Hessische Spitzenkandidaten Schäfer-Gümbel, Al-Wazir und Boffier
Thorsten Schäfer-Gümbel (SPD), Tarek Al-Wazir (Grüne) und Volker Bouffier (CDU). Bildrechte: dpa

Hessen Schwarz-Grün kann weiter regieren

Knapp drei Wochen nach der Landtagswahl in Hessen hat die Wahlleitung das Ergebnis im Grundsatz bestätigt. An der Sitzverteilung ändert sich damit nichts: Schwarz-Grün kann weiterregieren.

Hessische Spitzenkandidaten Schäfer-Gümbel, Al-Wazir und Boffier
Thorsten Schäfer-Gümbel (SPD), Tarek Al-Wazir (Grüne) und Volker Bouffier (CDU). Bildrechte: dpa

Nach dem endgültigen Ergebnis der Landtagswahl in Hessen können CDU und Grüne rechnerisch weiterregieren.

Wie der Landeswahlleiter am Freitag mitteilte, brachten Nachzählungen nach Auszählungspannen am Wahlabend keine Veränderung mit sich. Die Abstimmung des Wahlausschusses über das Ergebnis steht noch aus.

Grüne bleiben zweitstärkste Kraft

Die Grünen bleiben den Angaben zufolge zweitstärkste Kraft in Hessen, knapp nach der CDU und vor der SPD. Die CDU hat im neuen Landtag 40 Sitze, Grüne und SPD jeweils 29 Mandate. Es folgen die AfD mit 19 Sitzen, die FDP mit elf Mandaten und die Linke mit neun Sitzen.

Wegen Pannen bei der Auszählung der Wahl vom 28. Oktober war bis zuletzt insbesondere unklar gewesen, ob der knappe Vorsprung der Grünen vor der SPD Bestand haben würde.

In Wiesbaden gelten nun Gespräche über eine Fortsetzung der schwarz-grünen Koalition unter Ministerpräsident Volker Bouffier als wahrscheinlich. Eine knapp mögliche Ampelkoalition unter grüner Führung schließt die FDP aus. Auch eine Koalition von CDU und SPD gilt als unwahrscheinlich. Für eine Jamaika-Koalition steht die FDP ebenfalls nicht zur Verfügung.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 16. November 2018 | 12:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 16. November 2018, 12:08 Uhr

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10 Kommentare

17.11.2018 10:52 Fragender Rentner 10

Ist schon toll wie die Wahlkommission dies schafft, erst fehlen Stimmen oder wurden nicht richtig übermittelt und jetzt?

Wow, man kommt dann auf das gleiche Ergebnis.

Könnten die da nicht auch die Lottozahlen vorhersagen?

17.11.2018 09:59 Norbert Franke 9

Wurden die Senioren in den Altenheimen noch einmal befragt ? Die sollen ja ,laut Presse,reihenweise ,,die Grünen,, gewählt haben ?
Dachte das wäre altes CDU/ SPD Klientel ?

17.11.2018 08:20 Werner 8

@Arthur 7: Bis gestern war es zur Wahl in Hessen in bekannten Medien aufallend "ruhig". Wie die Karnickel vor der Schlange. Die Sprecherin von MDR-Aktuell bezeichnete es gestern als "Computerfehler". Kein Kommentar, wer den "Fehler" gemacht hat- vom Teleprompter ablesen können die ja auch. FOCUS 15.11.18: "Hessen-Chaos immer schlimmer - Verfassungsrichter zweifelt Rechtmäßigkeit von Wahl an... Der Grund ist eine ANORDNUNG der Stadt Frankfurt an die Wahlhelfer, die Stimmzettel am Wahlabend im Wahllokal zurückzulassen. Joachim Wieland, Professor für Öffentliches Recht an der Universität für Verwaltungswissenschaften in Speyer und Richter am Verfassungsgerichtshof in Nordrhein-Westfalen... Günter Murr, Pressesprecher der Stadt bestätigte... dass die Wahlvorstände in den Stimmbezirken erstmals ANGEWIESEN worden seien, die Stimmzettel zurückzulassen."

16.11.2018 19:31 Arthur 7

Es ist die Rede von Pannen bei der Auszählung der Stimmen.
Weiß jemand genaueres? Im MDR habe ich bis jetzt davon noch nichts gelesen. Lese ja auch nicht alles.

16.11.2018 18:02 REXt 6

Wahlpannen in Hessen? Kein Wunder, da kann man die Zustände bei Wahlauszählungen in D schon mit Zuständen in der DDR vergleichen, da stand das Ergebnis schon vor der Wahl fest.

16.11.2018 15:35 Fragender Rentner 5

Nach 4 Wochen schon ein amtliches Endergebnis, ist das nicht schön, wie genau gezählt wurde? :-)

16.11.2018 15:10 Denkschnecke 4

@1 lummox:
Ich verstehe Ihren Kommentar überhaupt nicht. CDU und Grüne wollen doch über die Fortsetzung der Koalition verhandeln, jetzt wo klar ist, dass es reicht? Im Übrigen bekommt man für die geschätzte >70-Stunden-Woche eines Landtagsabgeordneten zumindest als Akademiker in anderen Jobs wirklich deutlich mehr Salär. Kein Wunder, dass ein Friedrich Merz zwischendurch bei einem Finanzinvestor gearbeitet hat, das wird für weniger Arbeitszeit ein Vielfaches gewesen sein.

16.11.2018 14:44 Uwe 3

Wer's glaubt hat sich nicht damit beschäftigt welche " Pannen " es Mal wieder gegeben hat welche " Partei" von diesen " Pannen " profitiert und welche Partei geschädigt wurde.

16.11.2018 12:44 Atheist aus Mangel an Beweisen 2

Wohl wieder geschätzt?
Mein Vertrauen ist jedenfalls weg und keiner braucht sich zu wundern über Politikverdrossenheit und Ablehnung der Demokratie.
Da wird auch keine politische Bildung aller Staatsbürgerkunde was helfen.

16.11.2018 12:22 lummox 1

haben denn poliker keine lust mehr zum regieren weil das wahlvolk nicht mehr wie gewohnt mehrheiten generiert? damit ist die katze aus dem sack: es wird zu anstrengend für die parlamentarier, so viel arbeit bei viel zu wenig salär ist man nicht gewohnt, lohnt sich nicht.