Sechs Paare Die Kandidaten für den SPD-Vorsitz

Nach dem Rückzug von Parteichefin Andrea Nahles muss die SPD den Vorsitz neu bestimmen. Sechs Bewerberpaare sind noch im Rennen. Im Oktober soll die Basis abstimmen und im Dezember ein Parteitag über eine mögliche Doppelspitze entscheiden.

Christina Kampmann und Michael Roth
Christina Kampmann und Michael Roth Das Duo Christina Kampmann und Michael Roth eröffnete Anfang Juli die Bewerbungsrunde. Die ehemalige NRW-Familienministerin und der Europa-Staatsminister gehören eher dem linken Parteiflügel an. Kampmann (38) ist relativ unbekannt und damit unverbraucht. Der langjährige hessische Bundestagsabgeordnete Roth (49) tritt aus Sorge um die Zukunft der SPD an, sieht die Beteiligung an der GroKo aber nicht als Hauptgrund für die schwere Krise. Bildrechte: dpa/imago/Jakob Hoff/MDR.DE
Christina Kampmann und Michael Roth
Christina Kampmann und Michael Roth Das Duo Christina Kampmann und Michael Roth eröffnete Anfang Juli die Bewerbungsrunde. Die ehemalige NRW-Familienministerin und der Europa-Staatsminister gehören eher dem linken Parteiflügel an. Kampmann (38) ist relativ unbekannt und damit unverbraucht. Der langjährige hessische Bundestagsabgeordnete Roth (49) tritt aus Sorge um die Zukunft der SPD an, sieht die Beteiligung an der GroKo aber nicht als Hauptgrund für die schwere Krise. Bildrechte: dpa/imago/Jakob Hoff/MDR.DE
Gesine Schwan, Ralf Stegner
Gesine Schwan und Ralf Stegner Ralf Stegner und Gesine Schwan wollen als Doppelspitze die SPD aus der Krise führen. Der 59-jährige Parteivize gilt als Vertreter des linken Flügels und bringt als langjähriger Minister und Fraktionschef in Schleswig-Holstein Regierungserfahrung ein. Die Politikwissenschaftlerin Gesine Schwan war Mitbegründerin des konservativen Seeheimer Kreises und ist Vorsitzende der SPD-Grundwertekommission. Die nach eigenen Worten praktizierende Katholikin kandidierte zweimal für das Bundespräsidentenamt und unterlag jeweils Horst Köhler (CDU). Bildrechte: IMAGO
Nina Scheer, Karl Lauterbach
Nina Scheer und Karl Lauterbach Im Juli meldeten die Bundestagsabgeordneten Nina Scheer und Karl Lauterbach ihre Kandidatur als Team an: Erklärtes Ziel der Umweltpoltikerin und des Gesundheitsexperten ist es, die Basis über den Fortbestand der Großen Koalition abstimmen zu lassen. Die 47-jährige Juristin mit Wahlkreis in Schleswig-Holstein und der 56-jährige Mediziner und Bundestagsfraktionsvize Lauterbach wollen raus aus der GroKo und die SPD stärker zu ihren sozialdemokratischen Wurzeln führen: "In der Vergangenheit haben die Menschen SPD gewählt und zu oft den Kompromiss bekommen." Bildrechte: dpa
Die Bildkombo zeigt Bundesfinanzminister Olaf Scholz und die brandenburger Landtagsabgeordnete Klara Geywitz.
Olaf Scholz und Klara Geywitz Eine Rolle rückwärts in der SPD-Führungsfrage machte Bundesfinanzminister Olaf Scholz. Der 61-Jährige hatte zunächst gesagt, er schaffe neben dem Ministeramt nicht noch den Parteivorsitz. Später erklärte er sich jedoch bereit, Verantwortung zu übernehmen. Scholz gilt als konservativer Pragmatiker. Er hält an den Hartz-IV-Regelungen fest und als Vizekanzler bislang auch zur GroKo. Scholz will gemeinsam mit der Brandenburger Landtagsabgeordneten Klara Geywitz antreten. Die 43-jährige gebürtige Potsdamerin war von 2013 bis 2017 Generalsekretärin der Brandenburger SPD. Bildrechte: dpa
Norbert Walter-Borjans und Saskia Esken
Norbert Walter-Borjans und Saskia Esken Kurz vor Ablauf der Frist nominierte der mitgliederstärkste SPD-Landesverband Nordrhein-Westfalen den ehemaligen NRW-Finanzminister Norbert Walter-Borjans als Kandidaten für den SPD-Bundesvorsitz und als Tandempartnerin die Bundestagsabgeordneten Saskia Esken aus Baden-Württemberg. Bildrechte: dpa
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