Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) und der geschäftsführende Verkehrsminister Christian Schmidt (CSU)
Umweltministerin Hendricks hatte sich für eine Verbot des Pflanzengiftes Glyphosat eingesetzt und dabei mit Agrarminister Schmidt harte Debatten geführt, weil er sie bei der EU-Entscheidung einfach übergangen hatte. Bildrechte: dpa

SPD-Minister Hendricks nicht im neuen Kabinett

Die SPD hat ihre Ministerliste noch nicht vorgestellt. Sicher ist aber, dass neben Außenminister Gabriel auch die bisherige Umweltministerin Barbara Hendricks nicht mehr in der neuen Regierung vertreten sein wird.

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) und der geschäftsführende Verkehrsminister Christian Schmidt (CSU)
Umweltministerin Hendricks hatte sich für eine Verbot des Pflanzengiftes Glyphosat eingesetzt und dabei mit Agrarminister Schmidt harte Debatten geführt, weil er sie bei der EU-Entscheidung einfach übergangen hatte. Bildrechte: dpa

Die bisherige Bundesumweltministerin Barbara Hendricks ist in der künftigen Bundesregierung nicht mehr vorgesehen. "Ich werde der neuen Bundesregierung nicht angehören", sagte Hendricks der "Rheinischen Post".

Als Nachfolgerin für Hendricks wird nach Informationen der Redaktion die frühere NRW-Wissenschaftsministerin und derzeitige NRW-SPD-Generalsekretärin Svenja Schulze gehandelt.

Hendricks: "Gehe mit gutem Gefühl"

Hendricks war seit 2013 Umweltministerin. Von 2007 bis 2013 war sie Bundesschatzmeisterin der SPD. Die 65-Jährige ist seit 1994 Abgeordnete im Bundestag. "Ich gehe mit einem guten Gefühl aus diesem Amt, weil ich glaube, dass ich dazu beitragen konnte, Positives für unser Land und für die Umwelt bewegt zu haben", sagte Hendricks.

Hendricks hatte sich bei verschiedenen Themen mit Positionen der CDU und CSU kritisch auseinandergesetzt. Anders als die Union plädierte sie für ein Verbot des Pflanzengiftes Glyphosat. Zuletzt hatte sie die Autoindustrie aufgefordert, nach dem Diesel-Skandal Verantwortung zu übernehmen und bei den betroffenen Diesel-Autos ein Hardware-Update vorzunehmen.

Die SPD darf sechs Ministerposten besetzen. Wer welches Amt übernehmen soll, will die Partei am Freitag bekannt geben.

Auch Gabriel nicht in der Regierung

Zuvor hatte Außenminister Sigmar Gabriel bekannt gegeben, dass er nicht für ein Ministeramt vorgesehen sei. Das hätten ihm die SPD-Spitzen Andrea Nahles und Olaf Schulz mitgeteilt.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 08. März 2018 | 11:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 08. März 2018, 11:32 Uhr

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7 Kommentare

08.03.2018 17:01 Peter 7

@6 Bernd L.: In einer beschränkten alternativen Denkweise wird man nie verstehen, wenn sich Politiker für eine lebenswertere Umwelt und die Gesundheit der Menschen einsetzen.

08.03.2018 15:37 Bernd L. 6

"Ich gehe mit einem guten Gefühl aus diesem Amt, weil ich glaube, dass ich dazu beitragen konnte, Positives für unser Land und für die Umwelt bewegt zu haben", sagte Hendricks. "
Fehleinschätzung: sie hat den zu niedrigen NOx-Grenzwert bei der EU mitverantwortet, der unserer Autoindustrie gewaltig schadet.
Mit ihrem Dissertationsthema ("Die Entwicklung der Margarineindustrie am unteren Niederrhein") ist eher eien Experte für andere Dinge. Vielleicht findet sie was anderes am Niederhein.

08.03.2018 14:02 Manistbestandteildesmediensystems (Haseloff) 5

@08.03.2018 13:21 Michael Möller (ja und was soll mir dieser Artikel nun vermittel, das hier eine Ministerin nicht mehr im Amt bleibt die nichts aber auch gar nichts auf die Reihe gebracht hat. die sich von einen anderen Minister vorgeführt wurde und Sie nichts dagegen unternommen hat sondern es hingenommen hat. also was soll das jetzt .)

Der Artikel soll ihnen vermitteln, dass alles "gut" ist, alle nett zueinander sind und sie in Ruhe weitereinkaufen können, um die Profite zu sichern.
Eben das scheint Genossin Hendricks auch für ihre vordringliche Aufgabe gehalten zu haben - sonst würde sie ihre "Tätigkeit" nicht als Erfolg verbuchen; sondern als eklatantes Versagen vor der eigentlichen Aufgabe. Wer mit einem CDU-Chemielobbyisten, den man wohl in diesem Zusammenhang ohne weiteres als korrupt bezeichnen darf, so verfährt wie Hendricks, hat überhaupt nicht verstanden, was seines Amtes Zweck und Ziel ist. Auf das wohlfeile und unhörbare "Kritisieren" ist gepfiffen...

08.03.2018 13:21 Michael Möller 4

ja und was soll mir dieser Artikel nun vermittel, das hier eine Ministerin nicht mehr im Amt bleibt die nichts aber auch gar nichts auf die Reihe gebracht hat. die sich von einen anderen Minister vorgeführt wurde und Sie nichts dagegen unternommen hat sondern es hingenommen hat. also was soll das jetzt .

08.03.2018 12:38 Max W.: Aha. 3

("Ich gehe mit einem guten Gefühl aus diesem Amt, weil ich glaube, dass ich dazu beitragen konnte, Positives für unser Land und für die Umwelt bewegt zu haben", sagte Hendricks.)

Wer hätte das gedacht. Ich nicht. H. war eine schwache, bettelnde und gerade in der Glyphosat-Lobbyschweinerei vollkommen druck- und machtlos agierende Umweltministerin - und genau so sieht die ökologische Lage im Land auch aus.

Man muss ihr, a-hem, "zugute" halten, dass ihre Partei, die Seeheimer Partei Deutschlands aka Schröderlinge, natürlich exakt diese Rolle für ihr Ministeramt vorsah (und -sieht). Beim aktuell verfügbaren Standardcharakterprofil deutscher "Politiker" vom Typus "Kleinbürger" kann ich nachvollziegen, dass H. das "zufrieden" macht. Mich nicht, so wie niemanden, der Veränderung möchte.

08.03.2018 12:18 Sachse43 2

Ich habe diese Person gar nicht wahrgenommen. Hat sie etwas bewirkt?

08.03.2018 12:12 Na so was 1

"Gehe mit guten Gefühl" sagt die 65-jährige Umweltministerin Barbara Hendricks von der SPD. "Und das ist auch gut so" würde jetzt der ehemalige Oberbürgermeister von Berlin, Herr Wowereit (SPD) sagen. Sie hat mit 65 Jahren ja auch das Rentenalter erreicht, bekommt noch etliches an Übergangsgeld, so niedrig wird ihre Rente auch nicht ausfallen, also im "Club der armen Rentner" (gibt`s leider auch schon "in einem der reichsten Länder der Welt") wird sie keine Aufnahme finden. Sie hat gekämpft, sie hat verloren als Umweltministerin gegen Agrarminister Schmidt (CDU) im Streit um die Verwendung von Glyphosat oder nicht. War aber auch so zu erwarten, die ( z.Z. kommisarische) Bundeskanzlerin Frau Merkel gehört der gleichen Partei an wie Herr Schmidt. Man kann da nur sagen, genießen Sie ihr Rentnerleben.