Parteikonvent beschließt Junge Alternative bekommt Schonfrist von der AfD

Die Jugendorganisation der AfD muss trotz rechtsextremer Äußerungen einiger Mitglieder keine Sanktionen fürchten. Der AfD-Konvent entschied, der Jungen Alternative nicht den Status ihrer Jugendorganisation zu entziehen.

Die Junge Alternative bleibt Nachwuchsorganisation der AfD. Der AfD-Parteikonvent - eine Art kleiner Parteitag - beschloss, der Jungen Alternative nicht den Status als Nachwuchsorganisation zu entziehen. Dies hatten mehrere AfD-Funktionäre vorgeschlagen, nachdem einige Mitglieder und Landesverbände der Jungen Alternative ins Visier des Verfassungsschutzes geraten waren.

JA-Bundesvorstand muss regelmäßig berichten

Der Konvent beschloss nun, die Aktivitäten des Parteivorstandes in Sachen Junger Alternative zu begleiten. Der Bundesvorstand wurde aufgefordert, den Konvent in die Diskussion einzubeziehen, wenn es neue Erkenntnisse zur Jungen Alternative gibt.

Außerdem entschied der Konvent, dass regelmäßig ein Vertreter des Bundesvorstandes der Jungen Alternative dem Konvent Bericht erstatten soll.

Verbindungen ins rechtsextreme Milieu

Der Jungen Alternative werden immer wieder Verbindungen ins rechtsextreme Milieu vorgeworfen. Die Landesverbände in Baden-Württemberg, Bremen und Niedersachsen werden inzwischen vom Verfassungsschutz beobachtet. Dabei geht es unter anderem um Kontakte zur "Identitären Bewegung".

Der Landesverband in Niedersachsen wurde vom Bundesverband der Jungen Alternative aufgelöst. Zuvor war unter anderem bekannt geworden, dass der Vorsitzende des Landesverbandes, Lars Steinke, den Hitler-Attentäter Claus Schenk Graf von Stauffenberg in einem nicht öffentlich einsehbaren Facebook-Eintrag als "Verräter" bezeichnet hatte. Viele JA-Mitglieder gehören auch der AfD an.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 09. Dezember 2018 | 18:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 09. Dezember 2018, 22:30 Uhr