe immer darum, dass Menschen so viel verdienen, dass sie "einen ordentlichen Schutz im Alter haben". Da es viele Jahre keinen Mindestlohn gegeben habe, müsse bei der Rente nun nachgesteuert werden.

Höherer Mindestlohn

Die SPD gehe davon aus, dass der Mindestlohn in Zukunft auf zwölf Euro steigen müsse. Wer arbeite, müsse im Alter auch mehr haben als die Grundsicherung.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 18. März 2019 | 06:50 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 18. März 2019, 07:51 Uhr

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90 Kommentare

20.03.2019 07:59 Marlis 90

Das hört sich ja alles sehr gut an aber wo kommt erstens das Geld dafür her es reicht ja jetzt noch nicht einmal für die Renten und dann was ist mit den jetzt schon in Rente befindlichen Menschen die 47 Jahre kriegen die dann auch noch einen Zuschuss oder haben sie dann einfach nur pesch gehabt. Es ist nicht in Ordnung wie das gehandhabt wir wenn dann für alle gleich aber nicht jedes Jahr nur weil wahlen sind etwas anderes. Es klingt nicht glaubhaft und ist auch ungerecht .

19.03.2019 22:54 Bronko 89

19.03.2019 21:20 Peter 82

Er sagt lediglich, es WÄRE finanzierbar, aber nicht WIE.

Und genau da ist das Problem, das ich von Ihnen erklärt haben möchte, der Sie ja so vehement drauf rumreiten. Übrigens, ich sagte es eben. Scholz gibt auch nur 25 Mrd. Lücke zu, mehr nicht. Was sagen Sie dazu? Sie finden es auch gerecht, wenn die Gießkanne kommt und alle anderen wieder in die Röhre gucken? Was sind Sie denn für ein Typ. Egal, der Sozenzug ist eh an die Wand gefahren.

Ich finde es immer wieder amüsant, wie Sie einen Teil nur versuchen zu beantworten, dann aber ausgewählt und populistisch. Zieht sich durch alle Ihre Äußerungen, egal zu was, sollten Sie mal lesen.

19.03.2019 22:21 Peter 88

@85: Nun werden Sie mal bitte nicht unfair.
Die vermögende Arzt Frau, welche sich die Grundrente erschleicht, haben Sie ins Spiel gebracht.
Ich habe Ihnen nur geschildert, wie die Karriere ihres Ehemanns in der Regel abläuft und dass die dessen Gattin wohl regelmäßig an den notwendigen 35 Arbeitsjahren scheitert.
Ich schlage also vor, wir bleiben bei den bedürftigen Rentnern, welche die Grundrente wirklich hilft. Bei der Rentenhöhe und auch bei den Ersparnissen aus vielen Arbeitsjahren.

19.03.2019 22:16 Klarheit 87

@Peter,

Sie schreiben viel , viel Unfug ......

Aber ihre Falschinfo in Kommi 35 haben Sie immer noch nicht kommentiert .... ich weiss immer noch nicht wie ich abschlagfrei nach meinen 45 Beitragsjahren mit 62 die Würdigung meiner Lebensleistung genießen kann ?

Viel Sozi-Populismus ohne Substanz lese ich hier....... naja es stehen Wahlen an .....das erklärt viel.....

19.03.2019 21:59 Wessi 86

@ 74 Klarheit,Sie können doch lesen? Antwort: @ 58, da habe ich, nicht zum ersten Mal gesagt, wie es zu finanzieren ist.Und zur Sache: warum freuen Sie sich nicht, wenn vllt. Menschen mit niedriger Rente mehr haben?Nur weil es nicht von "Ihrem" Verein kommt?@ 83 Da haben Sie die Aufgaben nicht kapiert.Ein Finanzminister sagt, wenn er gut ist, wie Scholz, bei Forderungen immer zuerst, "neinneinnein, gehtnicht".Er hütet das Geld des Volkes, wenn nicht wäre er nicht gut........als Finanzminister.

19.03.2019 21:46 Auf zum letzten Gefecht! 85

@Peter 84

das ist natürlich nur ein Resultat ihrer sexistischen Einstellung zum Rollenbild der Frau und dem Rollenbild der Ehe.

Wir leben in einer bunten Weltoffenen Demokratie, da sind ihre veralteten Anschauungen fehl am Platz.

Aber ich gestehe jedem sein Leben zu, wenn sie Glücklich damit sind.

19.03.2019 21:37 Peter 84

@78: Und nun denken Sie mal ganz genau nach.
Der heutige Arzt hat mit 19 Abitur gemacht, dann hat er 6 Jahre (Regelstudienzeit) studiert. Dann kam die Zeit als Assistenzarzt, danach Facharztausbildung.
Diese Ärzte um die 30 haben nur in ganz seltenen Fällen gleich als niedergelassener Arzt eine Praxis übernommen.
Also mal optimistisch eher mit 35. Und erst dann konnte dieser Mediziner seine Ehefrau anstellen.
Grundrente bekommt die aber erst nach 35 weiteren Jahren, also mit 70. Da ist ihr Ehemann schon längst im Ruhestand. Na ja, dessen Nachfolger hat die Arzt Frau wohl weiter beschäftigt.
Oder?

19.03.2019 21:24 Auf zum letzten Gefecht! 83

@Peter 79

jetzt machen sie sich und die SPD aber wirklich lächerlich

Wenn der eine SPD Minister dem andren SPD Minister kurz vor den Wahlen öffentlich Wirksam was sagt, muss das natürlich stimmen ;-)

An Lächerlichkeit nicht zu überbieten!

19.03.2019 21:20 Peter 82

@81 Bronko: Sie sollten sich umfassend in den Medien informieren.
Ich zitiere aus tagesschau.de vom 05.02.2019: "Gerade erst hat Finanzminister Scholz vor einer Haushaltslücke gewarnt. Die Grundrenten-Pläne von Arbeitsminister Heil hält er aber für finanzierbar - und will sie sogar mit Priorität behandeln.
Bundesfinanzminister Olaf Scholz hält die von Arbeitsminister Hubertus Heil vorgeschlagene Grundrente für finanzierbar. "Wir können die Aufgaben lösen, vor denen wir stehen. Dazu gehört auch, die Altersarmut zu bekämpfen", sagte der SPD-Politiker der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten". Heil habe seine Unterstützung."
Klarer geht´s wohl kaum in Sachen Finanzierbarkeit. Ich hab´s Ihnen doch gesagt. Oder?

19.03.2019 21:10 Bronko 81

Jetzt haut der Peter weiter allen die Taschen voll und antwortet nicht.

Steuermittel - WELCHE

Noch mal, Scholz ist Finanzminister, er sagt nichts dazu. Er redet ja auch nur von 25 Mrd, andere von 80 bis 2023 als fehlend. Und das korrigierte Wirtschafts"wachstum" auf 0,8% kennen Sie?